Das Spieledesigner-Paar Shei S. und Isra C. haben schon zahlreiche Spiele zusammen entwickelt. Besonders bekannt sind darunter ihre Spiele „Die Rote Kathedrale“ oder „Die weiße Burg“, die beide im Original bei Devir und auf Deutsch bei Kosmos erschienen sind. Letztes Jahr zur Essen Spiel erschien ihre 2-Personen-Neuheit Flatiron bei Ludonova. Auf Deutsch erschien es dieses Jahr bei Pegasus Spiele. Wie sich das Spiel schlägt erfahrt ihr in der folgenden Rezension.
Das Flatiron ist ein berühmtes Hochhaus in Manhattan, in New York. Den Namen erhielt es durch seine außergewöhnliche dreieckige Form, die an ein altes Bügeleisen erinnert. Als eine von zwei Baufirmen sind wir am Bau des 1902 errichteten Gebäudes beteiligt und möchten besonders hervorstechen. Dazu müssen diverse Aufgaben erfüllt, Verordnungen der Stadt eingehalten werden. Der Ruf in der Öffentlichkeit sollte dabei ebenfalls bedacht werden. Wer die meisten Siegpunkte am Ende sammelt, gewinnt.
Simples Platzieren & Aktionen ausführen
Flatiron ist ein 2-Personen-Worker Placement/Tableau-Building-Spiel, indem wir die Kontrolle über eine von insgesamt vier im Spiel enthaltenen Baufirmen übernehmen. Jede einzelne Baufirma unterscheidet sich dabei geringfügig von den anderen. Das Grundprinzip des Spiels ist dabei verhältnismäßig simpel. In unserem Zug bewegen wir unsere Spielfigur und führen eine Aktion am Ort der Figur aus. Anschließend ist der Gegenspielende an der Reihe. Das Spiel dauert so lange, bis das Dach (bzw. das 5. Plättchen) des Flatiron gebaut worden ist. Dann folgt die Auswertung – wer die meisten Punkte besitzt gewinnt.
Am Anfang unserer Runde bewegen wir unsere Figur auf eine von 5 möglichen Orten. Es gibt die vier Straßen um das Flatiron, sowie das Rathaus. Unsere Figur können wir dabei nicht auf dasselbe Feld wie die gegnerische Figur stellen. Außerdem muss sich unsere Figur von ihrem aktuellen Ort wegbewegen. Am Ort angekommen können wir eine von drei möglichen Aktionen wählen. Entweder können wir eine Karte kaufen, Effekte ausführen oder 2 Dollar aus dem Vorrat nehmen. Die ersten beiden Aktionen unterscheiden sich je nachdem, ob wir sie an einer der Straßen oder im Rathaus ausführen.

Verbessern des eigenen Tableaus
An einer Straße können wir nur die oberste Straßenkarte erwerben. Diese besitzt zwei Effekte, wovon wir eine auswählen und die Karte so unter unser persönliches Tableau schieben, dass die gewünschte Aktion noch zu sehen ist. Das persönliche Tableau besitzt dabei 4 Bereiche, die alle 4 Straßen um das Flatiron kennzeichnen. Die Straßenkarten besitzen ebenfalls eine solche Kennzeichnung und geben damit an, an welche Straße diese beim Kauf hingesetzt werden muss. Insgesamt dürfen pro Straße nur drei Karten angelegt werden.

Das Rathaus besitzt sogenannte City-Hall-Karten (auf dem obigen Foto die braune Karte unten rechts). Diese dürfen unter eine beliebige Straße geschoben werden, gehören jedoch zum Limit der drei Karten pro Straße. City-Hall-Karten geben bestimmte Sammelbedingungen vor, um zusätzliche Siegpunkte am Ende des Spiels zu generieren. Dabei kann sich immer zwischen quasi zwei Intensitätsstufen entschieden werden. Eine die mehr und eine die weniger Punkte generiert.
Das große Effekte-Feuerwerk
Das Ausführen von Effekten bringt dann den Bau des Flatirons so richtig ins Rollen. Je nachdem auf welcher Straße wir uns befinden, aktivieren wir die auf unserem Tableau angegebenen Effekte, sowie die Effekte der untergeschobenen Karten derselben Straße. Ausgeführt werden diese von oben nach unten. Bedeutet, dass Karten, die unten unter das Tableau geschoben worden sind, als letztes aktiviert werden. Diese Effekte können verschiedene Ding beinhalten. Sie können Geld einbringen, den Kauf von Säulen ermöglichen und ebendiese auch im Gebäude anbauen, was Siegpunkte einbringt. Besitzt eine Etage drei Säulen, so kann auch eine neue Etage gebaut werden, was wiederum viele Siegpunkte einbringt.
Das Rathaus aktiviert keinen Effekt auf dem persönlichen Tableau, sondern besitzt eine Zeitung, auf der ein Effekt abgebildet ist. Möchte man am Rathaus einen Effekt aktivieren, so aktiviert man den Effekt der aktuell ausliegenden Zeitung. Diese Aktion kann jederzeit ausgetauscht werden, indem man als Spielender eigene Zeitungsplättchen aktiviert und somit mit der Zeitung am Rathaus eintauscht. Zeitungsplättchen erhält man, wenn ein Spielender eine bestimmte Punktzahl erreicht.

Die letzte mögliche Aktion der 2 Dollar aus dem Vorrat nehmen, kann man jederzeit als Ersatzaktion ausführen. Mit allen drei Aktionen baut man also sein persönliches Tableau nach und nach weiter auf, um anschließend mit den zusammengebauten Effekten Stockwerk für Stockwerk das Flatiron aufzubauen. Jedes einzelne Stockwerk besitzt dazu einen besonderen Effekt, der solange aktiv ist, wie das Stockwerk offen liegt. Das können Vergünstigungen sein, mehr Siegpunkte für bestimmte Effekte etc. Ist das Dach platziert worden, so endet das Spiel und die letzten Siegpunkte in Form der City-Hall-Karten und des eigenen Rufes der Firma (Daumen) werden zusammengerechnet. Wer die meisten Punkte besitzt, gewinnt das Spiel.

Infos zu Flatiron
| Spielerzahl: 1 – 2 Alter: ab 10 Jahren Spielzeit: 40 – 50 Minuten Schwierigkeit: Kennerspiel Klassifikation: Worker Placement Autor: Isra C., Shei S. Illustrationen: Weberson Santiago Verlag: Pegasus Spiele, Ludonova Offizielle Website: Link Erscheinungsjahr: 2025 Sprache: Deutsch Kosten: 29,99 € |
Fazit
Flatiron ist ein schnelles, spaßiges 2 Personen-Spiel, was öfters auf meinem Tisch landen könnte. Es ist ziemlich clever designt und man besitzt durchweg eine gute Übersicht über alle seine Möglichkeiten und wie man gut vorankommen könnte. Bei Flatiron ist gutes Taktieren und Platzieren in den richtigen Momenten gefragt. Timing spielt eine große Rolle und das macht wirklich Spaß! Zudem ist Flatiron erfrischend simpel. Eigentlich bewegt man einfach nur seine Spielfigur und entscheidet sich für eine von drei Aktionen. Für den Feierabend perfekt!
Das Spiel bietet zudem genug Abwechslung, damit es nicht zu schnell zu langweilig wird. Allein die 15 verschiedenen Etagen und ihre verschiedenen Zusatzeffekte bringen eine gute Rotation in die einzelnen Partien rein. Auch der Solo-Modus kann durchaus überzeugen. Besonders wichtig für mich, der gerne auch mal alleine nach dem Feierabend eine entspannte Runde spielt. Das Spiel gegen den Architekten Daniel Burnham funktioniert gut. Die Aktionen des automatischen Gegners bestrafen gerne mal unvorsichtige Momente und fühlen sich genau nach dem richtigen Mix aus Ärger und Gegenangriff meinerseits an. Das ist toll!
In den Testrunden mit immer anderen Personen konnte Flatiron auf jedenfall jeden einzelnen überzeugen. Es lohnt sich definitiv einen Blick auf das Spiel zu werfen. Für Päärchen, für Freunde oder auch wenn man einfach mal Solo was spielen möchte. Flatiron schafft es durchweg zu glänzen.
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