Ich hätte Anfang 2024 nicht gedacht, dass mich die Neuerscheinung Captain Flip so begeistern würde. Das einfache Spielprinzip hatte damals schon mit „nur“ vier spielbaren Abenteuertafeln eine süchtig machende Wirkung. Zwei Jahre später gibt es nun nach dem Kraken die erste „richtige“ Erweiterung.
Eine Insel und vier Tafeln
Auf der Isla Bomba findet man als Plättchen liebender Piratenkapitän 4 neue Abenteuertafeln und 5 Schatzkarten, die alle ihre neuen Eigenheiten mitbringen. Die Schatzkarten knüpfen ihren Bonus nun an Bedingungen und geben meist auch mehr Münzen. So kann man jetzt zum Beispiel Münzen klauen oder bekommt, je länger man die Schatzkarte hat, mehr Münzen. Die verwunschene Schatzkarte verhindert, dass man Plättchen umdrehen darf, bringt aber auch 2 Münzen pro Zug. Ebenfalls zwei Münzen gibt es mit der Glücksspielschatzkarte. Diese gibt es aber nur, wenn man im Zug vorher keine Münzen erhalten hat.
Die Abenteuertafeln bieten neben bekannten Effekten für das Füllen von Spalten und jetzt auch Zeilen alle besondere Eigenschaften mit. Die Sternwarte fokussiert sich zum Beispiel auf die 2 Schatzkarten, die es in Partien mit dieser Abenteuertafel gibt. Mit dem Gefängnis kennt man zwei Charaktere, die man vielleicht im Laufe der Partie platzieren kann, von Anfang an.
Meer ist Meer
Captain Flip hält sich für mich auch nach zwei Jahren noch konstant sehr weit oben in meinem persönlichen Spieleranking. Auch nach mehreren Dutzend Partien ist mir das Grundspiel immer noch nicht langweilig oder zu eintönig geworden. Gebraucht hätte ich Isla Bomba also eigentlich nicht.
Und trotzdem ist es genau das Richtige, was das Spiel für mich nochmal aufwertet. Ohne das Spiel mit nennenswert neuen Regeln unnötig zu verkomplizieren bringt es einfach mehr von dem, was man im Spiel schon hat. Die Tafeln sind schon im Grundspiel der treibende Aspekt, der neben den immer neuen Kombinationen der gezogenen Plättchen für Abwechslung sorgt. Hier nun doppelt so viel Auswahl mit vielen abwechslungsreichen Effekten zu haben, ist ein absolutes Plus. Auch die neuen Schatzkarten sind (insbesondere nochmal hervorgehoben durch die Sternwarte) ebenfalls eine tolle Ergänzung.
Wer Captain Flip noch nicht kennt, ist sicher mit dem Grundspiel alleine schon sehr gut bedient, um lange viel Spielspaß zu haben. Wer allerdings viel und regelmäßig neue Piraten-Crews zusammenstellt, bekommt mit der Erweiterung genau das richtige „Meer“.

Infos zu Captain Flip – Isla Bomba
| Personenzahl: 2 bis 5 Personen Alter: ab 8 Jahren Spielzeit: 20 Minuten Schwierigkeit: Familienspiel Langzeitmotivation: sehr gut Mechaniken: Plättchenlegespiel, Push your luck Spielidee: Paolo Mori, Remo Conzadori Illustrationen: Jonathan Aucomte Verlag: PlayPunk; dt. Ausgabe Asmodee Offizielle Website: Captain Flip – Isla Bomba Erscheinungsjahr: 2026 Sprache: deutsch Kosten: ca. 15 Euro |


