Test zu Ary and the Secret of Seasons: Ein Zelda, das kein Zelda ist

Lesezeit: 4 Minuten

Ary and the Secret of Seasons ist ein waschechtes Action Adventure, als Spiel in diesem Genre muss es sich natürlich auch mit dem Genre Primus Zelda messen. Wie Ary in diesem Vergleich abschneidet und ob es eine Alternative zu Zelda ist, erfahrt ihr im Test.


Wenn man Ary and the Secret of Seasons sieht muss man zwangsweiße an das große Vorbild The Legend of Zelda denken. Denn Ary ist ein wasch echtes Action Adventure das stark von Zelda inspiriert wurde aber nicht nur von Nintendo wurde hier einiges übernommen. Die Entwickler bestätigten auch das Legacy of Kain: Soul Reaver eine großes Vorbild für Ary war. Wie diese ganzen Inspirationen zusammen spielen und ob wir das Gehmeinis der Jahreszeiten lüften konnten erfahrt Ihr jetzt.

Junges Mädchen in großer Mission

Aryelle oder die Kurzform Ary, ist das tapfere Mädchen, welches wir als Hauptprotagonist auf ein großes Abenteuer begleiten werden. Wir leben in der Winterregion Yule, unser Vater ist der Wächter des Winterkristalls, welcher nach sonderbaren Vorkommnissen zur Tat schreiten muss. Denn die Jahreszeiten sind aus dem Gleichgewicht geraten, unser Vater, sowie unser Bruder sind verschwunden. Somit liegt es an uns, Ary den Winterkristall in die Kuppel der Jahreszeiten zu bringen, um das Gleichgewicht herzustellen.

Ary begibt sich auf eine spannende Reise

Ary begibt sich auf eine spannende Reise.

Klingt simpel, ist es aber nicht. Allerlei Gegner, viele Quests entlang der Reise und die Tücken der durcheinander geratenen Gezeiten erwarten uns während der Reise. Im Laufe des Abenteuers haben wir die Möglichkeit unsere Kampffähigkeiten zu verbessern, Ary mit neuen kosmetischen Gegenständen auszustatten und allerlei Nebenquests zu erledigen. Das Entdecken neuer Landschaften, weckt den Abenteurer in uns, wenn auch die Welt nicht so offen gestaltet ist, wie man es von einem Zelda gewohnt ist. Es werden Grenzen aufgezeigt, jedoch kann man immer wieder etwas neues finden. Zum Beispiel Truhen, diese enthalten Gold, welches wir für die eben erwähnten kosmetischen Gegenstände oder Charakterverbesserungen einsetzen können.

Viel Potenzial das nicht richtig ausgeschöpft wird

Das gesamte Gameplay von Ary and the Secret of Seasons fühlt sich großartig an. Der besondere Clou an dem Spiel ist das Manipulieren der Jahreszeiten, denn wir können alle vier kontrollieren. So können wir Wintersphären erschaffen, welche Wasser zu Eis werden lassen. Dies ist notwendig, um Bereiche erreichen zu können, die vorher unzugänglich waren. Der Sommer lässt Eis schmelzen, der Frühling Pflanzen wachsen und der Herbst erschafft Regen.

Knackige Landschaften - nicht ganz in der Zelda Liga aber hübsch sind sie alle mal

Knackige Landschaften – nicht ganz in der Zelda Liga aber hübsch sind sie alle mal.

All diese Fähigkeiten gilt es geschickt einzusetzen, um beispielsweise mit der Sommersphäre Eis-Schilde von Gegnern schmelzen zu lassen oder Umgebungs-Rätsel zu lösen. Zu Testbeginn fühlte sich das Kampfsystem leider etwas unausgereift an, jedoch wurde bereits ein Patch nachgereicht, welcher es viel genauer und flüssiger machte. Hier gibt es nichts auszusetzen, die wahre Schwäche von Ary and the Secret of Seasons ist leider die Grafik.

Der Stil passt wunderbar zum Setting, jedoch kommt es viel zu oft zu Clipping Fehlern, welche besonders in den Cut-Scenes auffallen. Neben den Clipping Fehlern sind die Ladezeiten zwischen den einzelnen Regionen auch teilweise sehr lang, so kann es sein, das wir eine Region in einer Minute durchqueren, die Ladezeit zur nächsten Region aber ebenso fast eine Minute einnimmt. Es bleibt zu hoffen, das hier auch noch einmal mit einem Patch nachgebessert wird.

Die Kämpfe fühlen sich flüssig und flexibel an

Die Kämpfe fühlen sich flüssig und flexibel an.

Story und Gameplay passen wie die Faust aufs Auge

Die Story in Ary and the Secret of Seasons ist wunderschön umgesetzt, viele interessante Nebenquests reihen sich in die Story nahtlos ein. Natürlich müssen diese nicht erledigt werden, aber wer hilft nicht gerne und verliert sich im Entdeckerwahn. So kann man für das Spiel gut und gerne 13 Stunden Spielzeit einrechnen. Für ein Indie-Action Adventure eine beachtliche Spielzeit. Leider kann die Spielzeit ungewollt länger werden, denn öfter kann man den Überblick verlieren und man weiß nicht, ob man auf dem richtigen Weg ist.

Die Rätsel können auch mal länger gehen da viele nicht genau erklärt werden

Die Rätsel können auch mal länger gehen da viele nicht genau erklärt werden.

Ebenso werden einem manche Sachen nicht gut genug erklärt oder Rätsel lassen einen verwirrt nach einer Lösung suchen. Die Rätsel hängen eigentlich immer mit den Jahreszeiten zusammen, sind gut umgesetzt, jedoch manchmal schwer auf Anhieb zu begreifen. Besonders schwer macht uns dies immer wieder die Kameraführung, viele wichtige Elemente zum Lösen des Rätsels sind nicht auf den ersten Blick ersichtlich, da sie verdeckt werden. Ebenso der erste Bosskampf forderte mir einiges an Können ab, musste ich erst einmal herausfinden, wie ich ihn besiegen kann.

Infobox

Spielerzahl: 1
Alter: ab 6 (USK)
Schwierigkeit: leicht bis mittel
Langzeitmotivation: mittel

Publisher: Maximum Games
Entwickler: Exiin
Erscheinungsjahr: 2020
Plattformen: PC, Nintendo Switch, Playstation 4, Xbox One
Sprachen: Englisch, Deutsch, Koreanisch, Chinesich, Japanisch, Italienisch, Portugiesisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch
Kosten: 39,99 Euro

Fazit

Das nachgebesserte Gameplay, die ausgeklügelten Rätsel und die wundervoll gestaltete Welt stehen Clipping-, Übersetzungs- und Kameraproblemen gegenüber. Wir müssen gestehen, während des Tests konnten wir irgendwann über diese ästhetische Probleme hinwegsehen, hatte uns Ary doch in ihren Bann gezogen. Hilfreich waren immer wieder die deutschen Untertitel, obgleich manchmal Übersetzungsfehler dabei waren.

Es gibt einiges zu lesen, damit man auch weiß was man zu erledigen hat. Sobald man erst einmal die Grundmechaniken verstanden hat, ist das Spiel fast ein Selbstläufer und man hat es im nu durchgespielt. Wer das Spiel zum Beispiel platinieren möchte, hat noch ein paar Zusatzaufgaben, welche das Spiel eventuell auf 18 Stunden Spielzeit insgesamt strecken kann.

Wer auf eine Sprachausgabe hofft, der wird enttäuscht werden, nur wenige Videosequenzen wurden im englischen vertont, der Großteil kommt mit einem Pseudo Sprach-Sound während Dialogen aus. Der Ansatz für ein riesen Action-Adventure war da, jedoch wurden viele Aspekte nicht vollends ausgeschöpft.


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Ary and the Secret of Seasons

39,99 Euro
7

Spieldesign

7.0/10

Story/Setting

7.0/10

Präsentation/Technik

7.0/10

Umfang

7.0/10

Gameplay/Steuerung

7.0/10

Pro

  • Wunderschöner Grafikstil
  • Story schön erzählt
  • Für alle die nicht in den Genuss eines Zeldas kommen können
  • Tempel schön Herausfordernd

Con

  • Rätsel können frustrieren
  • Clipping Fehler
  • Lange Ladezeiten

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