Mit dem ersten „Dark Case“, in dem ein „tiefer Fall“ untersucht werden musste, hatte der Gmeiner Verlag im Jahr 2022 ein sehr gutes Krimispiel abgeliefert. Damals war es für mich noch eines der Krimispiele seiner Art. Nach rund drei Jahren und etwa 20 weiteren gespielten Krimispielen meinerseits gibt es nun endlich einen zweiten „Dark Case“. Kann der Fall die hohe Qualität des Vorgängers halten oder sogar noch übertreffen?
Der Trend um Krimispiele reißt einfach nicht ab. Zwischen viel Durchschnitt gibt es dann auch immer wieder sehr gute Fälle. Rückblickend zählt zu diesen sehr guten Fällen auch der erste „Dark Case“. Durch die lange Zeit, die seit der Veröffentlichung vergangen war, hielt ich diesen aber für einen „Einzelfall“. Umso schöner war es, dass im letzten Jahr dann doch ein Nachfolger erschienen ist, den ich nun testen konnte.
Klassischer Ablauf
„Eine vermisste Bürgermeisterin, von der es seit 48 Stunden kein Lebenszeichen gibt, eine bis auf die Grundmauern niedergebrannte Scheune mitten im Wald und zwischen den Trümmern ein toter Mann mit schwersten Verbrennungen! Kein Wunder, dass das jährliche Johannisfeuer des Burschenvereins im beschaulichen Städtchen Hagenkirchen zur Nebensache gerät und die örtliche Polizeibehörde vor einem Rätsel steht …“
Mit dieser Ausgangslage werden die Spielenden zu Spielbeginn konfrontiert. Die wie immer überforderte Polizei muss nun von uns unterstützt werden. Dafür steht den Spielenden eine bunte Mischung an Beweisen und Dokumenten zur Verfügung, die von Zeitungen über Tatortberichte bis hin zu Zeugenaussagen reicht Auch digital muss natürlich ein bisschen ermittelt werden.
Neben der finalen Lösung des Falls müssen natürlich auch ein paar Zwischenfragen geklärt werden, damit für die große Auflösung des Falls am Ende alle Informationen vorliegen. Viel mehr lässt sich zum Spielablauf auch eigentlich nicht sagen, da es eben genau der klassische Ablauf ist, wie man ihn aus so vielen anderen Krimispielen kennt.

Infos zu Dark Cases – Feuerfest
| Personenzahl: 1 bis 6 Personen Alter: ab 14 Jahren Spielzeit: 90 bis 150 Minuten Schwierigkeit: Krimispiel Spielidee: Tobias Kühnlein, Mona Dengler Illustrationen: Tobias Kühnlein, U.O.R.G. Lutz Eberle Verlag: Gmeiner Verlag Offizielle Website: Dark Cases – Feuerfest Erscheinungsjahr: 2025 Sprache: deutsch Kosten: 20 Euro |
Fazit
Der zweite Teil der hoffentlich in naher Zukunft noch mehr Teile umfassenden Dark-Cases-Reihe macht genau da weiter, wo der erste Teil aufgehört hat, und macht sogar ein paar Sachen noch besser. Das Setting und die Personen wirken etwas „lebendiger“. Es scheint, als wäre man nach dem ersten Teil, der noch etwas konservativer war, nun mit noch mehr Selbstbewusstsein und Spaß an die Sache herangegangen.
Der Fall an sich ist auch toll aufgebaut. Nach und nach wühlt man sich durch das ganze Spielmaterial, findet neue Hinweise und schafft es, die verstrickten Beziehungen und Verhältnisse im Dorf Hagenkirchen zu entwirren. Am Ende kommen alle Erkenntnisse zu einer absolut stimmigen Auflösung des Falls zusammen.
Auch das Spielmaterial tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Alles ist ansprechend und fehlerfrei gestaltet. Da nichts zerstört wird, lässt sich das Spiel nach einer Partie auch gut weitergeben.
Bei der Spielzeit lagen wir zu zweit auch wieder genau im angegebenen Zeitrahmen und waren nach etwas über 90 Minuten mit unseren Ermittlungen am Ende und konnten den Fall auflösen.
Feuerfest bietet Krimispielunterhaltung auf Top-Niveau. Bitte noch mehr „Dark Cases“.
Eternitium*
*Affiliate-Link: Bestellst Du über den Link, erhalten wir eine kleine Provision.
Eternitium

