Preview: Mount&Blade 2: Bannerlord

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Lesezeit: 5 Minuten

Im Rahmen der gamescom hat uns TaleWorlds – das türkische Entwicklerteam hinter Mount&Blade 2 – als Gast empfangen, uns 20 Minuten lang in den Single- und Multiplayer reinspielen lassen (was viel zu kurz ist, für ein so umfangreiches Spiel) und uns im Anschluss auch noch einige Fragen beantwortet. Um den Ersteindruck in einigen Adjektiven zusammenzufassen: groß, schön, komplex.  

Was mussten die Fans von Mount&Blade lange warten, ganze SIEBEN!!! Jahre hat es gedauert, bis TaleWorlds den Release Termin von Mount&Blade 2: Bannerlord veröffentlicht hat: die Early Access Version erscheint im März 2020 in Steam.

Der Mutiplayer-Modus

Im öffentlichen Bereich der gamescom in Köln dürfen sich alle Fans des Mittelalterspiels – was übrigens komplett ohne Fantasy auskommt – in eine Multiplayer-Schlacht stürzen. Der Modus erinnert dabei an EA’s Battlefield, es gibt drei Flaggen auf einer Karte, die erobert und gehalten werden müssen. Dabei bekämpfen sich zwei Fraktionen, die vom Äußeren an eine europäische und eine orientalische Armee erinnern. Die Spieler wählen dabei vor Kampfbeginn eine Klasse aus (Infanterie, Fernkämpfer oder Kavallerie) und führen eine Gruppe von NPCs ins Feld, diese haben die selbe Klasse wie der Spieler. Stirbt man, kann man – sofern man noch welche übrig hat – als ein NPC aus seiner Truppe erneut spawnen. Die computergesteuerten Mitspieler kann man durch allerhand Befehle (sowohl im Single- als auch im Multiplayer) über das Schlachtfeld jagen. Das reicht von einfachen „Halt“, „Geht dort hin“, „Folgt mir“ Befehlen über verschiedenen Kampfformationen, unter anderem auf dem berühmt berüchtigten „Shield Wall“ bis hin zu „Angriff nach eigenem Ermessen“ oder „Angriff nur nach Befehl“. Nach dem eine Fraktionen alle Soldaten der anderen eliminiert hat, ist die Schlacht vorbei und es gibt einen Gewinner. Der Multiplayer-Modus bietet – statt jetzt zumindest – keine wirkliche Langzeitmotivation. Es gibt kein Progressions-System, keinen Loot oder andere Mechaniken die ähnliche Spiele wie Mordhau zum Beispiel mitbringen. Dieser Spielmodus scheint also eher eine nette Dreingabe zu sein, er soll auch nicht in Verbindung mit dem Singleplayer-Modus stehen, zur Enttäuschung aller Coop-Freunde. Die gute Nachricht ist, wie im ersten Teil wird das Spiel vollen Mod-Support erhalten, sodass  die eifrige Community vielleicht nach Release eine Coop-Mod entwickeln wird.

Wenn euch die Mehrspieler-Schlachten Lust auf mehr gemacht haben, könnt ihr euch hier für die closed Beta bewerben: beta.taleworlds.com

Mehr vom bewehrten im Singleplayer-Modus

Den Singleplayer-Modus durften wir wie eingangs erwähnt unter Ausschluss der Öffentlichkeit gut 20 Minuten lang anspielen, das ist natürlich viel zu kurz um ein umfangreiches Bild des Spiels wiederzugeben, sodass wir euch hier einen kurzen Eindruck schildern und ein paar der uns gegebenen Infos mit euch teilen möchten.

Die Anspiel-Session begann in etwa im Midgame. Wir hatten schon einige Gefolgsleute und waren auch nicht zu schlecht ausgerüstet. Auf der Karte starteten wir ungefähr in der Mitte des Kontinents Calradia, welcher nebenbei erwähnt riesig ist. Die Map wird ganze 24!!! mal größer sein als die Alte. Keine Angst: die Karte wird nicht leer bleiben, es gibt ein Haufen neuer Städte, Fraktionen, Dörfer, Produktionsstandorte und auch verschiedene Klimazonen. Es soll wohl eisige Gebirge, sonnige Küsten, Wüsten und auch Sumpfgegenden geben. Die Umgebungen und auch das Wetter haben nicht nur Einfluss auf die möglichen Güter und Produktionen auf die Landstriche, sondern auch auf euch und euer Gefolge. Ein Charakter der aus dem Norden stammt und die Kälte gewohnt ist, wird es schwieriger in der Wüste haben, als ein Recke der in einer Wüsten-Umgebung aufgewachsen ist und umgekehrt. Obwohl es ein Meer gibt, werden wir leider keine Schiffe benutzen können. Aber zurück zum Anspielen. Uns wurde von den Entwicklern geraten doch mal eine Festung zu belagern, schließlich ist die neue Spielmechanik der Belagerungen großartig und bietet viele Möglichkeiten wie ich eine Festung einnehmen kann. Mit unserem Heer von schlappen 71 Soldaten sind wir gegen eine Burg mit mehr als 200 Soldaten nicht besonders gut aufgestellt. Also musste erstmal Verstärkung in unsere Reihen und da bietet sich ja das Dort nebenan hervorragend an um ein paar willige Söldner zu rekrutieren. Blöd nur, dass mein Ansehen bei den Herren im negativen Bereich ist und sie mir keine ihrer Söldner überlassen wollen. Was macht ein grausamer Herrscher bei so einer Beleidigung? Natürlich, er überfällt kurzerhand das Dorf in dem die Söldner hausen. So kam es also zum Kampf zwischen unseren 71 erfahrenen Kriegern und den 64 eher unerfahrenen Söldnern. Die Infanterie nach vorn im Schildwall, die Bogenschützen dahinter und keine 30 Sekunden später lagen die Söldner am Boden. Übrigens: die Städte sehen um einiges schöner aus als noch im Vorgänger. Nachdem wir nun die Gegner besiegt und das Dorf geplündert hatten, hatten wir zwar immer noch keine größere Armee, immerhin aber mehr Ausrüstung die wir verkaufen können. Leider haben wir es auch später nicht mehr zu einer Belagerung geschafft, die Option dazu lies sich leider nicht auswählen, warum ist uns nicht klar. Letztendlich wurden wir von einer riesigen Streitmacht des Lords dessen Dorf wir ausgeraubt hatten im Kampf besiegt, unser Held gefangen genommen und damit war die Zeit leider schon rum.

Was haben wir noch über das Spiel erfahren, welches in den wenigen Minuten die wir es spielen durften bereits sehr viel Spaß gemacht hat? Laut den Entwicklern spielen die sogenannten „Companions“ eine wichtige Rolle im Verlauf des Spiels. Diese sind enge Verbündete, die mir uns reisen und kämpfen. Man kann ihnen wohl außerdem auch Aufgaben zuteilen, die sie dann für uns erledigen, das sind beispielsweise Handels- oder Kampfaufträge. Es wird wohl auch möglich sein, das Spiel zu beenden ohne dass man jemals selbst je in einem Kampf gekämpft hat, Geld und Einfluss machen dies möglich. Eine Spielweise als Händler würde dies ermöglichen. Das Wirtschaftssystem ist dynamisch, kauft ihr beispielsweise alle Pferde einer Region, wird der Preis für diese drastisch steigen und ihr könnt diese für teures Gold wieder verkaufen. Für alle die gerne Quests erledigen gibt es natürlich auch etwas: neben einer Tutorial Kampagne kann man für viele Leute Aufträge erledigen, wodurch man sich Geld und Einfluss verdient. Nach der Veröffentlichung soll es nach einiger Zeit auch Content-DLCs geben, die das Spiel um weitere Möglichkeiten erweitern, welche Inhalte das sind wollten uns die Entwickler leider noch nicht verraten.

Für wen ist das Spiel also etwas und wer sollte lieber die Finger davon lassen? Wie ihr es wahrscheinlich schon rausgelesen habt, sollte man dieses Spiel lieber nicht spielen, wenn man eine gradlinige Story sucht, da können wir euch Kingdom Come: Deliverance ans Herz legen, auch ein Mittelalter RPG komplett ohne Fantasy, allerdings mit wesentlich weniger Sandbox Elementen. Für Spieler die gerne ihre Freiheit genießen, rumprobieren wollen, mal jemand Guten, mal jemand Bösen spielen wollen, gerne entdecken und ihre Kreativität ausleben wollen ist es genau das richtige. Allein im ersten Teil konnte man locker 100 Stunden und mehr versenken, das geht in Mount&Blade 2: Bannerlord vermutlich noch viel besser, da es noch komplexer, noch größer und noch schöner ist als der Vorgänger.

Wie anfangs erwähnt könnt ihr den Multiplayer-Part auf der gamescom noch bis zum 24. August spielen.

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