David Turczi, Autor der Brettspiele Anachrony oder Kitchen Rush, hat sein Projekt Excavation Earth erfolgreich über Kickstarter grundfinanziert – nun geht es bis zum 29. April um die verbleibenden “Stretch goals” . Excavation Earth schickt Spieler in der Rolle von Außerirdischen auf die Erde, um menschliche Artefakte auszugraben, mit denen dann dicke Gewinne auf dem extraterrestrischen Kunstmarkt eingefahren werden.


Abgefahrenes Alien-Thema, so könnte man die Idee hinter dem Setting beschreiben, das David Turczi sich für das Brettspiel Excavation Earth ausgedacht hat, das derzeit auf Kickstarter als Crowdfunding-Kampagne läuft. Mit dem post-apokalytptischen Worker-Placement-Brettspiel Anachrony hat Turczi im Jahr 2017 einen beachtlichen Erfolg gelandet, nun geht es erneut um Sci-Fi, allerdings in einer eher eigenwilligen Ausgestaltung. Übrigens: Auch Excavation Earth wird über Mindclash Games veröffentlicht.

Fast ein Klassiker: Artefakte suchen – allerdings mit Alien-Kniff

Die Erde ist längst verlassen, die letzten Überbleibsel der menschlichen Zivilisation sind selten – so selten, dass Aliens darin wertvolle Kunstobjekte sehen. Die Prämisse ist abgedreht: Spieler schlüpfen in die Fußstapfen außerirdischer Sammler, die Kunst nicht für ihre Privatsammlung finden wollen, sondern um damit ordentlich Cash zu machen. Damit das bei Excavation Earth gelingen kann, muss – ganz Brettspiel-typisch – der richtige Zeitpunkt für den Verkauf abgepasst werden. Darin liegt die Kunst des extraterrestrischen Kunstverkaufs.

Zwei bis vier Spieler können mitmachen. Das Turczis neues Brettspiel spricht dabei nicht nur Profis an: die Regeln lassen sich in weniger als einer Viertelstunde lernen, dann geht es schon ans erste Ausprobieren. Der Ablauf erscheint simpel: Alienrasse wählen, selbst verständlich inklusive spezieller Fähigkeiten; Draft für die ersten Aktionen und Bewegungen durchziehen und dann unterschiedliche Ausgrabungsstätten auf der Erde bereisen, um verschiedenfarbige Artefakt-Sets zu ergattern.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten: Winke-Katzen sind bei außerirdrischen Kunstsammeln äußerst beliebte Objekt. Bild: Mindclash Games

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten: Winke-Katzen sind bei außerirdrischen Kunstsammeln äußerst beliebte Objekt. Bild: Mindclash Games

Anschließend geht es darum, die Artefakte unter die Käufer zu bringen, die in zufälliger Besetzung auf dem Marktplatz aktiv sind. Wer woran interessiert ist, das bestimmen die Farben. Gelbe Käufer suchen demnach nach gelben Artefakten, blaue Käufer nach blauen Kunstwerke und so weiter. Hinzu kommen “Joker”, die grundsätzlich jeden Schund kaufen, den man ihnen anzudrehen versucht.

Der Kniff: jeder Spieler kontrolliert mehrere Erkundungstrupps, sodass durchaus bewegungstaktische Manöver ins Spiel kommen. Weil auch die Artefaktfarben unterschiedlich wertvoll sind, entspinnt sich daraus ein Rennen um die lukrativsten Ressourcen. Selbst das dämlichste Alien wird nun erahnen können, wie man das Spiel gewinnt: einfach die meiste Kohle scheffeln.

Ebenfalls interessant: eine Variante für 1 bis 2 Spieler von Excavation Earth wird als Print-and-play im Laufe der Kampagne für alle Backer verfügbar gemacht.

Mit David Turczi an Excavantion Earth arbeiten Wai-yee, sie war unter anderem beteiligt an Pocket Dungeon, sowie Gordon Calleja, der Kopf hinter Vengeance. Die Kickstarter-Kampagne läuft noch bis zum 29. April, ist allerdings bereits erfolgreich am Finanzierungsziel angekommen – rund 650 Backer haben bislang knapp 38.000 Euro investiert. Erscheinen soll Excavation Earth dann im November 2020. Die deutsche Lokalisierung übernimmt Asmodee.


Wir suchen nach News-Autoren in den Bereichen Gaming, Bücher sowie Filme und Serien.
Du möchtest mitmachen? Dann > hier < klicken und bewerben.