Phantom Doctrine, das Videospiel von Good Shepherd und CreativeForge, wird als Brettspiel adaptiert, vorausgesetzt die auf Kickstarter geschaltete Crowdfunding-Kampagne verläuft erfolgreich. Galaktus Games hat sich der Idee angekommen und will aus dem digitalen Spionagethriller ein analoges Spielerlebnis schaffen. Spannend ist die Kampagne in zweifacher Hinsicht: Erstes ist die Vorlage durchaus interessant, zweitens handelt es sich um das erste Projekt der neu gegründeten Brettspielschmiede, die aus einer PR-Agentur hervorgegangen ist.


Phantom Doctrine ist 2018 für PC und Konsole erschienen, rund ein Jahr später folgte die Version für Nintendos Hybridkonsole Nintendo Switch. Nun soll der Spionage-Thriller, der zu Zeiten eines alternativen Kalten Kriegs spielt, als Brettspiel umgesetzt werden. Die Crowdfunding-Kampagne läuft bereits, die ersten Backer sind aktiv: Rund 55.000 Euro will das Spielestudio Galaktus Games einsammeln. Bis zum 27. November bleibt dafür Zeit.

PR-Experten wollen Lizenz-Brettspiele machen

Für Galaktus Games ist es eine Art erstes Experiment. Der Verlag ging aus der PR-Agentur Galaktus PR hervor und will sich nun darauf konzentrieren, Brettspiele auf Basis von Videospiel-Lizenzen zu adaptieren. Phantom Doctrine ist damit nicht nur das Kickstarter-Debüt, sondern die Projekt-Premiere für die Macher. Erfahrungen gesammelt haben die Experten jedenfalls, rund zehn Jahre sogar. In Deutschland hat die Agentur einen Standort, Referenzkunden wie Electronic Arts oder Steelseries haben auf die Expertise zurückgegriffen.

Phantom Doctrine ist das erste Spiel, das nun umgesetzt wird. An zwei weiteren wird bereits gearbeitet, detaillierte Infos zu den bislang nicht genannten Spielen gibt es aber nicht. Der öffentliche Fokus liegt demnach allein auf dem Videospiel, das CreativeForge Games entwickelt und als rundenbasiertes Strategiespiel auf den Markt gebracht hat – ideal für eine Brettspiel-Vorlage. Das Videospiel kam bei Fans und Kritikern durchaus gut an. Die Entwickler arbeiten derzeit an einer Fortsetzung.

Im besten Fall fühlen sich Spieler beo Phantomc Doctrine wie echte Spione, das ist der Wunsch der Autoren. Bildrechte: Galaktus Games
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Im besten Fall fühlen sich Spieler beo Phantomc Doctrine wie echte Spione, das ist der Wunsch der Autoren. Bildrechte: Galaktus Games

Das brettspiel hält sich eng an die Vorlage: Spieler verdingen sich ihre Zeit als Spione der Geheimorganisation „The Cabal“ und müssen sich um eine Verschwörung kümmern. Zur Verfügung stehen dabei verschiedene Spezialisten, durch die der individuelle Spielstil festgelegt wird, so etwa Hacker, Feldmediziner oder Martial-Arts-Experte.

Die Kampagne ist optisch vergleichsweise nüchtern, von einer PR-Agentur hätte man da vermutlich mehr ab Pomp erwarten dürfen, denn eigentlich wissen die Fachleute, worauf es bei Kickstarter in den ersten Tagen ankommen sollte: den schönen Schein. Davon ist wenig zu sehen, dafür überzeugt die Idee des Brettspiels durchaus. BIs zu vier Spieler ab etwa 14 Jahren arbeiten in dem kooperativen Brettspiel zusammen, wahlweise kann auch ein Solo-Spieler loslegen. Phasenweise beackern Spielern dann ihre Züge, bestehend aus einer Bau- und Trainings-Phase, der Missionsphase und einer Taktik-Phase. Ziel ist natürlich, die Menschheit zu retten.

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Rund 55 Euro kostet der Standard-Pledge für 77 Euro gibt es das Spiel mit Miniaturen statt Standees. Bis zum 27. November möchte Galaktus Games rund 55.000 Euro einsammeln, die Kampagne läuft langsam an, die Finanzierung macht keine großen Sprünge innerhalb kurzer Zeit.


Letzte Aktualisierung am 23.01.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. * = Affiliate Links. Bilder von Amazon PA-API