Hunch ist ein Partyspiel von Nice Game Publishing und gehörte in diesem Herbst zu den Spieleneuheiten des Verlags aus Bonn. Zu Tough Calls – Nach dem Untergang ist bereits ein Beitrag bei uns erschienen und zu Phraya wird demnächst auch noch einer kommen. Bei Hunch versucht ihr die geheimen Begriffe der anderen Personen zu erraten. Auch ihr selber versucht Hinweise zu geben, damit die anderen eure Wörter erraten. Der Clou dabei, ihr dürft nur die Hinweise verwenden, die die anderen Person vorgeben und die ihr ersteigern könnt.  

(hunch [hʌnʧ] (Englisch): Ahnung, Gefühl, Vermutung)

Spielmaterial und -aubau

Ihr erhaltet 64 Zielkarten mit jeweils 3 Begriffen, 12 Geheimsnkarten, 32 Punktemarker, 1 Startmarker, 48 Hinweiskarten, 54 Ratekarten, 34 Münzen und 6 Folienstift.

Jede Person bekommt einen Stift, 6 Ratekarten und 5 Münzen. Die Zielkarten werden gemischt und jede Person erhält davon verdeckt 3 Karten (bei fünf Personen nur 2). Von jeder Karte muss ein Begriff ausgesucht werden, der auf die Geheimniskarte geschrieben wird, welche dann verdeckt abgelegt wird.

Alle benutzen Zielkarten werden durch weitere, unbenutzte auf 12 Karten aufgestockt, gemischt und als offene Auslage ausgelegt.

Bestimmt eine Person als Startperson, räumt alles nicht benötigte Material weg und das Spiel beginnt.

Hunch, Spielaufbau, Foto: Tim Nissel

Hunch, Spielaufbau, Foto: Tim Nissel

Ablauf

  1. Hinweise erfinden 
    Jede Person zieht zwei Hinweiskarten – wenn eine Karte nicht gefällt, darf sie einmalig pro Runde ersetzt werden. Anschließend schreiben alle einen Hinweis auf die Karte. Dieser Hinweis muss zur Kategorie der Karte passen und wird später von den anderen benutzt. Nutzt den also nicht, um euere Geheimnisse zu beschreiben. Wer fertig ist, legt die Hinweise verdeckt vor sich ab.

    Hunch, Hinweiskarten, Foto: Tim Nissel

    Hunch, Hinweiskarten, Foto: Tim Nissel

  2. Hinweise handeln
    Jetzt beginnt die Auktion. Beginnend bei der startenden Person, werden die beiden Hinweise aufgedeckt. Im Uhrzeigersinn kann jetzt jede Person ein Gebot abgeben, ein Gebot überbieten oder passen. Sobald alle übrigen Person gepasst haben, bekommt die Person mit dem höchsten Gebot einen der beiden Hinweise und legt diesen offen vor einem seiner Geheimnisse aus. Anschließend kommt es noch zur Bonusaktion: Reihum darf jede Person entweder einen der nicht gekauften Hinweise oder 2 Münzen nehmen.
  3. Geheimnisse erraten
    Entsprechend der Runde (also 1, 2 oder 3) nehmt ihr euch Ratekarten in eurer Farbe, tragt dort jeweils ein Wort ein, dass ihr bei einem der anderen Personen vermutet und legt es verdeckt vor sie ab.
    Reihum werden die Vermutungen jetzt aufgedeckt und ggf. Punkte verteilt. Für jedes richtig geratene Wort sowie für jedes Wort von euch, das richtig erraten wurde, erhaltet ihr einen Punkt. Solltet mehrere Personen euer Wort erraten haben, bekommt ihr maximal 2 Punkte.

Anschließend werde die erratenen Geheimnis- und die Hinweis-, Rate- und Zielkarten aus dem Spiel entfernt.
Hinweiskarten vor nicht erratenen Geheimnissen bleiben im Spiel

Nach drei Runden endet das Spiel und wer am meisten Punkte hat, gewinnt. Aber ihr könnt auch gucken, wie gut ihr als Gruppe wart und eure gemeinsamen Punkte mit einer Tabelle vergleichen.

Hunch, Spielmaterial, Foto: Tim Nissel

Hunch, Spielmaterial, Foto: Tim Nissel

Meinung

Vom Spielaufbau erinnert das Spiel etwas an Codenames, allerdings gibt es hier mehrere Begriffe pro Karte. Besonders beim Spielablauf unterscheidet sich das Spiel aber von bekannten Partyspielen, denn ihr müsst nicht selber die Hinweise geben, sondern müsst die Hinweise ersteigern und seit dabei sehr von der Kreativität der anderen Personen abhängig. Durch die vorgegebenen Kategorien sind die Hinweise zwar nicht willkürlich, aber es kann Runden geben, in denen die Hinweise nicht so gut zu euren Geheimnissen passen.

Das ist für mich auch ein Punkt, an dem sich entscheidet, ob einem das Spiel gefällt oder nicht. Auch wenn ich es mag bei manchen Spielen zu gewinnen, steht für mich bei Partyspielen ganz klar der Spielspaß im Vordergrund. Solange es Spaß gemacht hat, kann ich auch verlieren. Es gibt aber auch Spielerinnen und Spieler, die auch bei Partyspielen versuchen zu gewinnen. Und wenn man gewinnen möchte, dann möchte man auch dafür selbst verantwortlich sein. Hier gebe ich aber ein wichtiges Element, die Hinweise, in die Hände der anderen und bin nicht mehr ganz so verantwortlich für den Ausgang des Spiels.

Wer sich ganz auf das Partyspiel einlässt und es ggf. einfach als gemeinsames Ziel sieht, möglichst viele Punkte zu sammeln, wird mit Hunch auch Spaß haben.

Die Regeln sind schnell verstanden und das Spiel lässt sich flüssig spielen. Trotz der Ähnlichkeit zu anderen Spielen, bringt Hunch genug eigene Ideen mit, um nicht bloß als Klon angesehen zu werden. Am Ende bleibt es für mich aber ein gutes Spiel. Es macht nichts groß falsch, aber mir fehlt am Ende noch der gewisse Reiz, der es zu einem sehr guten Partyspiel macht.
Positiv hervorheben möchte ich zum Schluss aber auch noch das Design bzw. die Illustrationen. So sind die Rückseiten der Karten sehr bunt und abwechslungsreich dargestellt.

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