Im vergangenen Jahr gab es bei Ornament Games gleich zwei Neuheiten mit Zeitreise-Thema. Die Kleinere hat jetzt eine kleine Erweiterung erhalten: für den Deckbuilder Eternitium gibt es jetzt Karten der „Next-Gen“. Was man von der Erweiterung erwarten kann und für wen sie sich lohnt besprechen wir in dieser Rezension.
Einer meiner wenigen Kritikpunkte am Grundspiel Eternitium war die etwas limitierte Anzahl unterschiedlicher Technologien. Mit der Next-Gen-Erweiterung kommen nun je 3 neue Basis- und fortgeschrittene Technologien dazu, die man einfach mit in die jeweiligen Decks mischen kann. Alternativ kann man auch die Gesamtanzahl Technologien im Spiel gleich halten und einfach drei Technologien aus jedem Deck aus dem Spiel nehmen.
Mit den neuen Karten aus der Next-Gen kann man sich außerdem neuen Missionen im Solomodus stellen. Zu den zehn Missionen aus dem Grundspiel kommen mit der Erweiterung fünf neue Missionen hinzu.
Eine gute Ergänzung?
Die Technologien der Next-Gen bringen neue Effekte mit, die sich vom Spielgefühl nahtlos zu denen im Grundspiel gesellen. Mir gefällt sehr, dass fünf der sechs Effekte nicht auf negative Interaktion ausgelegt sind, sondern eher das eigene Spiel stärken. Tauscht man entsprechende Technologien des Grundspiels aus, lässt sich so wahlweise ein chaotischeres oder planbares Spielerlebnis schaffen.

Welche Variante man mit den neuen Karten wählt, hängt im Endeffekt davon ab, welche Spielweise man bevorzugt. Für mich fühlt es sich in der „freundlichen“ Variante (ohne z. B. die Angriffs-Drohne) einfach etwas besser an.
Die neuen Solomissionen 1-3 fokussieren sich vor allem auf die neuen Karten. Gerade um deren Effekte kennenzulernen lohnt sich hier eine schnelle Partie alleine. Besonders gefällt mir aber die vierte Mission. Hier muss man gespielte Technologien sofort zerstören und durch eine Technologie der entsprechenden Art aus der Auslage ersetzen. So entwickelt sich ein sehr interessantes Puzzle, ob man manche Karten in einem Zug lieber zurückhält, um den Effekt wirkungsvoller in einem späteren Zug einsetzen zu können, wenn die Auslage gerade nichts gleichwertiges bietet.
Mit der Erweiterung Next-Gen kommt einfach ein bisschen „mehr“ ins Spiel. Die generelle Richtung, eher das eigene Spiel in den Fokus zu nehmen, gefällt mir bei den Effekten sehr gut. Wem das Spiel gefällt, der kann auch mit der Erweiterung absolut nichts falsch machen. Als Ergänzung zum Grundspiel bringt „Next-Gen“ etwas mehr Abwechslung in den Technologien, die in einem Deckbuilder nie schlecht ist.
Infos zu Eternitium Next-Gen
| Personenzahl: 1 bis 5 Personen Alter: ab 10 Jahren Spielzeit: 20 bis 30 Minuten Schwierigkeit: Kennerspiel Langzeitmotivation: gut Mechaniken: Deck Building, Push-your-luck Spielidee: Thomas Carlier Illustrationen: Baptiste Perez Verlag: Haumea Games, dt. Ausgabe: Ornament Games Offizielle Website: Eternitium Next-Gen Erscheinungsjahr: 2025 Sprache: deutsch Kosten: 6,50 Euro |
Eternitium*
*Affiliate-Link: Bestellst Du über den Link, erhalten wir eine kleine Provision.
Eternitium

