Samstag, März 23

PEGI warnt ab Jahresende vor Mikrotransaktionen

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Mikrotransaktionen sind Verbraucherschützern schon lange ein Dorn im Auge. Scheinbar hat sich hat auch die europäische Alterskennzeichnung PEGI intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt und in in-Game-Käufen eine Bedrohung für die Kostenkontrolle der Spieler gesehen. Ab Jahresende warnt die PEGI mit einem neuen Symbol vor Mikrotransaktionen in Videospielen. Vor allem für Eltern dürfte die Neuerung zu deutlich mehr Transparenz bezüglich möglicher Folgekosten von Spielen führen.


Mikrotransaktionen im Visier der Verbraucherschützer

Wie das Portal VG247 berichtet, werden Verpackungen von Videospielen zum Jahresende um ein Informationssymbol reicher: die PEGI kennzeichnet Spiele, in denen auf Käufer Folgekosten durch Mikrotransaktionen zukommen.

Die Einführung einer Kennzeichnung setzt den Weg fort, den Verbraucherschützer im Kampf gegen intransparente Kostenstrukturen eingeschlagen haben. Wenn Spieleentwickler oder Publisher schon nicht auf in-Game-Käufe verzichten wollen, sollten sie potenzielle Käufer schon im Vorfeld über mögliche Zusatzkäufe informieren. 

Bisher war die Anbringung von Informationen zu Mikrotransaktionen eher undeutlich: eine kleine Textbox auf der Verpackungsrückseite klärt über mögliche Folgekosten auf. Vor allem für unerfahrene Videospieler – oder eher branchenfremde Käufer wie Eltern oder Großeltern – waren die Informationen zu versteckt auf den Verpackungen angebracht. 

Besonders beliebt sind Mikrotransaktionen in sogenannten Free-2-Play-Games, also in Spielen, die in der Grundversion kostenlos spielbar sind. Spieler können durch den Einsatz von Echtgeld virtuelle Items wie Skins, Emotes oder Logos erstehen.

Der große Erfolg von in-Game-Käufe hat dazu geführt, dass Publisher auch bei Vollpreistiteln vermehrt auf Mikrotransaktionen setzten, um die Gewinnmarge von Videospielproduktionen zu erhöhen. Weil virtuelle Items wie Lootboxen seit langem umstritten sind, ist die Einführung eines neuen Informationssymbols seitens der PEGI konsequent.


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André Volkmann ist Journalist mit Schwerpunkten in den Bereichen Lokalnachrichten und Spiele-Journalismus.

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