Vermutlich ein Brettspiel zu Elder Scrolls kommt irgendwann in den nächsten Jahren auf den Markt. Das ist zumindest wahrscheinlich, denn offiziell bestätigt hat Chip Theory Games bislang nur, dass man irgendetwas mit der Lizenz ausarbeiten wird. In einem Twitter-Beitrag haben die Macher von Spielen wie Too many Bondes und Hoplomachus die Kooperation mit Bethesda und Zenimax Online bestätigt. Dass derzeit keine Details verraten worden sind, hat einen Grund. Das hat unsere Nachfrage bei Chip Theory Games ergeben.


Besonders viele Informationen waren es nicht, die Chip Theory Games veröffentlicht hat. Die wenigen haben jedoch ausgereicht, um Brettspiel wie Videogamer kleine Freudentänze aufführen zu lassen: Ein Projekt zur Rollenspielmarke The Elder Scrolls von Bethesda wird von dem Verlag mit Sitz in Plymouth im US-Staat Minnesota bearbeitet. Eine offizielle Bestätigung, dass es sich dabei um ein Brettspiel handelt, gibt es nicht. Die Vermutung liegt allerdings nahe, immerhin hatte Chip Theory Games vormals Brettspiele wie Hoplomachus und Too many Bones umgesetzt – jeweils finanziert über Crowdfundings auf Kickstarter.

Brettspiel zu Elder Scrolls wahrscheinlich

Dass Chip Theory Games nicht mehr als einen kurzen Teaser in Form eines Bildes veröffentlich hat, hat einen Grund. Auf Nachfrage bestätigte der Designer Josh Wielgus uns, dass eine Verschwiegenheitsvereinbarung (NDA) mit Bethesda es derzeit unmöglich mache, mehr zu verraten. Der Verlag selbst gibt an, dass weitere Informationen in 2022 folgen sollen. Aus Wielgus’ Antwort lässt sich herauslesen, dass damit vermutlich grob der Jahresbeginn gemeint ist. Dann will man mehr über das Elder-Scrolls-Projekt verraten, Wielgus macht deutlich, dass dann “deutlich mehr” an Details zu erwarten sind.

Elder Scrolls bekommt ohnehin viel Aufmerksamkeit als Marke für den analogen Bereich: Nachdem der britische Verlag Modiphius Entertainment ein Tabletop-Skirmish-Spiel veröffentlicht hatte – und kontinuierlich erweitert – soll ein weiteres “echtes” Elder-Scrolls-Brettspiel auf den Markt kommen, diesmal mit einem Fokus auf Skyrim. Dafür verantwortlich zeichnet sich ebenfalls Modiphius. Über 11.000 Fans folgen der Preview-Seite auf der Crowdfunding-Plattform Gamefound bereits.

Nun darf sich mit Genehmigung der Lizenzhalter auch Chip Theory Games an einem Projekt aus dem Elder-Scrolls-Universum versuchen. Wie die Kooperation mit Bethesda genau aussieht, ob der Publisher und Spieleentwickler in den Designprozess eingebunden ist oder nur als Instanz über der Lizensierung wacht, ist ebenso wenig bekannt wie die Art der Finanzierung: Bislang hatte Chip Theory Games seine Titel per Crowdfunding finanziert. Möglich ist bei einem derart starken Partner jedoch ein Weg des mutmaßlichen Brettspiels direkt in den Handel. Andererseits bleibt eine Kickstarter-Kampagne nicht unwahrscheinlich, jüngst wurden immer hin auch andere Brettspiele durch den “Schwarm” finanziert, die auf populären Videospiel-Marken aufbauten – so etwa jüngst Monster Hunter World: The Board Game.

Dass ein Crowdfunding im Falle einer Kickstarter-Kampagne das Elder-Scrolls-Projekt schon in einem Frühstadium platzen lassen könnte, ist angesichts des Erfolges von Chip Theory Games auf der Finanzierungsplattform eher unwahrscheinlich. Die Kampagne zu Hoplomachus: Victorum ist erst beendet worden und ein Coup: über 1.700 Prozent des angepeilten Finanzierungsziel von rund 41.000 Euro hat der Verlag generieren können – in Summe sind das insgesamt über 700.000 Euro. Fast 5.000 Unterstützter hat man aktivieren können. Die übrigen Crowdfundind-Projekte von Chip Theory Games waren nicht minder erfolgreich: das Tower-Defense-Brettspiel Cloudspire generierte über eine halbe Million US-Dollar; bei der Basisversion von Too many Bones war es eine Viertelmillion. Spätere Projekte auf Grundlage der IP waren ungleich einträglicher. Die Kampagne von Too many Bones. Undertow endete mit rund 900.000 US-Dollar; Splice & Dice samt Reprint knackten dann in einer späteren Kampagne die Millionen-Grenze.

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Wann auch immer das mutmaßliche Brettspiel zu Elder Scrolls auf den Markt kommt – erwartbar ist circa 2023, sollte das Spiel via Kickstarter finanziert werden – es wird voraussichtlich früher erscheinen als ein neues Elder-Scrolls-Videospiel, denn Release wohl noch Jahre auf sich warten lassen wird.

Worum es letztendlich bei dem Elder-Scrolls-Projekt von Chip Theory Games geht, ist völlig ungewiss. Einzig aus den bisherigen Spielen lässt sich schließen, dass Spiel-Chips vermutlich ein Bestandteil des Konzepts sein werden.

Brettspiele mit Spiel-Chips, damit hat Chip Theory Games nicht nur seinem Verlag alle Ehre gemacht – das Konzept wird in der Szene als Synonym für solides Material verstanden. Ob das Moba-Brettspile Cloudspire, das Gladiatoren-Game Hoplomachus: Origins oder der Dice-Builder Too many Bones: alle Highlight-Titel des US-amerikanischen Verlags sind von Fans und Kritikern überwiegend positiv aufgenommen werden. Die Zeichen für einen Erfolg des Elder-Scrolls-Projekts stehen damit gut. Hinter den Erfolgen des noch jungen Verlags steckt ein System – und das geht über “Pokerchips und Neoprenmatten” hinaus, auch wenn die zu Markenzeichen geworden sind.


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