Gone Bunkers auf Kickstarter: Krieg mit Karten – und Zombies, Aliens und Robotern

Lesezeit: 3 Minuten

Das strategische Kartenspiel Gone Bunkers läuft derzeit als Crowdfunding-Projekt auf Kickstarter. Nach einem soliden Start stagniert die Finanzierung. An der Idee allein kann das nicht liegen, immerhin geht es um Soldaten, Zombies, Aliens und Roboter. Bis zum 30. September können Fans sich Gone Bunker anschauen und unterstützen. Wir haben bei Autor Austin Burke nachgefragt, was hinter der verrückten Idee steckt.


Gone Bunkers ist Krieg mit Karten, allerdings nicht im klassischen Sinn. Statt einfach nur Armeen von Erdenbewohner aufeinander prallen zu lassen, hat Autor Austin Burke sich überlegt, dass ein Kriegsspiel an Mehrwert gewinnt, wenn man auch Aliens und Zombies in das Konzept einbettet. Bei B-Movies funktioniert das wunderbar, warum also nicht auch in einem Gesellschaftsspiel?

Gone Bunkers: Krieg auf zwei Ebenen

Man mag das Setting als albern abkanzeln, die Idee hinter dem Kartenspiel Gone Bunkers ist dabei aber gar nicht schlecht. Der Krieg findet nämlich auf zwei Ebenen statt: Spieler kämpfen gegeneinander und versuchen, sich mit ihren gesammelten Handkarten zu attackieren, um so deren Handkarten zu minimieren. Hinzu kommen allerdings „War Cards“, bei denen Spieler mächtige Bosse besiegen müssen – schaffen sie das nicht, fliegen sie aus dem Spiel. Das übergeordnete Ziel lautet also: Überleben!

Gone Bunkers richtet sich an zwei bis sechs Spieler ab etwa zehn Jahren. Die einzelnen Partien haben eine Spieldauer von rund 20 Minuten; das Kartenspiel eignet sich daher auch für Gelegenheitsspieler oder als Spiel für zwischendurch.

Warum es ausgerechnet Soldaten und Mega-Roboter und Zombies und Aliens sein mussten? Die Idee dazu ist dem Autor Austin Burke über Nacht gekommen, als er nicht schlafen konnte. Ursprünglich war ein klassischeres Konzept vorgesehen, dessen Grundlage der Kampf gegen die Boss-Karten – die bestanden schon immer aus Robotern und Aliens – war. „Ich wollt es strategischer machen“, meint Burke und brachte eben unter anderem Zombies als „Waffen“ ins Spiel, neben Minen, Spionen oder Atombomben. Unbedingt notwendig ist es nicht, gegen andere Spieler anzutreten, aber es erleichtert einem selbst, als einziger Truppenkommandeur zu überleben – und damit am Ende zu gewinnen.

Spieler kämpfen vorrangig gegen War-Karten - pfuschen allerdings durch Attacken auf ihren Gegenspielern ins Werk. Bildrechte: Austin Burke

Spieler kämpfen vorrangig gegen War-Karten – pfuschen allerdings durch Attacken auf ihren Gegenspielern ins Werk. Bildrechte: Austin Burke

Mit Gone Bunkers richtet Austin Burke sich vornehmlich an Spieler, die etwas neues erleben möchten. Burke selbst mag strategische Kriegsspiele, darunter auch die Klassiker Stratego oder Risiko. Für Gone Bunkers musste es daher für ihn also ein ähnliches Grundthema sein, nur eben etwas aufgepeppt. „Der beste Teil an Gone Bunkers sind die Atombomben“, meint der Autor. „Das Wissen darüber, dass du dem Gegenspieler seine halbe Kartenhand wegsprengen kannst, ist aufregend“.

Für Austin Burke ist Gone Bunkers sein zweites Spiel, gleichzeitig allerdings das erste, das auf Kickstarter durchaus solide läuft. Mit einem reinen Trinkspiel ist Burke an der Finanzierung gescheitert. Einen Vergleich zwischen beiden Titel ziehen, kann man ohnehin nicht. Die Neukreation Gone Bunkers verspricht einen deutlich höheren Unterhaltungsfaktor und gibt spielerisch mehr her als vormals „Tipsy Toes“. Unternehmer ist Burke nach eigenen Aussagen schon immer gewesen, ihm gefällt es, sich kreativ auszuleben – das geht mit Brettspielen: „Es gibt eine unendliche Anzahl an Spielen, die man sich ausdenken und realisieren kann“, zeigt Austin Burke sich ambitioniert. Er hofft darauf, dass die Kickstarter-Kampagne zu Gone Bunkers ein gutes Ende nimmt und das Spiel letztendlich durch die Finanzierungsphase kommt. Seine Unterstützer und Mitstreiter wolle er nicht enttäuschen: „Sie haben mir in vielerlei Hinsicht dabei geholfen, den Spielablauf abzustimmen“, meint Burke.

Und wenn es mit Gone Bunkers nicht erfolgreich verläuft? „Ich werde nicht aufgeben, wenn wir die Finanzierung nicht schaffen!“ Austin Burke wolle sich dann stattdessen auf eine Optimierung seiner Marketingstrategie fokussieren und einen „Hype“ für das Spiel erschaffen, aber auch weiter am Gameplay arbeiten. Im äußersten Notfall würde der Autor sein Projekt selbst finanzieren, dann allerdings in einem deutlich geringeren Umfang, sprich mit einer drastischen Reduzierung der Stückzahl. Der größte Erfolg für Burke? Wenn es das Spiel in den Handel schafft“.

Die Crowdfunding-Kampagne zu Gone Bunkers läuft noch bis zum 30. September. Das Finanzierungziel liegt bei umgerechnet rund 3.000 Euro, beinahe die Hälfte der Summe ist geschafft. Der Standard-Pledge beträgt 20 US-Dollar, teurere Editionen sind ebenfalls verfügbar, dann mit einigen zusätzlichen Inhalten. Ausgeliefert werden soll das Kartenspiel nach erfolgreicher Schwarmfinanzierung bereits im Februar 2021.

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