Brettspiel-Rezension: Porto von Orlando Sá – Ein Legespiel zum Thema Häuserbau

Lesezeit: 3 Minuten

Buntes Burano von Board Game Circus, Copenhagen von Queen Games, Kensington von Piatnik und nun auch Porto von Mebo Games: In den vergangenen Monaten sind zahlreiche Brettspiele erschienen, die sich dem Thema Häuserbau widmen. Mit diesem Artikel beginne ich diese Spiele vorzustellen und einen Überblick über diese Spiele zu geben.


Das erste Spiel, über das ich einen Überblick geben möchte, ist Porto von Mebo für zwei bis vier Spieler ab acht Jahren.  Das jüngste Spiel in dieser Reihe fiel mir auf der Messe Stuttgart ins Auge, da es ein großartig illustriertes Cover hat. Grafiker für dieses Spiel ist Luis Levy Lima, Autor ist Orlando Sá.

Detail verliebte Grafik – übersichtlich strukturiert

Das Spiel spielt thematisch im Ribeira-Viertel im portugiesischen Porto. Dieser Stadtteil ist bekannt für seine bunten Häuserfassaden. Es geht in diesem Spiel darum, eine Straße mit farbenfrohen Häusern zu bauen.

Schon beim Ausbreiten des Spielplans kommt Freude auf. Dieser gleicht in seiner Gestaltung einem Wimmelbild, auf dem es jede Menge Details zu entdecken gibt. Am oberen Rand befindet sich die Siegpunkteleiste, darunter sind Platzhalter für die Dachteile, die gleichzeitig als Zähler für das Spielende dienen. Unter den Dächern ist Platz für die Auslage der „Öffentlichen Aufträge“.

Eindeutig Mebo Games: Der Stil ist wiedererkennbar. Bild: Mebo

Eindeutig Mebo Games: Der Stil ist wiedererkennbar. Bild: Mebo

Unter den „Öffentlichen Aufträgen“ sind die Felder der Häuserteile der Straße vorgedruckt, auf denen wir im Spielverlauf bauen dürfen. Am unteren Rand des Spielbretts befinden sich die Platzhalter für die Baukartenauslage, den Baukartenstapel und die Baukartenablage.

Strategisches Spiel mit leicht zugänglichen Regeln

Der Spielablauf ist einfach. Man hat die Wahl zwischen zwei Aktionen: entweder bis zu drei Karten nehmen oder Hausplättchen bauen. Entscheidet man sich dafür Karten zu nehmen darf man bis zu drei Karten nehmen, deren Punktezahl den Wert drei aber nicht überschreiten darf. Möchte man Hausplättchen bauen, so muss man hierfür zwei Handkarten abgeben. Mit einer Karte legt man die Farbe der Hausplättchen fest und mit der zweiten Karte die Anzahl der Plättchen.

Die Bauregeln sind folgende: jedes Haus beginnt mit einem Erdgeschoss. Dieses darf nur auf einen freien Bauplatz gelegt werden. Jedes Haus darf nur mit Plättchen einer Farbe gebaut werden und benachbarte Häuser müssen unterschiedliche Farben haben.

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Die Plättchen eines Zuges müssen an dasselbe Haus angelegt werden. Bis dahin alles ganz simpel. Auf den Erdgeschossfeldern liegen bei Beginn des Spiels Siegpunktmarker (Werte zwischen Eins bis Vier), die entfernt werden, sobald man ein Erdgeschoss baut.

Das Spielbrett von Porto: Die Artworks des Legespiels überzeugen. Foto: Nicole Zeller

Das Spielbrett mit den Häusern des Stadtteils „Ribeirinha“: Die Artworks überzeugen. Foto: Nicole Zeller

Diese Siegpunkte darf man auf der Siegpunktleiste abtragen und den Marker auf ein freies Dach Feld nach Wahl legen. Baut man später ein Dach erhält man für diesen Marker wieder Siegpunkte. Außerdem bekommt man Siegpunkte für das Legen der Häuserplättchen und auch für bereits dort schon liegende Hausplättchen darunter, als auch für benachbarte Plättchen.

Jeder Spieler bekommt zu Spielbeginn „Private Auftragskarten“ die Siegpunkte bringen, wenn man diese bis Spielende erfüllt hat. Während des Spiels kann man „Öffentliche Auftragskarten“ erfüllen und ebenfalls Siegpunkte sammeln. Das Spiel endet, wenn eine vorgeschriebene Anzahl an Dächern gebaut wurde. Diese variiert je nach Spielerzahl. Auch die zur Verfügung stehenden Bauplätze variieren entsprechend der Spielerzahl.

Infobox

Spielerzahl: 2 bis 4 Spieler
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 50 Minuten
Schwierigkeit: mittel

Verlag: Mebo Games
Autor: Orlando Sá
Grafik: Luis Levy Lima
Erscheinungsjahr: 2019
Sprache: deutsch, englisch, portugiesische, spanisch
Kosten: 38 Euro

Fazit

Trotz der einfachen Regeln hat das Spiel eine gewisse Tiefe und man sollte seine Züge gut überlegen. Das Brettspiel läuft sehr flüssig und es kommt keine Langeweile auf. Sollte es zu Wartezeiten kommen, macht es Spaß die vielen teils amüsanten Details des Spielbretts zu erkunden. Das Spiel besitzt auch eine Solo-Variante. Aufgrund des leicht nachvollziehbaren, aber doch zu Effizienz motivierenden Spielablaufs, ist das Spiel sowohl für Gelegenheitsspieler als auch für Vielspieler gut geeignet.

Das Spielmaterial ist hochwertig. Das einzige Manko sind die Spielkarten, die beim ersten Spielen sehr stark aneinanderhaften und sich dadurch eher schlecht mischen lassen.

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Porto

29,90 Euro
7.5

Spielidee

7.5/10

Spielmaterial

8.0/10

Regelwerk

8.0/10

Spielablauf

7.0/10

Wiederspielwert

7.0/10

Pro

  • Tolles Material
  • Gelungene Illustrationen
  • Begrenzte Spielrundenzahl
  • Fordert Entscheidungen
  • Einfache Regeln

Con

  • Karten haften aneinander

Inhaltsverzeichnis

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