Regulierung des Glücksspiels in Deutschland bietet Chancen für die Branche

Lesezeit: 3 Minuten

Glücksspiel wird im Jahr 2021 in Deutschland reguliert, diese Meldung dürfte nicht nur die Anbieter von Online-Casinos, sondern auch die Fans freuen. Dass es sich dabei um keine Nebensächlichkeit handelt, zeigt allein die Verbreitung der Nachricht: nahezu jedes Medium hatte über die anstehende Regulierung berichtet.


Tatsächlich betrifft die Regulierung des Glücksspiels in Deutschland nicht einige wenige, sondern Millionen Spieler. „Digitales Gambling“ boomt und wird nicht selten den Videospielen zugeordnet. in Die Fan-Gemeinde der „virtuellen Casino-Besucher“ ist groß. Die Entscheidung für 2021 war längst überfällig.

Wo andere Ländern bereits in der Vergangenheit regulierend eingriffen, hat man sich hierzulange viel Zeit gelassen. Bislang war Online-Glücksspiel in Deutschland nur unter Rückgriff auf eine Lizenz aus Schleswig-Holstein erlaubt – also für Casinos aus dem Bundesland und für Spieler mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthaltsort. Ansonsten heißt es in Paragraf 4 des Glücksspielstaatsvertrags: „Das Veranstalten und das Vermitteln öffentlicher Glücksspiele im Internet ist verboten.“

Regulierung des Glücksspielstaatsvertrages auf dem Weg

Das gesamte Setting ist verworren und für Laien kaum verständlich. Das soll sich nun ändern. Bis Mitte des Jahres 2021 sollen erste größere Änderungen am Glücksspielstaatsvertrag ausgearbeitet werden. Den Bundesländern bleibt damit noch rund ein Jahr, um zu diskutieren – und am Ende zu entscheiden – was mit Online-Casinos grundsätzlich geschehen soll.

Nicht nur die Casinos selbst und die Fans könnten von einheitlichen Regelungen profitieren, sondern auch diverse Vergleichsseiten, die als direkte Weiterleitungen zu den Glücksspieltempel fungieren, etwa bei Sunmaker login ermöglichen. Insgesamt werden durch die Regulierungen nicht nur einzelne Segmente, sondern die gesamte Branche Vorteile aus den einheitlichen Gesetzesgrundlage ziehen.

Schwarze Schafe müssen Spieler nicht fürchten: Ein Freifahrtschein für dubiose Anbieter wird die Regulierung des Glücksspielstaatsvertrages nicht. Die Bundesregierung sieht bezüglich der Änderungen ein zweischrittiges Verfahren vor. Zunächst sollen in einem ersten Schritt Lizenzen an Anbieter vergeben werden, dann vermutlich inklusive Prüfung. Klare Regeln werden demnach vorausgesetzt. In einem zweiten Schritt soll eine Behörde eingerichtet werden, die den Glücksspielbetrieb überwachen wird.

Regulierung soll ab Juli 2021 gelten

Ändern soll sich alles am 1. Juli 2021. Bislang gibt es jedoch auch kritische Stimmen, die einen Fokus auf Umsätze und nicht auf den Schutz der Spieler in den Regelungen sehen. Auch Lobbyarbeit ist einer der geäußerten Vorwürfe. In jedem Fall werden Grauzonen aufgehoben: Wer seine Dienste ohne Lizenz anbietet begeht dann eine Steuerstraftat.

Regulierung des Glücksspielstaatsvertrags: Hat die Branche damit gute Karten? Foto: pixabay

Regulierung des Glücksspielstaatsvertrags: Hat die Branche damit gute Karten? Foto: pixabay

Immerhin: Die Vorteile überwiegen deutlich bei einer Regulierung des Glücksspielstaatsvertrags in Deutschland. Der Staat selbst profitiert von höheren Steuereinnahmen, die Spieler erhalten Verlässlichkeit und auch die Anbieter können sich auf ein geregeltes Rahmensystem verlassen. Sogar der Sportbereich könnte profitieren, insbesondere, weil Sportwettenanbieter regelmäßig als Sponsoren auftreten und so den Sport direkt finanziell unterstützen können. Selbst für den Arbeitsmarkt gibt es Vorteile, wenn bislang als dubios angesehene Unternehmen plötzlich offiziell und ganz legal als Arbeitgeber auftreten können – unter anderem, weil sie nach Erhalt einer Lizenz auch Büros in Deutschland eröffnen können.

Allzu restriktive Vorgaben könnten zudem problematisch sein. Weil der Betrieb überwacht wird, müssen Anbieter sich zwingend an die lizenzrechtlichen Voraussetzungen halten. Der Schutz der Spieler spielt dabei tatsächlich eine Rolle, erweist sich sogar teilweise als recht starr. So müssen Anbieter etwa Spieler stoppen, die mehr als 1.000 Euro monatlich verzocken. Zudem sollen automatisierte Routinen erkennen, wann welche Spieler von einer Glücksspielsucht gefährdet sind. Insbesondere auf kleinere Anbieter kommen einige Herausforderung zu.

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