Gaming hat nicht bei allen Menschen den besten Ruf. Viele Menschen vermuten, dass es einen Einfluss auf die psychische Gesundheit hat und das Wohlbefinden negativ beeinflusst. Eine neue Studie aus Oxford, an der mehr als 39.000 Probanden teilnahmen, widerlegt nun diese These. Laut den Forschern gibt es keinen Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und Spiel.

Die einzige Ausnahme besteht dann, wenn Spieler das Gefühl haben, unbedingt zocken zu müssen. Um die Freude beim Spielen hochzuhalten, ist es deshalb sinnvoll, die eigene Spielzeit zu begrenzen. Die Möglichkeiten dafür sind jedenfalls sowohl bei den Spielen selbst als auch auf den Endgeräten vorhanden.

Manche Spiele bringen die Spielzeitbegrenzung mit

In vielen Fällen begrenzen die Spiele die Spielzeit der Gamer selbst. Das ist beispielsweise bei klassischen Handy-Games der Fall, in denen den Spielern nur eine limitierte Anzahl von Leben oder Spielversuchen zur Verfügung stehen.

Viele dieser Spiele funktionieren jedoch nach dem Free-to-Play- oder dem Pay-to-Win-Prinzip. Das heißt, es gibt die Möglichkeit, gegen Bezahlung die entsprechenden Begrenzungen aufzuheben. Doch wer den Einsatz von Echtgeld in diesen Spielen komplett ausschließt, erhält so eine automatische Spielzeitbegrenzung.

Eine gänzlich andere Form der Beschränkung bringen Online Casinos mit. Mit der Vereinheitlichung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den deutschen Glücksspielmarkt hat der Gesetzgeber auch die sogenannte 5-Sekunden-Regel eingeführt. Sie wird vor allem für die Fans von Videoslots relevant. Denn sie legt fest, dass nach Beendigung einer Spielrunde zunächst eine Pause von fünf Sekunden eingehalten muss, bevor eine neue Spielrunde gestartet werden kann.

Diese Sicherheitsvorkehrung begrenzt nicht die Zeit, die Spielerinnen und Spieler insgesamt im Online Casino verbringen. Sie soll vielmehr Raum schaffen, um in den Pausen das eigene Wohlbefinden zu analysieren und zu ermitteln, ob die Freude am Spielen bereits nachgelassen hat und es Zeit für eine längere Pause ist.

Alle, die ihre Spielzeit lieber durch andere Maßnahmen begrenzen, können im Netz gezielt nach Casinos ohne Pause suchen und ihr Spielverhalten eigenverantwortlich verwalten.

Games für eine Spielsitzung

Darüber hinaus gibt es auch zahlreiche Games, die nur auf eine Spielsitzung ausgelegt sind und an einem Abend durchgespielt werden können.

Beim Spiel „Untitled Goose Game“ ist eine Gans, die Dinge stiehlt, Fallen stellt und ihre Mitbewohner in den Wahnsinn treibt, der Hauptcharakter. Die Steuerung ist dabei bewusst einfach gehalten, damit die Spieler gleich loslegen können. In etwa drei Stunden ist das Spiel durch.

Aufbauspiele dauern normalerweise hunderte Stunden. Nicht jedoch „Frostpunk“, bei dem die Menschheit aufgrund einer neuen Eiszeit am Rande der Auslöschung steht. In etwa sechs Stunden ist es hier möglich, die unterschiedlichen Probleme zu lösen, die mit diesem Dilemma verbunden sind. Dazu gehören unter anderem Kohlemangel, Hungersnöte und Aufstände.

Beim Spiel „A Normal Lost Phone“ ist der Name Programm. Der Spieler findet ein fremdes Handy und erschließt durch Passwörter und Codes immer mehr die Geschichte des eigentlichen Besitzers. Nach etwa zwei Stunden Spielzeit ist es möglich, das Telefon seinem Eigner wieder auszuhändigen.

Die Spielzeit an der Konsole beschränken

Wer auf Konsolen wie der Sony PlayStation oder der Microsoft Xbox spielt, kann die maximale Spielzeit in den Grundeinstellungen definieren.

Bei der PlayStation ist dafür ein Konto für das PlayStation-Network erforderlich. Als definierter Familienmanager oder Erziehungsberechtigter ist es möglich, alle verwalteten Konten im Familiennetzwerk zeitlich einzuschränken. Dafür wird in den Einstellungen in der Familienverwaltung das entsprechende Konto ausgewählt. Danach ist es möglich, im Menüpunkt „Spielzeitbegrenzung“ die gewünschten Änderungen vorzunehmen.

Microsoft unterstützt das Setzen von Zeitlimits zwar nicht direkt auf der Xbox, die entsprechenden Einstellungen können jedoch am Smartphone oder am PC vorgenommen werden. Dazu ist es erforderlich, sich bei seinem Microsoft-Konto anzumelden und eine Familiengruppe zu erstellen. Danach können die einzelnen Mitglieder hinzugefügt werden. Unter dem Menüpunkt „Computerzeit“ können nun die gewünschten Einstellungen durchgeführt werden.

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Das Gamepad sollte man für Pausen zur Seite legen. Bild: pixabay

Die Spielzeit am PC einschränken

Bei den Einstellungen für die Xbox kann auch die gewünschte Konfiguration für den PC ausgewählt werden. Sollen die gleichen Beschränkungen wie auf der Konsole auch für den Computer gelten, so kann einfach die Option „Einen Zeitplan für alle Geräte verwenden“ aktiviert werden.

Wer jedoch unterschiedliche Zeiten festlegen möchte, findet weiter unten im Menü Regler zu den einzelnen Endgeräten, die auf „Ein“ beziehungsweise „Aus“ gestellt werden können. In diesem Fall müssen jedoch alle Einstellungen separat vorgenommen werden.

Auf dem „Mac“ funktioniert es ähnlich. Unter dem Menüpunkt „Bildschirmzeit“ in den Systemeinstellungen können hier Auszeiten geplant und Beschränkungen für alle Geräte festgelegt werden. Mit der Option „Familienfreigabe“ können auch hier mehrere Accounts verwaltet werden.

Android und iOS: Die Spielzeit auf dem Smartphone einschränken

Bei iOS lässt sich die Spielzeit für iPhones und iPads auf die gleiche Weise beschränken, wie für den Mac. Doch auch bei Smartphones, die mit dem Betriebssystem Android laufen, ist es möglich, direkt am Telefon entsprechende Einstellungen vorzunehmen.

Der entsprechende Menüpunkt dafür lautet „Apps & Benachrichtigungen“. Unter dem Titel „Nutzungsdauer von Apps“ beziehungsweise „Gerätenutzungsdauer“ erscheint eine Auflistung jener Apps, die am aktuellen Tag bereits genutzt wurden. Um alle Apps zu sehen, die auf dem Smartphone installiert sind, muss einfach auf „Alle X Apps anzeigen“ getippt werden. Nun kann bei jeder App durch einen Druck auf die Sanduhr die gewünschte Zeit eingestellt werden.

Bei neueren Android-Versionen finden sich die Einstellungen zur Bildschirmzeitverwaltung unter dem Menüpunkt „Digital Balance“. Nachdem der Regler auf „Ein“ gestellt wird, können in einem Untermenü die gesamte Bildschirmzeit und die jeweiligen App-Limits festgelegt werden.

Fazit: Die Dosis macht das Gift

Das Image von Gaming hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Nicht ohne Grund, denn die Spiele vermitteln das Gefühl, Herausforderungen bewältigen zu können, fördern die Selbstmotivation und das Durchhaltevermögen nach Niederlagen und machen den Spielern klar, dass sie mit einem klaren Ziel vor Augen wesentlich fokussierter dabei sind, etwas zu erreichen.

Wie bei vielen anderen Dingen macht auch beim Gaming die Dosis das Gift. Deshalb ist es wichtig, sich selbst im Vorfeld klare Limits zu setzen und sich in weiterer Folge auch daran zu halten und zwischendurch auch einmal ein gutes Buch zur Hand zu nehmen.