Das Jahr 2021 bringt viele rechtlichen Veränderungen mit sich. Das betrifft zum Beispiel die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes von 9,35 Euro auf 9,50 brutto pro gearbeiteter Arbeitsstunde im Angestelltenverhältnis. Zudem steigt der bisherige Regelsatz für Hartz-4-Empfänger ebenso an wie das Kindergeld. Damit werden Familien in Zukunft ein wenig entlastet.


Weitere neue Gesetze für 2021 betreffen die geringeren Ausgaben für Stromverbrauch bei gleichzeitig höheren Beträgen beim Tanken und ebenso für das Heizen. Online Zocker betrachten diese Entwicklungen gespannt und fragen sich, ob Gesetzesänderungen im Jahr 2021 auch auf die Gaming Welt und vor allem auf das Online Casino Einfluss nehmen. Hier gibt es die Antworten.

Die Casino-Welt ist im Wandel

Die vergangene Zeit stellte das Online Casino auf eine harte Probe, weshalb sich viele Spieler gegen das virtuelle Casino und für ein klassisches Konsolenspiel entschieden haben. Kein Wunder, denn vielen deutschen Spielern ist die Teilnahme am Online Casino nicht gestattet. Sie können sich zwar registrieren, doch sie dürfen lediglich um Spiel- und nicht um Echtgeld spielen. Ausgenommen davon: Spieler mit Wohnsitz oder Aufenthaltsort in Schleswig-Holstein. Diese Regelung wirkt sehr konservativ und erinnert an Österreich, wo bislang nur lokale Betreiber digitale Angebote für österreichische Spieler bereitstellen dürfen.

Ab 2021 soll die Welt für online Zocker in Österreich wie in Deutschland anders werden. In Deutschland bestanden zwischen den einzelnen Bundesländern Uneinigkeiten darüber, ob das Online Glücksspiel legalisiert werden soll oder nicht. Die Klagen von Spielern und Anbietern häuften sich. Daher wird das virtuelle Glücksspiel in Deutschland für alle deutschen Spieler ab 18 legalisiert.

Limitiertes Spiel ist ab sofort ein Muss

Zum Spiel-Limit gab es schon immer geteilte Meinungen. Was ist das? Bei diesem Spiel legt der Gambler innerhalb seines Kontos ein Limit fest, das er innerhalb eines Monats nicht überschreiten darf. Dieses Limit sollte eigentlich dem Schutz der Spieler und der Absicherung vor überhöhten Ausgaben und Suchtpotenzial bieten. Allerdings lässt sich das Limit bislang nahezu täglich neu einstellen. Dadurch entfällt der wirkliche Schutz.

Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag 2021 gilt eine von außen festgelegte Begrenzung der Nutzung des Spielerguthabens. Gambler dürfen ab diesem Jahr pro Monat nicht mehr als 1000 Euro für das virtuelle Glücksspiel ausgeben.

Passionierte Spieler wollen dieses Gesetz umgehen, indem sie sich auf mehreren Plattformen anzumelden gedenken. Das wird aufgrund einer Spielerkartei nicht funktionieren, was regelmäßige Spieler wütend macht. Die Begrenzung stellt ihrer Ansicht nach einen Einschnitt in ihre Freiheitsrechte dar.

Der Einsatz pro Wette ist nicht mehr vom Spieler frei wählbar.

Der Einsatz pro Wette ist nicht mehr vom Spieler frei wählbar.

Suchtspieler werden ausgeschlossen

Einige Casino Spieler besuchen die digitale Spielbank täglich und setzen dabei ihr gesamtes Hab und Gut aufs Spiel. Dieses Handeln gipfelt in Überschuldung und Überschuldung führt unweigerlich zur Armut. Leider können Betroffene nicht mehr frei entscheiden, ob sie spielen wollen oder nicht. Ihr Verstand sagt ihnen, dass das Spiel zum Verderben führt. Doch der Suchtgedanke ist weitaus stärker und ohne Hilfe kann sich der Betroffene aus dem Teufelskreis seines Suchtverhaltens nicht mehr befreien.

Genau deshalb und weil die Anzahl der Suchtspieler zunimmt, gibt es jetzt Gegenmaßnahmen. Das Spielverhalten der Online Zocker wird genauestens beobachtet. Wer in den Verdacht gerät ein Suchtspieler zu sein, wird behördlich erfasst und vom Online Glücksspiel ausgeschlossen. Die Frage ist jedoch, ab wann ein Spieler als Suchtspieler geführt wird. Außerdem: Wer süchtig ist und nicht mehr spielen darf, bräuchte streng genommen eine passende Therapie. Leider gibt es hierzu kaum Lösungen.

Das Aus von klassischen Spielen am Tisch

Das lokale Casino verzeichnet hohe Einnahmen und die Basis dieser Einnahmen sind die angebotenen Tischspiele im Saal. Hier gehen meist hohe Summen über den Tisch. Das ist bei den Automatenspielen wie Slots nicht der Fall. Auch im Netz boomen Spiele wie Roulette, Black Jack und andere Tischspiele mit Live-Croupier. Doch genau diese sind ab sofort wohl den lokalen Spielbanken vorbehalten.

Einsätze nicht mehr frei wählbar

Was viele täglichen Spieler hart trifft: Der Einsatz pro Wette ist nicht mehr vom Spieler frei wählbar. Bisher konnte dieser hohe Summen einsetzen und dann dementsprechend schnell hohe Summen erzielen. Das wird nicht mehr möglich sein.

Ab 2021 darf der Einsatz pro Wette im Online Casino den Wert von 1 Euro nicht mehr übersteigen. Damit wird das Glücksspiel im Internet für viele Gambler unattraktiver und die Casinos müssen sich wieder etwas Neues einfallen lassen.

Seriöse Plattformen auf dem Vormarsch

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 hat sicherlich auch einige Vorteile im Gepäck. Hinsichtlich des Jugendschutzes gibt es bessere Kontrollen. Gleiches trifft auf die Seriosität der Plattformen zu. Deutsche Spieler können somit auf legalen Plattformen spielen. Illegale Anbieter werden aufgrund der besseren Konkurrenz vom Markt vertrieben. Wer spielt, braucht sich nicht mehr um Einsätze und um Gewinne zu fürchten.

Auch überzogene Boni und Rabatte wird es fortan nicht mehr geben. Sicherlich gibt es weiterhin lukrative Angebote, doch diese bewegen sich in einem anderen Bereich als jene von unseriösen Anbietern. Dennoch ist bei der Wahl des Online Casinos auf dessen Zulassung, Impressum, Erreichbarkeit und somit auf die vorhandenen Lizenzen des Glücksspielanbieters zu achten.