Die Serie Squid Game habe der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) nicht zur Prüfung vorgelegen, darauf weist die FSK hin. Entsprechend habe sie Serie auch keine FSK-Freigabe erhalten.

Squid Game ist für Netflix ein großer Erfolg – und zieht gleich andere Serien mit, etwa Alice in Borderland. An Halloween und zu Karneval zählen die roten Anzüge aus der Serie zu den diesjährigen Kostümhighlights. Squid Game ist in aller Munde und in den Sozialen Medien omnipräsent – es gibt viel Lob, aber auch harsche Kritik. Letztere insbesondere für die explizite Gewaltdarstellung in mehrere Szenen.

FSK: Keine gesetzliche Vorlagepflicht

Eine Prüfung durch die FSK ist nach Angaben der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft freiwillig und könne von allen Anbietern von filmischen Inhalten beantragt werden. Eine gesetzliche Vorlagepflicht bestehe nicht. Relevant wird der Hinweis, weil offenbar auch viele Kinder die Netflix-Erfolgsserie schauen, es nach Meinung von Experten jedoch besser nicht tun sollten. So außergewöhnlich Squid Game sein mag und so tiefgründig die Botschaften sind, die die Serie vermitteln will, die Handlung ist angereichert mit brutalen Szenen. Das ZDF berichtete, dass Kinder einer Hamburger Kita die Serie nachspielten. Experten forderten demnach eine FSK-Altersfreigabe ab 16 Jahren – genau die gibt es aber nicht, weil Squid Game nicht zur Prüfung eingereicht wurde. Netflix selbst weist die Serie allerdings diesem Mindestalter zu.

Anbieter im Online-Bereich können ihre Inhalte selbst einschätzen, ob diese für Kinder bzw. Jugendliche einer bestimmten Altersstufe entwicklungsbeeinträchtigend sind. Der Anbieter Netflix weist die Serie in seinem Streamingangebot mit der Altersbewertung „16“ aus. “Dabei handelt es sich nicht um eine Altersfreigabe der FSK”, heißt es von der Freiwilligen Selbstkontrolle.

Im Zentrum der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) stehen freiwillige Altersfreigabeprüfungen von filmischen Inhalten, die in Deutschland für die öffentliche Vorführung und Verbreitung auf anderen Vertriebswegen vorgesehen sind. Auf der Basis des Jugendschutzgesetzes und der FSK-Grundsätze wird in transparenten und unabhängigen Prüfverfahren über die Freigabe für fünf Altersklassen entschieden. Die FSK-Alterskennzeichen ab 0, 6, 12, 16 und 18 Jahren machen die Arbeit der FSK einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Prüfung geschieht auf Antrag. Eine gesetzliche Vorlagepflicht besteht nicht.

Die FSK engagiert sich auch im Online-Bereich und bietet für den Jugendschutz im Internet ein umfangreiches Angebot von Informations- und Serviceleistungen. Sie ist als FSK.online eine anerkannte Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle für Webangebote auf Basis des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages der Länder.


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