Nach dem Partyspiel Danger the Game startete mit Dicey Devices das erste große Spiel des noch jungen Verlages Origami Whale aus den USA auf Kickstarter. Und das gleich mit einem spaßigen und interessanten Thema. Als verrückte Wissenschaftler müssen wir uns gegenseitig ausschalten, denn nur einer kann die Welt beherrschen. Wie das Spiel so ist, erfahrt ihr in dieser Crowdfunding Preview.
Info: Wir haben von Origami Whale den Prototypen des Spiels zu Previewzwecken erhalten. Das finale Produkt kann daher noch diverse Änderungen beinhalten.
In einer dunklen, stürmischen Nacht schlug ein Blitz in deine Garage ein und versetzte dir einen Schlag… Einen Geistesblitz! Dein Verstand sprudelt nur so vor innovativen Ideen! Ein Igor, angezogen von deinem wahnsinnigen Lachen, betritt deine Garage: „Meister!“, ruft er, „Endlich habe ich dich gefunden!“ Sofort macht ihr euch daran, einen Todesstrahl zu bauen und die Weltherrschaft an euch zu reißen! Ohne Geld und mit noch weniger Verstand sammelt ihr Schrott, um die grandiosen Entwürfe deines ungezügelten Geistes umzusetzen. Aber da sind noch andere… Andere die die Weltherrschaft an sich reißen wollen… Doch es kann nur einen geben.
Thematisch direkt ins Spielgeschehen
Die Geschichte des Spiels führt uns direkt zum Ziel des Spiels. Schalte alle deine Gegner aus. Wer als letztes steht, gewinnt. Im Grunde ist Dicey Devices ein Mix aus Engine Builder, Area Majority und Set Collection-Spiel. Im Verlauf des Spiels bauen wir unser Labor aus gesammelten Schrott des Schrottplatzes aus und versuchen immer stärkere Aktionskombos zu generieren. Dafür sammeln wir Schrott, schicken unsere Roboter auf den Schrottplatz und sammeln Gadgets ein, die wir mit unserem gesammelten Schrott erbauen und in unserem Labor verteilen. Jedes einzelne Gadget hilft uns, unser Labor zu stärken und bringt uns näher dazu, den tödlichen Todesstrahl zu erbauen und unsere Gegenspielenden zu vernichten. Stirbt man, ist das Spiel jedoch nie direkt für einen vorbei. Der Gehilfe Igor steht einem in der gesamten Partie zur Seite und versucht, im Falle eines Todes, einen wiederzubeleben und das Labor am Laufen zu halten.

Sind wir am Zug, so gehen wir 6 Phasen hintereinander durch: Die Wiederbelebungsphase, die Schussphase, die Laborphase, die Sammelphase, die Einsetzphase und zu guter Letzt die Aufräumphase. In der ersten Phase versucht uns unser Gehilfe Igor wiederzubeleben, wenn wir Tot sein sollten. Dazu würfeln wir zwei sogenannte Laborwürfel und müssen ein Pärchen erwürfeln. Schaffen wir das nicht, so können wir alternativ 6 Schrott ausgeben, um unseren toten Wissenschaftler wieder ins Leben zu rufen, denn nur so kann die zweite Phase – die Schussphase durchgeführt werden. Ist man hingegegen weiterhin tot, so wird die zweite Phase übersprungen und Igor kümmert sich um das Labor (3. Phase).
Sind wir am Leben, so versuchen wir in der zweiten Phase die anderen verrückten Wissenschaftler zu töten. Je nachdem, wie gut unser Tableau ausgebaut ist, können mehrere und bessere Schüsse abfeuern. Dazu suchen wir uns einen Gegenspielenden aus und würfeln beide. Je nach Ausbau darf die angreifende Person einen oder zwei Würfel oder sogar einen Spezialwürfel auswürfeln, wobei das höchste Ergebnis am Ende zählt. Anschließend kann die verteidigende Person einen Abwehrwurf mit einem Würfel ausführen. Die Person mit der höheren Augenzahl gewinnt. Ist es der Angreifer, so schadet er dem gegnerischen Wissenschaftler. Ist es die verteidigende Person, so hat sie den Angriff abwehren können. Der eigene Würfelwurf ist dabei, je nachdem wie gut man ausgestattet ist, auch manipulierbar. So kann man auch aktiv Einfluss darauf nehmen, jemandem zu Schaden oder einen Schaden abzuwehren. Die Informationen dazu liegen immer offen aus, was den Angriff schön taktisch gestaltet.

Der Ausbau unseres Labores
Das Labor ist in unserem Falle unser persönliches Spieltableau. In der dritten Phase führen wir hier unsere Aktionen aus. Dazu würfeln wir zwei Laborwürfel und nutzen die gewürfelten Augenzahlen, um eine Reihe an Aktionen auszulösen. Unser Labor besitzt insgesamt 12 Aktionsplätze, die mit Karten bzw. Gadgets gefüllt werden können. Wir können die beiden gewürfelten Würfelergebnisse auf die Plätze im Labor verteilen oder auch kombinieren, um weiter hinten liegende Plätze zu aktiveren. Anschließend können wird alle Aktionen, die links vom Würfel aus bzw. unter dem Würfel liegen, aktivieren. Mit diesen Aktionen können wir auf unterschiedliche Art und Weise Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen und insbesondere das Geschehen auf dem Schrottplatz beeinflussen.

Dieses wird nämlich in Phase 4, der Sammelphase, relevant. Der Schrottplatz besteht aus 6 Sektoren. Die Würfelergebnisse der beiden Laborwürfel aus Phase 3 geben an, welche Sektoren aktiviert werden. Wer hier die Mehrheit an Roboterwürfeln besitzt, darf als erstes entscheiden, ob man ein Gadget kauft oder einfach nur Schrott sammelt. Hat man in der Laborphase gut Einfluss auf den Schrottplatz genommen, so kann man hier viel an Fortschritt gutmachen und den Weg zum Sieg ebnen. Denn wer die richtigen Karten sammelt und bestimmte Sets bildet, aktiviert seinen Todesstrahl für Phase 2. Zudem baut man durch diese das Labor selbst nochmals aus und nimmt immer mehr Einfluss auf das Spielgeschehen.

Erst nach der Sammelphase geht es in die Einsetzphase, wo man neue Roboter auf dem Schrittplatz einsetzt, um die Mehrheit in Gebieten zu erlangen. Daher kann es wichtig sein, Gadgets zu sammeln, womit man seine Roboter schon vorab in der Laborphase einsetzen kann. Zudem kann man in der Einsetzphase Igor an einen neuen Ort schicken. Entweder um die Roboter auf dem Schrottplatz zu unterstützen (zusätzlich Mehrheit generieren), um Schrott zu sammeln oder um einem im Labor zu unterstützen (Laborwürfel dürfen erneut gewürfelt werden, wenn einem das Ergebnis nicht gefällt).
In der Aufräumphase werden abschließend die leeren Plätze des Schrottplatzes mit neuen Karten aufgefüllt und man darf zwei Karten aus seinem eigenen Labor neu anordnen, um ganz neue Kombomöglichkeiten zu schaffen.
Ein erstes Fazit
Allem in allem war Dicey Devices ein echt sehr interessantes Spiel, bei dem wir versuchen, unsere Würfel möglichst so zu manipulieren, dass sie uns am meisten Nutzen bringen. Wer das Geschickt macht, genügend Roboter auf den Schrottplatz schickt und sein Labor möglichst effektiv einsetzt, kann das Spiel gewinnen. Das macht riesigen Spaß, da es thematisch einfach in sich stimmig ist. Auch der Artstyle von Dicey Devices spielt da groß mit. Die ganze Aufmachung sieht einfach nur hervorragend verrückt aus. Ähnliches hat auch schon The Loop geschafft. Dicey Devices bringt das Thema für mich einen ticken besser rüber. Liegt vielleicht auch daran, dass wir hier einfach den verrückten Wissenschaftler selbst übernehmen und alles und jenen vernichten wollen!

Was Dicey Devices jedoch so interessant für mich macht ist, dass es witzig daherkommt, aber trotzdem schön taktisch ist. Da alle Infos offen ausliegen, muss man seine Gegenspielenden genaustens beobachten. „Was kann wer wann machen?“ ist eine Frage, die ich mir häufiger stellen musste. Macht man einen kleinen Fehler, kann dies gerne mal bitter bestraft werden. Auch gerne als Vorlage für jemanden anderen zum Sieg über das Spiel. Das musste ich leider bitter feststellen. Aber genau das macht den Reiz dieses Spiels aus. Man kann einfach drauf los spielen und seinen Spaß haben, denkt man aber mit und sticht seine Konkurrenz geschickt im richtigen Moment aus, dann kann man hier den großen Sieg feiern.
Kickstarter
Falls ihr Interesse an Dicey Devices habt, so findet ihr weitere Informationen bei der Kickstarter Kampagne. Diese läuft noch bis zum 21. November. Das Basisspiel kriegt ihr für umgerechnet etwa 52 €. Das Spiel inklusive der Erweiterung Clone Pack für etwa 60 €. Das Spiel mit Lunchbox-Erweiterung und einer echten Lunchbox für etwa 77 €. Die All-In Version für 86 €.
Infos zu Dicey Devices
| Spielerzahl: 1 – 4 Alter: ab 14 Jahren Spielzeit: 45 – 90 Minuten Schwierigkeit: Kennerspiel Klassifikation: Würfelmanipulation, Engine Builder, Set Collection, Area Majority Autor: Daniel Kim Illustrationen: Adin Milo Verlag: Origami Whale Offizielle Website: Link Link zur Kampagne: Kickstarter Start der Kampagne: 28.10.2025 Ende der Kampagne: 21.11.2025 |
| Vorschau | Produkt | Bewertung | Preis | |
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Feuerland Spiele 31012 Arche Nova, Ab 14 Jahren, Large* |
46,98 EUR |
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