Auf viele Klicks durch ihre E3-Berichterstattung konnten die Redaktionen von Gamestar, Gamepro oder Mein-MMO in diesem Jahr nicht setzen, die Games-Messe entfiel aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie. Stattdessen präsentierten die Webedia-Portale im Rahmen des gemeinsamen Formats „Find Your Next Game“ im Juni täglich Games-Highlights. Bei Fans kam das Online-Event gut an, wie Zahlen nun belegen.


Keine E3, keine Gamescom – keine Highlights? So nicht, haben sich die Macher des Event-Formats „Find Your Next Game“ vermutlich gedacht und kurzerhand eine E3-Alternative auf die Beine gestellt, die durchaus auch als Probelauf für die neuen Gamescom-Formate verstanden werden darf, denn auch dort sendet Webedia als Medienpartner der Kölner Games-Messe News, Interviews und Hintergrundreportagen direkt zu den Spielern nach Hause.

Find Your Next Game: Premiere geglückt

Das neue Format „Find Your Next Game“ hat alle Erwartungen übertroffen, resümiert man bei Webedia angesichts der Zugriffszahlen der Fans. Mit mehr als 4,8 Millionen Aufrufen bei den Online-Artikeln und den Videos auf YouTube und insgesamt über 36 Millionen Sitzungen das Content-Debüt erfolgreicher als die traditionelle E3-Berichterstattung aus dem Vorjahr, heißt es aus dem Berliner Webedia-Büro. Allein bei Youtube registrierte der Medienkonzern 3,16 Millionen Views, zusammen mit dem Programm in den Twitch-Streams sind so rund 275.000 geschaute Stunden zusammen gekommen.

Auch bei Gamestar-Chefredakteur Heiko Klinge herrscht angesichts des Erfolgs Feierstimmung: ”Wir hätten uns die Premiere von Find Your Next Game kaum besser ausmalen können. Sowohl unsere Communities als auch die Spiele-Hersteller waren vom ersten bis zum letzten Tag mit Feuereifer dabei, was bei einem neuen Event-Format alles andere als selbstverständlich ist.”

Hinter dem Projekt steckt Arbeit und Einsatz: Über 76 Stunden Live-Programm auf Youtube und Twitch kamen zusammen. Dazu 121 Artikel über mehr als 100 Spiele – nur im Juni wohlgemerkt. Thematisch abgearbeitet hatten die Schreiber und Moderatoren sich dabei an verschiedenen Games: vom kleinen Indie-Titel bis hin zum Triple-A-Spiel.

Ein Vorteil von Online-Events: News zu Triple-A-Spieen wie Cyberpunk 2077 gibt es ohne lange Wartezeiten. Foto: André Volkmann

Ein klarer Vorteil von Online-Events: News und Informationen zu Triple-A-Videospielen wie Cyberpunk 2077 gibt es ohne lange Wartezeiten. Foto: André Volkmann

Wie intensiv sich Fans mit den Inhalten beschäftigt haben, belegt die Verweildauer auf den Artikeln. Im Durschnitt vier Minuten sind es nach Angaben von Webedia gewesen, eine 40-prozentige Steigerung gegenüber dem normalen Tagesbetrieb. Hinzu kommt die Reichweite in den Sozialen Medien, die Webedia mit 10,8 Millionen erreichten Nutzern misst.

Lob kommt laut Webedia auch von den Publishern, so etwa von Kalypsos PR-Chef Bernd Berheide. „Wir sind sehr stolz darauf, Teil von FYNG gewesen sein zu dürfen und sprechen dem Webedia-Team unseren Glückwunsch und Respekt für die großartige Planung sowie Durchführung aus.“

Wie große die Herausforderung gewesen sein muss, um das Event auf die Beine zu stellen, verdeutlich ein Kommentar von Leya Jankowski, die für die Marke „Mein-MMO“ verantwortlich ist: „Einen Monat lang jeden Tag exklusive Storys, Spielevorstellungen, Videos, Podcasts und Live-Programm, hinzu kamen Verschiebungen von Ankündigungen, durch die unsere Pläne durcheinander gewirbelt wurden.“ Sie zeigt sich stolz über die Leistung des Teams und freut sich über das positive Feedback auf der Community. „Gerade die Vielfalt des Programms durch unsere drei Marken wird hervorgehoben und auch, dass kleine Spiele eine Beachtung gefunden haben als würden sie zu den ganz Großen gehören“, meint die Brand-Managerin.

Das neue Online-Format kam an bei den Fans. Die Macher wissen nun, was funktioniert, wenn im pandemischen Ernstfall physische Messe-Events wegbrechen und Kreativität in den Games-Redaktionen gefragt ist. Und sie wissen auch, dass der Informations- und Unterhaltungsbedarf hoch ist bei Fans. Im Corona-Jahr hatte so mancher Organisator befürchtet, man könne Nutzer durch ein Überangebot an Online-Events langeweilen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Millionenfach haben Zocker eingeschaltet, Videos angeschaut oder Artikel gelesen, die von den Redaktionen der Gamestar, Gamepro oder des Webportals Mein-MMO  aufbereitet worden sind.


 

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