Beeinträchtigt das Vorhandensein mehrerer Bankkonten Ihre Kreditwürdigkeit?

Lesezeit: 3 Minuten

Sobald ein Giro- oder Geschäftskonto eröffnet wird, erfolgt eine Meldung darüber bei der Schufa. Das ist soweit Standard und damit gewöhnlich. Aber warum erfolgt von den Banken und Finanzinstituten bei der Beantragung eines Kontos eine Schufaanfrage? Wie lange sind die Einträge dort vorhanden und wie wirkt sich ein Girokonto auf die Bonität aus?


Jedes Girokonto fällt ins Gewicht

Von rund 67,7 Millionen Deutschen hat die Schufa nach eigenen Angaben Daten gespeichert, die von 9.500 Unternehmen abgerufen werden können. Darunter befinden sich Banken, Telekommunikationsgesellschaften, Energieversorger und Unternehmen, die im stationären oder Online Handel tätig sind.

Die Einzigen, die keine Schufa-Abfrage durchführen, wenn Sie ein Konto eröffnen möchten, sind Online Casinos. Diese belohnen Sie sogar noch mit einem 10 Euro gratis Bonus, der oft für die Registrierung gewährt wird. Mit diesem können Sie dann spielen, ohne eine Einzahlung zu tätigen. Später für die Einzahlung und die Auszahlung der Gewinne wird allerdings ein Girokonto oder eine Kreditkarte benötigt, die auf den Namen des Spielers läuft.

Um es einmal auf den Punkt zu bringen: Ohne Girokonto funktioniert heutzutage nichts mehr. Es wird für Lohn- und Gehaltszahlungen, Mietzahlungen, Versicherungen und Nebenkostenabrechnungen und viele andere Dinge benötigt.

Nach eigenen Angaben sammelt die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ – kurz Schufa – die Daten nicht aus reiner Neugier, sondern im Sinne der Verbraucher. Die Schufa erklärt, dass von ihr 2018 insgesamt 9,2 Prozent aller Personen im Datenbestand über mindestens einen negativen Eintrag verfügten.

Das Girokonto und die Schufa

In Bezug auf das Girokonto ist zu sagen, dass die Bank bei der Schufa folgende Informationen nach der Eröffnung des Kontos hinterlegt:

  • Datum des Eintrags
  • Die Bank
  • Kontonummer
  • Die Kreditkarte (wenn vorhanden)

In der Regel wirken sich diese Daten nicht negativ auf den Schufa-Score aus, sofern nur ein Girokonto besteht. Es ist jedoch nicht ganz klar, ob sich zwei Konten, die zeitgleich geführt werden, im Score negativ bemerkbar machen. Der Grund ist, dass die Schufa die Formel zur Ermittlung des Scores nicht offenlegt. Dies wurde bereits oftmals bemängelt und so auch von den Initiatoren des Projektes „Open Schufa“.

Nach einem öffentlichen Aufruf werteten Journalisten die Auskünfte von rund 2.000 Verbraucher anonym aus. Die repräsentative Untersuchung ergab, dass Bankkunden, die mehrere Girokonten führen, tendenziell in Hinsicht auf die Rückzahlwahrscheinlichkeit schlechter von der Schufa eingestuft wurden als andere.

Bei der Kontoeröffnung sollte man ohnehin aufmerksam sein.

Bei der Kontoeröffnung sollte man ohnehin aufmerksam sein.

Die potenzielle Nutzung der Dispokredite könnte eine mögliche Begründung sein. Führt ein Verbraucher mehrere Konten, dann stehen ihm damit theoretisch mehrere Dispokredite zur Verfügung. So könnte bei der einen Bank ein Dispokredit von 2.000 Euro bestehen und bei einer anderen von 3.500 Euro.

Allerdings weiß die Schufa nicht, ob der Verbraucher seine Konten tatsächlich überzieht. Denn die Auskunft erklärte auf Nachfrage eines Online Portals, dass die Banken genutzte Dispokredite nicht melden. Doch zahlt der Bankkunde nach zweimaliger Mahnung den Dispokredit bis zur Frist nicht zurück, dann wird das der Schufa mitgeteilt. Das erfolgt aufgrund der „fälligen und mehrfach angemahnten Forderungen“. Durch diese Forderung kommt es dann zu einem negativen Eintrag.

Erhält die Schufa Informationen zum Kontostand?

Sofern der Verbraucher nur hin und wieder im Minus ist, muss er nicht befürchten, dass eine negative Eintragung in der Schufa erfolgt. Nach eigener Auskunft der Schufa verfügt diese nicht über Informationen zum Kontostand und Vermögen der Kontoinhaber. Sollte jedoch eine langfristige Überziehung des Kontos vorliegen und der Dispokredit trotz Aufforderung der Bank nicht zurückgezahlt werden, dann muss damit gerechnet werden, dass es zu einem negativen Eintrag kommt.

Einträge über das Girokonto bzw. die Girokonten bestehen bis zur Auflösung des Kontos. Sofern der Verbraucher die Bank wechselt, meldet die alte Bank, dass das Konto aufgelöst wurde, und das neue Konto wird eingetragen.

Fazit zu Girokonten: Weniger ist mehr, wenn es um die Schufa geht

Es ist nicht unbedingt ratsam, über fünf Girokonten zu verfügen. Diese Aussage wird sogar von der Schufa bestätigt. Die Kontenvielfalt wird von der Schutzgemeinschaft als Unbeständigkeit gedeutet und ist für sie ein Hinweis darauf, dass bereits mehrmals der Wohnort gewechselt wurde, wodurch die Person später womöglich schwerer zu finden ist. Zudem besteht die Gefahr, dass der Kontoinhaber nicht nur eines, sondern sogar im extremen Fall mehrere Konten gleichzeitig überzieht.

Aber auch mehrere Kreditanfragen stellen keine gute Idee dar und auch sie können, ebenso wie mehrere Girokonten, für eine Schufa-Abfrage einen negativ Punkt darstellen. Der Grund ist, dass die Finanz- und Kreditinstitute bei der Schufa eine Abfrage durchführen und sich über die Kreditwürdigkeit des Antragstellers informieren. Jegliche Anfrage wird dort gespeichert und kann später zu einer Beeinträchtigung der Kreditwürdigkeit führen. Sollte eine Bank den Kreditantrag ablehnen, bei der ohnehin der Kredit nicht aufgenommen werden sollte, dann ist der Negativeintrag dennoch vorhanden.


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