Eternal Hope ist ein wunderbar einzigartiger Indie-Titel für PC über den Verlust eines geliebten Menschen, der sich von Spielen wie Limbo und Hollow Knight inspirieren lässt. Ob die Hoffnung auch uns erreichte lest Ihr in unserem Test zum Spiel.


Doublehit Games, der Entwickler von Eternal Hope, hat vorher schon bekannt gegeben, dass die Filme von Studio Ghibli eine Inspiration für das Spiel waren, aber diese Beschreibung wird dem nicht unbedingt gerecht. Stattdessen weist Eternal Hope die stilistische Ästhetik von Spielen wie Hollow Knight in Kombination mit dem Gameplay und der Geschichte von Limbo auf. Eternal Hope ist eine sehr dunkle, schreckliche Geschichte, und ironischerweise gibt es hier sehr wenig Hoffnung – aber es ist dennoch ein sehr bewegendes und zutiefst befriedigendes Spiel, das uns die eine oder andere Träne rausdrücken ließ.

Eine schöne aber doch eintönige Erfahrung

Eternal Hope versetzt den Spieler in die Lage eines Jungen namens Ti’bi, der sich in ein Mädchen verliebt. Das Paar treibt sich jeden Tag unter dem Baum herum, unter dem sie sich zum ersten Mal trafen, und Ti’bi macht sich jeden Morgen auf den Weg zu diesem Baum. Eines Morgens bläst ein schrecklicher Sturm durch, der Ti’bi daran hindert, zu dem Baum zu gelangen, und als er dort ankommt, wirft ein abtrünniger Blitzschlag seine Freundin von der Klippe in den Tod. Nachdem er den Verlust seiner Liebe betrauert hat, wird Ti’bi vom Tod selbst besucht, der ihm die Macht gibt, zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Geister zu wechseln. Von hier aus begibt sich Ti’bi auf eine Reise, um die Seelenteile seiner Freundin zu sammeln und sie wieder zum Leben zu erwecken. Dabei wird die Story in wunderschön gezeichneten Dias charmant erzählt.

Die Geschichte wird in DIas charmant erzählt

Die Geschichte wird in DIas charmant erzählt.

Das Gameplay in Eternal Hope wird die Spieler wahrscheinlich ziemlich stark an Limbo erinnern. Es handelt sich um ein einfaches Puzzle-Plattformspiel, bei dem die Spieler Objekte durch die Umgebung schieben, auf verschiedene Plattformen klettern oder verschiedene Aspekte der Umgebung nutzen müssen, um weiter voranzukommen. Die Spieler werden keine Waffen zur Verfügung haben, sind aber auf ihrer Reise mit vielen gefährlichen Gefahren und Kreaturen konfrontiert. Jedes neue Gebiet stellt die Spieler vor ein Umwelträtsel, das ebenfalls gelöst werden muss, bevor sie in das nächste Gebiet weitergehen können. Wer Limbo gespielt hat könnte aber durchaus enttäuscht werden, denn die Rätsel und Puzzlepassagen bieten leider wenig abweschlung und wirken sehr schnell eintönig.

Solch einfache Rätseleinlagen wiederholen sich leider oft

Solch einfache Rätseleinlagen wiederholen sich leider oft.

Wir wandeln zwischen den Welten – „schön“ traurig

Die interessanteste Gameplaymechanik in Eternal Hope ist die Fähigkeit, zwischen der lebendigen und der geistigen Welt zu wechseln. Durch Drücken eines Knopfes wechselt Ihr in eine andere Dimension, die es Euch erlaubt, geheime Gegenstände oder Wege des Fortschritts zu sehen, die es in der lebendigen Welt nicht gibt. Es gibt auch hilfreiche Schattenwesen, die sich ebenfalls in dieser Dimension aufhalten und den Spielern helfen, Plattformen zu erreichen oder ihnen anderweitig bei der Lösung verschiedener Rätsel zu helfen.

Der Weltenwechsel ist das Highlight von Eternal Hope

Der Weltenwechsel ist das Highlight von Eternal Hope.

Während die ersten paar Momente von Eternal Hope traurig sind, ist die Partie in den meisten Fällen ziemlich charmant. Gegen Ende nimmt es jedoch eine düstere Wendung, und es ist ein gut geführter Wechsel, der den Spieler wieder in seinen Bann zieht. Je weiter man auf der Reise von Eternal Hope voranschreitet, desto gefährlicher – um nicht zu sagen geheimnisvoller – wird die Welt. Die Dinge entwickeln sich sehr schnell zum Schlechteren, da die Feinde von normalen Tieren oder Trollen zu monströsen Schattenkreaturen werden, die den Spieler unerbittlich verfolgen. Ti’bi wird schnell mit Elementen konfrontiert, mit denen er nicht gerechnet hat, und schließlich mit Ergebnissen, die er nicht vorhersehen konnte, und die letzten Momente des Spiels sind so einprägsam wie bewegend.

Der Tod lauert auch in Eternal Hope überall

Der Tod lauert auch in Eternal Hope überall.

Eternal Hope ist ein interessantes, aber kurzes Spiel. Die Spieler können es in einem einzigen Durchgang beenden, wenn sie dies wünschen, aber es ist es mehr als wert. Ti’bis Streben, die Liebe seines Lebens zu retten, ist ein edles Unterfangen, und es ist schwer zu sehen, wie weit er bereit ist zu gehen, um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Eternal Hope ist ein wunderbarer Indie-Titel, über den die Spieler noch tagelang nach seinem Ende nachdenken werden.

Infobox

Spielerzahl: 1
Alter: ab 0 (USK)
Schwierigkeit: leicht
Langzeitmotivation: niedrig

Publisher: Doublehit Games
Entwickler: Doublehit Games
Erscheinungsjahr: 2020
Plattformen: Xbox One, Microsoft Windows, Linux, Mac OS
Sprachen: Englisch, Brasilianisches Portugiesisch, Spanisch(Lateinamerika)
Kosten: 8,19 Euro

Fazit

Eternal Hope hat seine Höhen und tiefen das steht fest. Man erkennt die Ansätze großer Indie-Hits wie Limbo und Hollow Knight dennoch nicht ganz deren Finessen. Die Puzzle und Rätseleinlagen werden leider schnell eintönig und wirken oft gleich. Dennoch hat uns das Feature des Weltenwandels sehr gefallen, denn dieser brachte etwas Abweschlung in die tristen Rätsel.

Alles in allem ist Eternal Hope ein gelungener, charmanter und durchaus Emotional packender, Indie-Titel. Zum Indie-Hit reicht es am Ende nicht. Eternal Hope ist nicht für jedermann gemacht, womöglich auch gar nicht gedacht. Wer knallharte Indie-Action erwartet wird hier enttäuscht werden. Doch für jene, die einen emotionalen, etwas düsteren und mitfühlenden Trip suchen, wird mit Eternal Hope ein unterhaltsamer Titel geboten. Letztendlich zählt auch das Preis-Leitungs-Verhältnis und das passt: Für grade mal 8,19 Euro macht man mit Eternal Hope nichts falsch.


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Eternal Hope

8,19 Euro
6.4

Spieldesign

7.0/10

Story/Setting

7.0/10

Präsentation/Technik

6.5/10

Umfang

5.0/10

Gameplay/Steuerung

6.5/10

Stärken

  • Interessantes Setting und Story
  • Weltenwandel Feature bietet Abwechslung
  • Artstil passt perfekt zum Setting
  • Geringer Preis

Schwächen

  • Kurze Spielzeit (ca. 3 bis 4 Stunden)
  • Rätsel hätten abweschlungsreicher sein können
  • Kein Spiel für jedermann