Nach anhaltendem Starkregen spitzte sich die Lage am Mittwoch zu: In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen waren weite Teile überschwemmt. Besonders heftig traf es den Kreis Ahrweiler – genau dort liegt der noch neue Spieleladen „Brettspielheld“ von Alexander Petkovski. Influencer habe nun eine Spendenaktion gestartet.

Auf der Webseite des Spieleladens Brettspielheld steht die Zeit still: „Aktueller Status: Regulär geöffnet“, heißt es dort. Regulär läuft in Ahrweiler derzeit jedoch gar nichts. Erst heute meldete die Polizei über 360 Verletzte, die Zahl könne sich sogar weiter erhöhen – auch Vermisste gibt es: rund 1.300, so die Kreisverwaltung. Die Zahl der Todesopfer ist im Kreis Ahrweiler gar auf 65 gestiegen.

Fluten spülen Existenzen einfach fort

Die Lage im Kreis Ahrweiler ist dramatisch. Wer unversehrt bliebt, kämpft nun mit den Folgen der Hochwasser-Katastrophe. Die war historisch, den Betroffenen wird das egal sein. Ihnen reicht, dass es überhaupt zu diesem Unwetterereignis gekommen ist. Die Pläne so mancher Händler wurden durcheinander gewürfelt, unter ihnen der Laden „Brettspielheld“.

Seit dem 1. Juli hatte man umgebaut, noch am 11. Juli gemeldet, die Regal seien „provisorisch gefüllt“ – für einen verkaufsoffenen Sonntag. Eine weitere Botschaft: „Wir sind guter Dinge nächsten Samstag eröffnen zu können“, heißt es auf der Facebook-Seite des Brettspielgeschäfts. Das sollte am morgigen 17. Juli sein. Es es hätte auch geklappt, wäre da nicht die Flut gewesen, die jenen Straßenzug in Ahrweiler unter Wasser setzte, in dem Alexander Petkovski sein Ladenlokal angemietet hatte.

Der Inhaber hatte die Katastrophe vermutlich schon geahnt. Noch am späten Mittwochabend schrieb er auf Facebook, man habe Laden und Haus gesichert. Das Jahrhunderthochwasser werde auch die Innenstadt treffen. Am Donnerstagmorgen dann das erschreckende Update: Haus und Laden stehen mehrere Zentimeter unter Wasser. Das Geschäft musste vorerst schließen.

Nun laufen die Aufräumarbeiten – und der „Brettspielheld“ lässt sich nicht unterkriegen. „Ob und wann es weitergeht werden wir erst in den nächsten Tagen erfahren“, hieß es. Aber auch: „Corona hat uns nicht in den Ruin gebracht, da werden wir die Situation auch überstehen und mit einem noch schöneren Laden und noch besserer Auswahl zurückkommen“.

Dabei unterstützen könnte die Brettspiel-Szene selbst. Drei Influencer haben eine Spendenaktion gestartet, um dem „Brettspielhelden“ unter die Arme zu greifen: „Better Board Games“, „Get on Board“ und „Brettspielbox“ sammeln. Das gehe „völlig unkompliziert“, heißt es von der Brettspielbox.

Es ist nicht das erste Mal, dass aus der Szene Unterstützung für die Szene geleistet wird. Zuletzt hatte man die „Berlin Con“ von Hunter & Friends per Crowdfunding gerettet. Dafür kamen über 45.000 Euro zusammen.

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