Mit „AR Party“ ist ein Mehrspieler-Titel in die Schwarmfinanzierung gestartet, bei dem Augmented Relity (AR) nicht nur Beiwerk, sondern zentrales Spielelement ist. Den Namen zum Spiel haben die Macher Robin Bittlinger und Sebastian Schuchmann vermutlich nicht zufällig gewählt: mit ihrer Darmstädter Medienagentur wollen sie ein Werk zur Marktreife bringen, das im Kern an Spiele wie Mario Party erinnert. Es handelt sich demnach um ein rundenbasiertes Videospiel mit Anleihen an analoge Gesellschaftsspiele. Die Crowdfunding-Kampagne zu AR Party läuft bereits auf Kickstarter: Bis zum 24. Dezember haben Backer Zeit, das Projekt zu unterstützen.


„Geile Projekte mit geilen Technologien, durchdachter User Experience und nichts wird gemacht ohne Spaß an der Sache“, das ist so etwas wie das Leitmotto der Media Agentur Ditached, deren Spezielgebiet unter anderem Augmented Reality ist, hierzulande auch unter „erweiterter Realität“ bekannt. Letztendlich geht es darum, die reale Welt mit digitalen Einflüssen zu bereichern – und im Falle des Mobile-Games „AR Party'“ darum, die Wirklichkeit als Kulisse für ein Videospiel zu nutzen. Die Grundidee ist nicht gänzlich neu, Spiele wie Pokemon Go oder Harry Potter: Wizards Unite greifen die Technologie ebenfalls auf. Ditached strickt um AR einen Titel, bei dem gemeinsame Spielmomente im Mittelpunkt stehen: Multiplayer-Erlebnisse also.

AR Party: Wie Mario Party, nur ohne Mario und ohne Party

Kein Zufall sind die Anleihen an Spiele wie Mario Party. Die beiden Kreativköpfe sind Nintendo-Fans und hatten genau diese Idee: Ein Spielerlebnis ähnlich „Mario Party“ in die Augmented Reality transportieren. Herausgekommen ist dabei ein Videospiel, das für mobile Endgeräte mit den Betriebssystemen iOS und Android veröffentlicht werden soll. Gratis übrigens. „AR Party“ wird keinen Cent kosten, dennoch auf Werbung verzichten. Wozu die Kickstarter-Kampagne? Zunächst um die Grundfinanzierung sicherzustellen, zudem erhalten Backer ab einem bestimmten Pledge-Level auch zukünftige Spielinhalte kostenlos, etwa Erweiterungen, Skins oder Mini-Games.

Perspektivisch wird „AR Party“ somit um Bezahlinhalte erweitert, darunter kosmetische Items (Skins). Genau diese wird es via Kickstarter in exklusivem Design geben. So wollen die Macher einen Anreiz für Backer schaffen. Zukünftig soll „AR Party“ dann um Mini-Spiele, aber auch neue Maps erweitert werden.

Der Würfel mit dem Fragezeichen kommt euch bekannt vor? Nicht ohne Grund. Quelle: Detached

Der Würfel mit dem Fragezeichen kommt euch bekannt vor? Nicht ohne Grund. Quelle: Ditached

Zum Start sind ein Karte sowie zwölf Mini-Games geplant, auf die Spieler zurückgreifen können. Eine Partie des Spiels dauert zwischen sechs und zwölf Runden. Daran lässt sich ablesen: Es wird alles andere als hektisch zugehen, das Spiel läuft rundenbasiert ab und erinnert damit in Teilen eben an „Mario Party“, dem „Brettspiel like“-Videospiel, dessen Hauptreihe Nintendo im Jahr 2018 in die inzwischen elfte Runde geschickt hat.

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Die Idee von Robin Bittlinger und Sebastian Schuchmann: Sie bauen Spielern durch „AR Party“ ein virtuelles Spielfeld, das auch Gegenständen zusammengesetzt wird, die man in jede Haushalt finden kann: Nägel, Schrauben, Knöpfe, Blöcke, Steine – aus all dem Kleinod entsteht auf dem Display des mobilen Endgeräts ein Spielfeld, das dann in das heimische Wohnzimmer projiziert wird.

Der DIY-Charakter der Charaktere und Umgebungen tragen das Konzept – und erzählen gleichzeitig die Story hinter dem AR-Spiel. Alles dreht sich nämlich um die lebende Geldbörse „Wallet Guy“, die die Spielarenen baut, in denen dann die „Sofas“ herum toben und Münzen sammeln, die sie dann für Gegenstände oder Trophäen ausgeben. Spielaktionen werden durch Würfelwürfe bestimmt; an dieser Stelle schließt sich der Kreis zum Brettspiel. Um taktische Überlegungen in den Fokus zu setzen, sind jene Gegenstände verfügbar, mit denen sich die Würfelwürfe manipulieren lassen.

Ein Vorteil von AR zu Hause: Man kann barfuß spiele oder Badelatschen tragen - und keiner stört sich daran! Quelle: Detached

Ein Vorteil von AR zu Hause: Man kann barfuß spiele oder Badelatschen tragen – und keiner stört sich daran! Quelle: Ditached

Bis zu vier Spieler sollen zum Release im lokalen Multiplayer-Modus antreten können, später will Ditached die Spielzahl auf bis zu acht erhöhen und einen Remote-Modus einführen. Am Ende gewinnt, wer die meisten Trophäen sammeln konnte.

Als Finanzierungsziel haben die beiden Designer 25.000 Euro festgelegt. Erreichen will man die Summe im Rahmen der Kickstarter-Kampagne zu AR Party bis zum 24. Dezember. In einem Video auf der Kickstarter-Seite erklären die Macher, was hinter dem Spiel und ihrer Idee steckt.

Mit einem Pledge ab 25 Euro können Fans AR Party vorzeitig ausprobieren, nämlich sobald das Spiel in die „Early Playtests“ startet. Die Auslieferung ist mit Juli 2021 angegeben, Robin Bittlinger und Sebastian Schuchmann stellen jedoch klar: Man wolle das Spiel so schnell wie möglich veröffentlichen und arbeite demnach täglich an dem Projekt.


Letzte Aktualisierung am 19.04.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. * = Affiliate Links. Bilder von Amazon PA-API