IceMakes, Publisher von Titeln wie Age of Civilization, Elia und das glänzende etwas oder zuletzt Morpho, hat mit Terrorscape sein neues asymmetrisches Horrorspiel angekündigt. Dieses soll im zweiten Quartal 2023 auf Kickstarter erscheinen. Wir haben den Prototypen testen können und wollen unsere Erfahrungen mit Terrorscape mit euch teilen.

In einer stürmischen Nacht suchen drei Reisende Schutz in einer verlassenen Villa. Was in ihr allerdings lauert, ist weitaus schlimmer als der Sturm, der draußen wütet. Die Villa ist nämlich der Jagdgrund eines blutrünstigen Mörders. Dies ist die ganze Story von Terrorscape. Nicht vielsagend, aber genug, um die Ereignisse des spaßigen Horrorerlebnisses zu erklären.

Die Jagd beginnt

In Terrorscape übernimmt einer, der 2 – 4 Spielenden, den blutrünstigen Killer, dessen Aufgabe es ist, die Eindringlinge in der Villa ausfindig zu machen und einen von ihnen zu ermorden. Die restlichen Spielenden schlüpfen gemeinsam in die Rolle der drei Reisenden bzw. Überlebenden. Diese versuchen dem Killer aus dem Weg zu gehen und sicher aus der Villa zu entkommen. Dies alles geschieht in guter alter Hidden Movement Manier. Denn während die Überlebenden Informationen zu den Standorten aller Charaktere, auch die des Killers, besitzen, muss der Killer nur mit Hinweisen, die ihm die Überlebenden nach ihrem Zug dalassen, herausfinden, in welchen Räumen sich diese aufhalten.

Um aus der Villa zu fliehen, müssen die Überlebenden erst einmal fünf Schlüssel finden, um die Haupteingangstür zu öffnen oder das Funkgerät reparieren, um die Polizei zu rufen. So einfach diese Ziele auch klingen mögen, umso schwieriger ist es, diese unbemerkt voranzubringen. Die Schlüssel können in drei Räumen mit einem Schlüsselsymbol gesucht und das Funkgerät in einem Raum mit einem Zahnradsymbol repariert werden. Diese Räume sind fest vorgegeben und dementsprechend auch als offene Information für den Killer ersichtlich. Jedes Mal, wenn ein Schlüssel gefunden wird oder ein Teil des Funkgerätes repariert wird, erzeugen die Überlebenden in dem Raum Lärm, in dem die jeweilige Aktion durchgeführt worden ist. Somit bekommt der Killer den Hinweis, dass in diesem Raum ein Überlebender sein könnte.

In Terrorscape besitzen die Überlebenden verschiedene Möglichkeiten dem Killer zu entkommen. Der Hidden Exit (rechts) kann jedoch nur genutzt werden, wenn zusätzlich zu den Schlüsseln die Secret Map gefunden wird.

In Terrorscape besitzen die Überlebenden verschiedene Möglichkeiten dem Killer zu entkommen. Der Hidden Exit (rechts) kann jedoch nur genutzt werden, wenn zusätzlich zu den Schlüsseln die Secret Map gefunden wird. Bild: Sven Karsten

Nach den Überlebenden ist der Killer an der Reihe. Dieser kann nun mit Hilfe der Hinweise erahnen, wo sich die Überlebenden befinden könnten und seinen Zug den Gegebenheiten entsprechend organisieren. Anders als die Überlebenden führt der Killer einen Großteil seiner Aktionen über Handkarten aus, die er aus seinem Deck zieht. Findet der Killer beim Durchsuchen eines Raumes einen Überlebenden kommt es zu einem Kampf. Daraufhin muss der Überlebende die vier Verteidigungswürfel rollen und mindestens die Stärke des Killers treffen. Gelingt es ihm nicht, wird dieser verwundet. Ist er schon verwundet, dann stirbt er und das Spiel endet. Schafft er es jedoch den Angriff abzuwehren, dann darf der Killer vier Karten nachziehen, was ihn näher an einen Levelaufstieg bringt. Ist das Deck nämlich einmal durchgespielt worden, steigt der Killer in seinem Level und wird somit immer mächtiger.

Ein Rennen um den Sieg

Somit ist Terrorscape für beide Seiten eine Art Rennen. Der Killer muss es schaffen die Überlebenden zu finden und einen von ihnen zu töten, bevor diese fliehen können und die Überlebenden müssen es schaffen zu fliehen, bevor der Killer so stark im Level steigt, dass er kaum noch zu überwinden ist. Damit schafft Terrorscape es, dass sich das Spiel durchweg bedrohlich und spannend anfühlt. Man versucht gegenseitig die Züge des jeweils gegenüberliegenden zu antizipieren und sich zu verwirren. Toll ist auch, dass das Spiel in unter 10 Minuten erklärt ist und auch in kurzer Zeit gespielt werden kann. Zwischen 30 – 60 Minuten dauerten unsere Partien, wobei die 60 Minuten Marke auch nur selten erreicht worden ist.

Terrorscape aus der Sicht des Killers. Nur mit Hinweisen auf Geräusche versuchen wir die drei Überlebenden ausfindig zu machen

Terrorscape aus der Sicht des Killers. Nur mit Hinweisen auf Geräusche versuchen wir die drei Überlebenden ausfindig zu machen. Bild: Sven Karsten

In unseren Testpartien hatten wir auf jeden Fall sehr viel Spaß mit Terrorscape. In Kombination mit der kurzen Spieldauer brachte es uns dazu, dass wir das Spiel mehrmals hintereinander in verschiedensten Konstellationen spielten. Allerdings hatten wir auch das Gefühl, dass die Überlebenden es meist einfacher hatten das Spiel siegreich zu beenden. Umso befriedigender war es jedoch, wenn man es als Killer letztendlich doch geschafft hat, das Spiel für sich zu entscheiden. 

Eine fantastische Optik

Auch rein optisch ist Terrorscape eine echte Wucht und das wohlgemerkt schon jetzt als Prototyp. Das Spielbrett besteht aus zwei Grundrissen der Villa, in der der Killer nach dem Leben der Überlebenden trachtet. Das eine Spielbrett nutzen die Überlebenden, das Andere der Killer. Zwischen beiden Parteien befindet sich ein großes Haus, welches als Sichtschutz, Ablage für etwaige Informationen, die mit dem Gegenspielenden geteilt werden müssen, und als Würfelturm dient.

Terrorscape ist auf dem Tisch einfach eine Wucht. Ein großer Teil des Gesamtbildes macht die Villa aus, aber auch der Rest des Spiels sieht richtig gut aus!

Terrorscape ist auf dem Tisch einfach eine Wucht. Ein großer Teil des Gesamtbildes macht die Villa aus, aber auch der Rest des Spiels sieht richtig gut aus! Bild: Sven Karsten

Der Aufbau des Hauses kann ein wenig nervig sein und nimmt auch viel Zeit in Anspruch. Mit der Zeit geht das zwar immer schneller, da man sich an den Aufbau gewöhnt, allerdings ist es trotzdem noch eine nervige Angelegenheit, auch wenn es letztendlich echt gut aussieht. Um an anderer Stelle Zeit einzusparen hat IceMakes aber in Form von Organizern nachgeholfen. Damit können die für das Spiel benötigten Plättchen schnell und einfach aus der Box geholt werden.

Charaktere

Auch die Miniaturen und das gesamte Spielmaterial sehen richtig gut aus. Insgesamt standen uns im Prototypen fünf Überlebende sowie drei Killer zur Verfügung, die sich alle in ihren Fähigkeiten unterscheiden. Je nachdem welchen Killer oder welche Überlebenden im Spiel waren, hatten die Spielenden andere taktische Möglichkeiten, um gegeneinander vorzugehen. Die Fähigkeiten und die Charaktere waren auch gut aufeinander abgestimmt und waren stimmig zu ihrem Auftreten und ihrem Aussehen.   

Kickstarter Kampagne

Eine Sache können wir vorwegsagen. Terrorscape macht einfach Spaß. In den letzten Wochen landete kein anderes Spiel so häufig auf unserem Tisch wie das Horrorspiel von IceMakes. Grund dafür sind die simplen Regeln, die kurze Spieldauer und die Spannung, die das Spiel erzeugt. Jede Person, die zumindest ein wenig mit Hidden Movement Titeln anfangen kann, kann also getrost einen Blick auf Terrorscape werfen. Aber auch für Gelegenheitsspielende könnte der Horrortitel interessant sein. Über die Feiertage hatten alle Mitspielenden – Vielspielende, wie auch Gelegenheitsspielende – auf jedenfall große Freude an dem Spiel.

Ein genaues Datum für den Start der Crowdfunding Kampagne auf Kickstarter ist noch nicht bekannt. Beginnen soll sie irgendwann im 2. Quartal 2023. Bis dahin könnt ihr bei Interesse auf Facebook, Instagram oder Twitter neue Informationen zu dem Spiel erlangen. Mit dem Newsletter zu Terrorscape verpasst ihr jedoch 100%ig keine einzige Neuigkeit zu dem Spiel.

Infos zu Terrorscape

Spielerzahl: 2 – 4
Alter: ab 14 Jahren
Spielzeit: 30 – 45 Minuten
Schwierigkeit: einfach
Klassifikation: Horrorspiel
Kernmechanismen: Hidden Movement

Autor: Jeffrey CCH
Illustrationen: Nilanjan Malakar, Amanda Phelps, Domingo Pino
Verlag: IceMakes

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Letzte Aktualisierung am 26.01.2023 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. * = Affiliate Links. Bilder von Amazon PA-API