Outer Rim: Neues Star Wars Brettspiel angekündigt

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Der legendäre Äußere Rand ist eine der größten Hauptregionen in George Lucas‘ Sci-Fantasy-Welt und gleichzeitig eine der am wenigsten erforschten. Das soll sich nun ändern, zumindest wenn es nach Fantasy Flight Game geht: der US-amerikanische Spieleverlag mit Sitz in Minnesota hat jüngst das Star Wars Brettspiel „Outer Rim“ angekündigt, das Spieler in die Fußstapfen von Schmugglern, Söldner und Kopfgeldjägern schlüpfen lässt.
Die Veröffentlichung der englischsprachigen Version ist für das zweite Quartal 2019 vorgesehen.


Schaltkollaps vor lauter Aufregung

So manche Meldung kommt überraschend. Das trifft auch auf die Ankündigung des neuen Star Wars Brettspiel „Outer Rim“ durch Fantasy Flight Games zu. Der Titel ist eine eigenständige Produktlinie und damit weder ein Zusatzinhalt noch eine Erweiterung für bisher erschienene Star Wars Brettspiele wie beispielsweise Star Wars Imperial Assault oder Star Wars Rebellion (zur Brettspiel-Rezension von Star Wars Rebellion). Dennoch scheint das strategische Brettspiel sich bezüglich Materialgestaltung und Grundmechaniken eng an Star Wars Rebellion anzulehnen.

Auffälligste Neuerung ist die Möglichkeit, „Outer Rim“ als Solo-Spiel anzugehen, um der berüchtigtste Schurke des Äußeren Randes zu werden. Star Wars Outer Rim richtet sich an 1 bis 4 Spieler, die in die Rollen von Unterweltbewohner schlüpfen, um sich aufzumachen, das Schicksal der Galaxis zu verändern – oder zumindest nach Ruhm und Reichtum zu streben.

Der "Outer Rim" ist weit entfernt von den "Schatten der Wolkenkratzer von Coruscant". Bild FFG
Der „Outer Rim“ ist weit weit entfernt von den „Schatten der Wolkenkratzer von Coruscant“: eine Ansammlung von Abschaum und Verkommenheit. Bild FFG

In die Fußstapfen eines Schurken zu schlüpfen ist nicht gänzlich neu im Universum der Star Wars Brettspiele, Ähnliches gab es immerhin auch schon bei dem Miniaturenspiel X-Wing oder den Erweiterungen des taktischen Brettspiels Imperial Assault. So konsequent auf die Fraktion der Gesetzlosen ausgerichtet war bisher allerdings noch keiner der Titel.

Wichtigstes Utensil wird für Spieler ihr persönliches Raumschiff sein, das auf dem Tisch die Gestalt einer Spielertafel einnehmen wird. Das Raumschiff dann auch ausrüsten zu können, ist einer der unverzichtbaren – und spannenden – Mechaniken bei „Outer Rim“. Gleichzeitig lässt dieses System den Autoren Corey Konieczka und Toby Fanchi die Freiheit, zukünftig kleinere und größere Erweiterungen zu entwerfen.

Die persönliche Spielertafel ist der Dreh- und Angelpunkt des Abenteuers. Bild: FFG
Die persönliche Spielertafel ist der Dreh- und Angelpunkt des Abenteuers. Bild: FFG

Die Spielertafel gibt Auskunft über den im Spielverlauf angesammelten Ruhm, bietet Platz für bekannte Charaktere aus dem Star-Wars-Universum und sorgt mit verfügbaren Ausrüstungsslots für jede Menge Optimierungspotenzial.

Ihren Rum mehren sollen Spieler auf unterschiedliche Weise: durch die Erledigung von Aufträgen, durch das Erfüllen von individuellen Charakterzielen, durch den Transport von illegaler Fracht, aber auch durch die Anschaffung von Luxusgegenständen und das Einstreichen von Kopfgeldern. Wenn die Mechaniken funktionieren und sinnvoll ineinandergreifen, könnte Spielern mit „Star Wars Outer Rim“ der nächste große Strategietitel aus dem Hause Fantasy Flight Games bzw. Asmodee zur Verfügung stehen.

Natürlich nimmt Han Solo Platz auf dem Pilotensitz des "Rasenden Falken". Bild: FFG
Natürlich nimmt Han Solo Platz auf dem Pilotensitz des „Rasenden Falken“. Bild: FFG

Schrittweise werden Spieler über mehrere Spielrunden die Planeten des Äußeren Randes erkunden, sich einen Weg durch gefährlich Hyperraumrouten bahnen und Begegnungen mit todbringenden Feinden – etwa anderen Verbrechern oder Raumpatrouillen – möglichst vermeiden.

Star Wars Outer Rim“ bietet Spieler eine völlig neue Perspektive auf das Brettspieluniversum. Statt wie bisher auf Seiten des Imperiums, der Rebellenallianz oder der Verbrechersyndikate zu kämpfen, reisen Spieler als „Outlaws“ auf eigene Faust durch die Galaxis: die genannten Fraktionen stehen Spielern dabei ebenso feindlich gegenüber wie die Raumanomalien selbst, etwa in Gestalt gefährlicher Mahlströme. Bisweilen kann sich ein Gefecht gegen patrouillierende Gegner dennoch lohnen, dennoch das besiegen starker Feine kann auch das Ruhmeskonto füllen. „Outer Rim“ scheint voller taktischer Entscheidungen zu stecken – und weil das Spiel auch komplett allein gespielt werden kann, dürfte auch für Solo-Spieler abendfüllende Unterhaltung garantiert sein.

Neben ausrüstbaren Raumschiffen stehen ikonische Charaktere als Piloten zur Verfügung. Bid: FFG
Neben ausrüstbaren Raumschiffen stehen Spielern ikonische Charaktere aus Star Wars als Piloten zur Verfügung. Bid: FFG

In coolen Raumschiffen durch den Äußeren Rand zu fliegen ist gut, noch besser wäre allerdings, all diejenigen Figuren als Piloten einsetzen zu können, die Fans im Laufe der vergangenen Jahrzehnte kennen- und liebengelernt haben: natürlich wird auch das bei „Star Wars Outer Rim“ möglich sein. Neben klassischen Figuren wie Han Solo, Lando Calrissian und Boba Fett werden auch moderne Charaktere wie Jy Erso oder Doctor Aphra verfügbar sein. Und auch hier gilt: Potenzial für Erweiterungen ist reichlich vorhanden.

Der Clou: Jeder der Charaktere wird individuelle, der Figur entsprechende Zielbestimmungen mitbringen, die Spieler im Laufe der Partie erfüllen. So soll Lando Calrissian ein Vermögen durch den Transport von Schmuggelware anhäufen, Jyn Erso wird dagegen eine Imperiale Einrichtung sabotieren müssen. Wird ein Ziel erfüllt, steigt nicht nur das Ruhmeskonto, sondern der Charakter schaltet eine mächtige Spezialfähigkeit frei, etwa das Neurollen eines Würfels oder eine höhere Reichweite. Auch das eröffnet Raum für taktische Finessen: Schalte ich schnelle eine Fähigkeit frei oder widme ich mich erst anderen Aufgaben, die mir schneller Punkte bringen?

Das Material erinnert an bisher erschienene Star Wars Brettspiele, d.h. allerdings auch, dass "Outer Rim" toll illustriert sein wird. Bild: FFG
Das Material erinnert an bisher erschienene Star Wars Brettspiele, d.h. allerdings auch, dass „Outer Rim“ toll illustriert sein wird. Bild: FFG

Zusätzliche Strategien kommen dann durch weitere Besatzungsmitglieder ins Spiel, die ihrerseits über spezielle Fähigkeiten verfügen. Weil auf die Ko-Piloten allerdings auch Kopfgelder ausgesetzt werden könnten, das andere Spieler dann einstreichen wollen, gilt es, seine Crew zu verteidigen. An dieser Stelle werden spannende Interaktionen „erzwungen“ – auch, weil eine „Verhandlung“ über den Umgang mit der Crew sich lohnen kann…

Jeder Ort im „Outer Rim“ bietet unterschiedliche Konditionen, die durch den Einsatz von Begegnungskarten Einzug in das Spielgeschehen halten. Auch hier werden von Spielern wieder Entscheidung eingefordert. Dass all die „Encounter“ an Geschehnisse im Star-Wars-Universum angelehnt sind, ist selbstverständlich. Begegnungen erfolgreich zu meistern bringt wertvolle Ruhmespunkte, ein Misserfolg wirkt sich dagegen negativ auf den Zustand des Raumschiffs aus oder ruiniert den Ruf des Spielers.

Los geht es im zweiten Quartal 2019, dann nämlich soll die englischsprachige Version aus dem Hause Fantasy Flight Games erscheinen. Die deutsche Version von „Star Wars Outer Rim“ wird wie gewohnt bei Asmodee erscheinen, vielleicht im dritten oder vierten Quartal 2019.


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About Author

André Volkmann ist Journalist mit Schwerpunkten in den Bereichen Lokalnachrichten und Spiele-Journalismus.

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