Donnerstag, Januar 17

Im Test: Risiko Star Wars – Die Trilogie

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Es dürfte der Traum eines jeden Star Wars Fans sein. Einmal die Armeen des Imperiums oder der Rebellen steuern und die Herrschaft über die Galaxis erringen beziehungsweise eine funktionierende Republik aufbauen. Hartgesottene schlagen sich auf die Seiten der Hutten oder Kopfgeldjäger und treiben ihr Unwesen im kriminellen Untergrund. Mit dem Strategie-Brettspiel Risiko Star War werden Kinderträume – und die so mancher Erwachsener – wahr: Ihr habt das Schicksal der Galaxis in den Händen.
Möge die Macht mit Euch sein während ihr den Test zu Risiko Star Wars – Die Trilogie lest. 



Risiko Star Wars – Bekannte Hintergrundgeschichte

Auch Nicht-Fans dürften die Grundzüge der Geschichte zumindest ansatzweise erahnen. George Lucas setzt auf klassische Story-Elemente und lässt Gut gegen Böse antreten. Der Kampf David gegen Goliath wird in ein fiktives Universum verlegt und LucasArts hat es von Beginn an richtig krachen lassen. Wut, Hass, Liebe, Hoffnung, Freude, Leid und Freundschaft sind die Grundzutaten der Geschichte, die das Regie-Ass George Lucas gekonnt zu einem atemberaubenden Kessel Buntes zusammen mischt. Star Wars Risiko – Die Trilogie setzt genau in diesem vorherrschenden Bürgerkrieg an und überlässt den Spielern die Entscheidung darüber welche Fraktion den Krieg siegreich beenden wird. 

Die Grundidee basiert auf dem klassischen Risiko, präsentiert sich jedoch als Sci-Fantasy-Brettspiel mit den typischen Star Wars Elementen. Das Spielbrett ist in verschiedene Sektoren aufgeteilt, die es zu erobern gilt. 42 Planeten umfasst die Galaxis, ein Großteil davon dürfte Fans bekannt sein. Die Klassiker Tatooine, Dagobah, Coruscant oder Alderaan (ja, im Brettspiel darf der Planet etwas länger bestehen) sind natürlich mit von der Partie. Die Spieler bewegen ihre Einheiten mit strategischem Geschick über das Spielbrett und versuchen so den Gegner gezielt zu besiegen oder gekonnt auszumanövrieren. Der eigentliche Clou von Risiko Star Wars – die Trilogie sind die 4 zusätzlichen Spielvarianten, die für viel Abwechslung sorgen und echte Langzeitmotivatoren sind. So müssen Rebellen-Spieler den Imperator vernichten, der sich in einer imperialen Heimatbasis versteckt hält. Das Imperium muss dagegen die Rebellen-Armeen komplett auslöschen, während die Hutten Rohstoffvorkommen einnehmen müssen. Und vom legendären Todesstern sind gleich zwei Exemplare im Paket.

Das Spielmaterial: Hoher Wiedererkennungswert

Wer Risiko für Konsolen weniger liebt als die Brettspielvariante, benötigt natürlich die Vollausstattung des Brettspiels und die ist sehr gelungen. Schon beim Auspacken zucken die Mundwinkel des Öfteren deutlich nach oben und signalisieren eindeutig pure Vorfreude auf den Spielbeginn. Die Verarbeitung sämtlicher Spielmaterialien ist großartig. Insbesondere die detaillierten Einheiten begeistern Brettspieler und Star Wars Fans gleichermaßen. Sämtliche Modelle sind eindeutig erkennbar. Das gilt für den Rancor ebenso wie für einen Sturmtruppensoldaten oder AT-ST. Das Spielbrett leuchtet in kräftigen Farben, die die Sci-Fantasy-Atmosphäre gekonnt unterstützen. Die Karten orientieren sich an der Qualität vergleichbarer Risiko-Spiele, warten aber mit einem schönen Design auf und glänzen vor allem durch die tollen Originalfotos aus den Filmszenen. Daumen hoch für dieses überzeugende Gesamtpaket.

Wo Star Wars drauf steht, ist auch Star Wars drin. Das angestaubte Risiko wird atmosphärisch kräftig aufgewertet.

Wer Star Wars mag und gern Risiko spielt wird dieses Brettspiel lieben. Risiko Star Wars – die Trilogie ködert die Spieler mit seiner tollen Optik und überzeugt anschließend mit genialer Unterhaltung. Taktische Spielzüge fordern Einsteiger und Profis und erzwingen vorausschauendes Denken ohne das ein Sieg nur bei unausgeglichenem Spieler-Setup möglich ist. Echte Highlights sind zudem die Spielvarianten, die einen noch tieferen Einblick in die Geschichte des Star Wars Universums gewähren. Einfache Risiko-Strategen bleiben derweil bei der Standard-Spielvariante, die sich dann auch genau wie das klassische Risiko spielt – nur in einem etwas anderen Look. Rund zwei Stunden Spielspaß bietet Risiko Star Wars – Die Trilogie und ist damit ein Brettspiel, das nicht für zwischendurch geeignet ist. Im Test zu Risiko Star Wars – Die Trilogie gibt es spielerisch nichts zu bemängeln. Unterhaltung auf höchstem Niveau ist garantiert.

Infobox

Spielerzahl: 2 bis 5 Spieler
Alter: ab 10 Jahren
Spieldauer: 30 bis 40 Minuten
Schwierigkeit: einfach
Langzeitmotivation: mittel

Verlag: Winning Moves  
Erscheinungsjahr: 2013 
Sprache: deutsch
Kosten: 80 Euro

Fazit

Eine faire Rezension kann niemals ein totaler Verriss eines Spiels sein. Und auch für Kompass – Das Wirtschaftsspiel gibt es die passende Zielgruppe. Vorrangig Gelegenheitsspieler, Familien oder Freundesrunden werden sich mit dem gebotenen Konzept unterhalten fühlen. Das seichte Handelsspiel plätschert flüssig daher, neigt jedoch mitunter dazu, Spieler zum Anfertigen eines „Zettel-Chaos“ zu verleiten. So passend die Idee des „Depot-Blocks“ bei einem Wirtschaftsspiel auch sein mag, so unübersichtlich kann die Auflistung der Einkäufe und Verkäufe im Verlauf einer Partie werden. Das frustriert mitunter, denn als Spieler verliert man in solchen Momenten seinen Fokus.

André Volkmann




Risiko - Star Wars

79,95 Euro
6.3

Spielidee

6.0/10

Spielmaterial

7.0/10

Regelwerk

7.0/10

Spielablauf

5.5/10

Wiederspielwert

6.0/10

Pro

  • einsteigerfreundlich
  • Star Wars
  • Gutes Material

Con

  • Angestaubtes Grundspiel
  • unterfordert Vielspieler
  • Hoher Preis

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Test: hier stehen irgendwann auch biografische Angaben.

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