Einfach nur entkommen: Escape Games Special

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Lesezeit: 4 Minuten

Stellt Euch vor, Ihr seid in einem Zimmer gefangen und jemand hat den Schlüssel versteckt. Zu allem Übel müsst Ihr nicht nur nach dem passenden Schlüssel suchen, sondern auch noch jede Menge Rätsel lösen, um letztendlich wieder an die Freiheit zu gelangen. Escape Games haben sich klammheimlich zu echten Unterhaltungsgrößen etabliert. Und wer glaubt, die sogenannten Escape Rooms gäbe es nur in angesagten Szene-Städten, der irrt gewaltig: Der nächste Escape Room wartet garantiert schon in Eurer Heimatstadt auf Euch. Und bevor zartbesaitete Live Gamer Panikanfälle bekommen, sei gesagt, dass unter den  Escape Games für jeden das passende Setting dabei ist – es müssen also nicht immer gruselig bemalte, Dreirad fahrende Puppen sein, die Euch das Leb…äh…die Freiheit kosten. Ich stelle Euch im nachfolgenden Artikel das Brettspiel Escape sowie die spannendsten Live Escape Games in NRW vor.

In diesem Sinne: Lasst uns ein Spiel spielen…


Kein Escape-Gaming ohne Escape

Queen Games und dem Spieleautor Kristian Amundsen Ostby sei Dank, darf sich jeder Brettspieler ein bisschen wie Indiana Jones fühlen – zumindest wenn er sich das Brettspiel Escape – Der Fluch des Tempels angeschafft hat. Dieser Brettspieltitel ist aus dem Genre der Escape-Games nicht wegzudenken, nicht nur wegen des Namens.

Entkommen ist für 1 bis 5 Spieler bei Escape – Der Fluch des Tempels das oberste Ziel. Als Archäologie ist man mit seinen Mitstreitern in einem verfluchten Tempel eingeschlossen, der einzustürzen droht. Die drohende Gefahr wird eindrucksvoll mithilfe des beiliegenden Soundtracks vermittelt. Passagen unterhaltsamer Hintergrundmusik wechseln sich in unregelmäßigen Abständen mit unheilvollen Klängen ab. Wenn der Gong ertönt, heißt es: Jetzt muss alles schnell gehen. Die Spielerrunde würfelt und agiert kooperativ gegen die Zeit. Nur das geschickte und aufeinander abgestimmte Zusammenspiel bewahrt Euch oder zumindest einige von Euch vor dem grausamen Tod im verfluchten Tempel. Die Rundenzeit ist durch den Einsatz des Soundtracks stets auf 10 Minuten begrenzt. Ihr werdet übrigens schnell merken, dass in 10 Minuten eine Menge passieren kann und das die Spielzüge hektischer, chaotischer und anstrengender verlaufen als man annehmen könnte.

Einfach nur entkommen: Escape Games Special
Einfach nur entkommen: Escape Games Special

Wer sich auf Escape – Der Fluch des Tempels einlässt, der wird Blut und Wasser schwitzen, sobald der Gong ertönt und die Musik umschlägt. Das passiert in jeder Spielrunde genau zweimal, man weiß nur nicht zu welchem Zeitpunkt und das macht Escape – Der Fluch des Tempels extrem spannend. Ziel ist dann, so schnell wie möglich, also bevor sich die Steintore schließen, in den Startraum zu gelangen. Wer das nicht schafft, verliert einen seiner Würfel und damit jedes Mal ein Wenig seiner Handlungsfreiheit. Ansonsten erkundet Ihr gemeinsam die Tempelanlage, um die magischen Steine zu aktivieren, die für Euch den Weg in die Freiheit bedeuten. Der Schwierigkeitsgrad von Escape – Der Fluch des Tempels kann gut durch die Anzahl der Spielplatten, magischen Steine und Würfel relativ frei angepasst werden. Langzeitmotivation ist somit garantiert. Kommt langsam archäologische Routine auf, sorgen Erweiterungen und Mini-Erweiterungen für neue Herausforderungen.

Escape NRW: Nichts wie weg hier

Früher wurden Kohlekumpel im Ruhrpott als teambildende Maßnahme einfach zusammen in einen Stollen gesperrt. Heute lässt man sich freiwillig einschließen, um anschließend gemeinsam zu entkommen. Ruhrescape nennt sich der Anbieter und er vermittelt, dass Live Escape Gaming eine Angelegenheit für jedermann ist. Ob zur Verbesserung der Teamarbeit unter Arbeitskollegen, als spannender Schulausflug oder für den besonderen Kick auf einem Junggesellenabschied: Ausbrechen ist derzeit ziemlich angesagt. Spannend ist, dass das Rätseln immer in eine Hintergrundgeschichte eingebettet wird. In Essen bei Ruhrescape können fünf verschiedene Themenräume gebucht werden. Dies sind ein Juwelenraub für 3 – 7 Personen, das Vermächtnis des Pharaos für eine Gruppe mit 4 bis 8 Personen,  der Kampf gegen ein tödliches Virus für 3 bis 6 Escape-Gamer, eine Stadtrettung für 2 bis 6 Personen sowie der letzte Akt des Magiers, der zwischen 6 und 12 Personen beschäftigt.

In Wuppertal können sich bei Anbieter Lockroom auch kleinere Teams am Live Escape Gaming versuchen. 2 bis 4 Teilnehmer ab 16 Jahren (ab 8 Jahren in Begleitung von Erwachsenen) erleben was es bedeuten kann, in einem Laboratorium eingesperrt zu sein, in dem Jahre lang mit gefährlichen Viren hantiert wurde. Unglücklicherweise hat sich ein Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert; schlecht für alle Eingesperrten, aber außerordentlich gut als Setting für ein spannendes Escape-Game. Rund 60 Minuten solltet Ihr für einen Besuch im Laboratorium einplanen. Daher eignet sich eine Spielrunde hervorragend anstatt des Kinobesuchs. Lange Einleitungen gibt es bei Lockroom übrigens nicht. Das Live-Escaping beginnt bereits nach wenigen Begrüßungsworten. Als Stadt der Chemie-Industrie und Arzneimittelforschung ist Wuppertal der ideale Ort für einen glaubwürdigen Besuch in einem Virenlabor. Und wer den Selbstzerstörungsmechanismus überwunden hat und erfolgreich entkommen konnte, hüpft in den nächsten Schwebebahnwaggon und erlebt die Stadt an der Wupper auch einer anderen Perspektive. 

Dass es nicht um modernste Forschungsszenarien oder computergestütztes Unheil gehen muss, zeigt der Live-Escape-Room „Das Vermögen“ des Anbieters Geschlossene Gesellschaft aus Duisburg. Hier dreht sich alles um einen wertvollen Gegenstand, den Großmütterchen Marie vor ihrer Familie versteckt hat. Natürlich nur, um der Verwandtschaft das Auffinden des Schatzes im Rahmen eines Escape-Events zu ermöglichen. Auf Teams mit 2 bis 3 beziehungsweise 4 bis 6 Personen warten einige Kopfnüsse. Eingebettet wird das Rätselraten für maximal 10 Personen in ein Setting aus den 60er Jahren. Moderne Technik solltet Ihr also nicht erwarten.

Wem die Sixties zu altbacken sind, der bucht einfach einen der zwei anderen Live-Escape-Räume. „Secret Service“ lockt mit einem waschechten Geheimagenten-Setting. Das „Duisburger Westende“ lädt Zechenkumpel in eine verlassenes Bergwerk ein, um zwei Verschollene unter Tage zu suchen. Paranormale Aktivitäten inklusive!

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About Author

André Volkmann ist Journalist mit Schwerpunkten in den Bereichen Lokalnachrichten und Spiele-Journalismus.

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