Der Preisträger im Test: Camel Up – Das Spiel des Jahres 2014

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Lesezeit: 2 Minuten

Der Gewinner steht fest und zumindest für mich ist die Auszeichnung von Camel Up eine kleine Überraschung, habe ich doch auf Splendor getippt und dem Titel alle Daumen gedrückt, die mir zur Verfügung standen. Bei der starken Konkurrenz im Bereich Spiel des Jahres 2014 hätte aber jedes nominierte Brettspiel problemlos gewinnen können. Nun gibt es keinen besseren Zeitpunkt, um den Sieger in einem Test unter die Lupe zu nehmen. Viel Spaß beim Brettspiel Test von Camel Up.


Spannendes Kamelrennen für Jedermann

Die Hintergrundgeschichte hält sich, Achtung, dezent im Hintergrund. Die Spieler werden in die Wüste Ägyptens versetzt und nehmen dort am Wettgeschehen um die verrückten Kamelrennen teil. Besondere Story-Kniffe sind bei Camel Up nicht zu erwarten, denn dieses Brettspiel setzt auf puren Spielspaß und ignoriert sämtliche Faktoren, die einen unmittelbaren Spielbeginn verzögern würden. Unkomplizierte Unterhaltung steht bei Camel Up an erster Stelle. Die Spielidee ist einfach, doch zu jederzeit spannend und emotionsgeladen. Wetten versprühen eben ihren ganz eigenen Charme und sind so einfach platziert wie verständlich. Dabei sind die Kamele alles andere als behäbig, denn in einer Runde können die Zweihöcker ordentliche Strecken zurücklegen und den einen oder anderen Spieler mit ihrer Ausdauer überraschen. Nach durchschnittlich 4 bis 5 Etappen bewegt sich das Spielgeschehen auf den Höhepunkt zu. Hat ein Kamel die Ziellinie überquert endet das Spiel. Je höher die Spielerzahl, desto größer wird auch der Glücksfaktor. Mit der vollen Zahl von 8 Spielern verwandelt sich Camel Up von einem spannendem Wettspiel zu einem seichten Partykracher.

Das Kamelrennen überzeugt spielerisch und optisch.

Die Spielausstattung ist hervorragend. Lange Haltbarkeit gewährleistet die tolle Verarbeitung der einzelnen Spielkomponenten. Die Karten sind angenehm dick und überstehen somit auch kleine Unfälle, die sich auf Spieleabenden nicht immer vermeiden lassen. Die umfangreiche Ausstattung begeistert und lässt nicht sofort auf die simple Spielidee des Brettspiels schließen. Die Pyramide in der Mitte des Brettes und die stapelbaren Holzkamele sind weitere erwähnenswerte Highlights von Camel Up.

Der hohe Glücksfaktor sorgt für Freude und Ärger. Diese emotionalen Momente sind gleichzeitig eine der Stärken von Camel Up, denn so oft geflucht und gelacht wird während einer Spielpartie in nur wenigen Brettspielen. Dabei sorgen die verständlichen Regeln dafür, dass Camel Up ein ideales Familienspiel für Zwischendurch ist, das insbesondere jüngere Spieler in nur geringem Maße fordert, aber exzellent unterhält. Erwachsene ziehen ihren Spielspaß aus den Vorzügen und Nachteilen des Wettspiels, denn des Einen Freud ist stets des Anderen Leid. Kleinere Wettstrategien können ausgetüftelt werden, um den größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Wer also beim Pferdewetten zu häufig verliert sollte unbedingt Camel Up ausprobieren.

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Infobox

Spielerzahl: 2 bis 8 Spieler
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 bis 40 Minuten
Schwierigkeit: einfach
Langzeitmotivation: mittel

Verlag: Pegasus Spiele
Autor: Steffen Bogen
Erscheinungsjahr: 2014 
Sprache: deutsch
Kosten: 20 Euro

Fazit

Derzeit gibt es kein besseres Brettspiel wenn es um Kamele gehen soll. Bis zu 8 Spieler haben mit Camel Up unkomplizierten und schnellen Spaß, der auch über mehrere Brettspielpartien anhält. Einfache Wetten werden angenommen und sorgen durch die geringe Vorhersagbarkeit für ein spannendes Spielerlebnis.

André Volkmann




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Camel Up

24.95 Euro
7.8

Spielidee

7.5/10

Spielmaterial

8.0/10

Regelwerk

7.0/10

Spielablauf

8.5/10

Wiederspielwert

8.0/10

Pro

  • Spiel des Jahres 2014
  • für Familien geeignet
  • Nachvollziehbares Regelwerk
  • Gute Spannungskurve
  • Für große Spielrunden geeignet

Con

  • Teilweise seichter Spielblauf
  • unterfordert Vielspieler
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About Author

André Volkmann ist Journalist mit Schwerpunkten in den Bereichen Lokalnachrichten und Spiele-Journalismus.

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