Polizist, Astronaut, Feuerwehrmann, das waren bei jungen Leuten echte Traumberufe. Inzwischen stehen andere Jobs bei den 16 bis 24-Jährigen an der Spitze der Liste: E-Sport-Profi zum Beispiel. Das hat jüngst eine repräsentative Studie des Umfrageunternehmens YouGov Deutschland ergeben. Noch überraschender: Sogar in der Gruppe der bis 34-Jährigen kann sich jeder Vierte vorstellen, dein Geld mit virtuellem Sport zu verdienen. 


Fast jeder dritte Jugendliche träumt von einer E-Sport-Karriere: Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von YouGov Deutschland, die der Bundesverband Game in Auftrag gegeben hat. 2.034 Personen nahmen laut Umfrageunternehmen zwischen dem 26. und 29. Oktober an teil, die ermittelten Ergebnisse seien repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahren.

Umfrage belegt: E-Sportler haben Vorbildfunktion

Statt Feuerwehrmann, Astronaut, Archäologe oder Arzt stehen nun E-Sportler auf Spitzenplätzen unter den Traumberufen. Was entspannt klingt, entpuppt kann sich allerdings als echter Knochenjob entpuppen. Wer jemals eine Reportage über das Leben und die täglich Arbeit von E-Sport-Profis gesehen hat, wird überrascht sein, dass so viele Jugendliche dem nacheifern. Tatsächlich träumt nahezu jeder Dritte im Alter von 16 bis 24 Jahren von einer Karriere als professioneller E-Sportler. Da legen zumindest die Ergebnisse auf der YouGov-Umfrage nahe. Das Hobby zum Beruf machen zu wollen, ist kein neuzeitlicher Wunsch. Weil sich die Hobbys im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben, hat sich scheinbar auch das Bild von einem Traumberuf verändert.

Der Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V. hat die Studie in Auftrag gegeben, die nun überraschende Erkenntnisse zutage gefördert hat. 28 Prozent oder 23 Millionen der Deutschen bewundern die Leistungen der Profis im E-Sport und 17,4 Millionen sehen in E-Sportlern Vorbilder, so lautet eines der aus den Umfragedaten abgeleiteten Ergebnissen. Dass E-Sport vor allem bei Jugendlichen beliebt ist, ist wenig überraschend. Dass der virtuelle Sport einen derart starken Reiz auf deutlich erwachsenere Spieler ausübt, verwundert hingegen mehr: In der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen ist das Interesse ebenfalls groß. Jeder Vierte kann sich vorstellen, sein Hobby zum Beruf zu machen.

Die Ergebnisse stärken dem E-Sport den Rücken. Grafik: esports player foundation

Die Ergebnisse stärken dem E-Sport den Rücken. Grafik: esports player foundation

Jörg Adami, Geschäftsführer der “E-Sports Player Foundation” (Eigenschreibweise: esports player foundation) sieht in den Umfrageergebnissen schlummerndes Potenzial für den virtuellen Sport. “E-Sportler leisten Großartiges und repräsentieren unser Land auf internationalen Turnieren”. Damit seien sie für viele Jugendliche und junge Erwachsene echte Vorbilder und trügen so zunehmend mehr Verantwortung.

“Entsprechend hat unsere Arbeit nicht nur die Verbesserung der spielerischen Skills sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung der besten Talente im Blick. Wir sind überzeugt, dass wir Spielerinnen und Spieler aus Deutschland so bestmöglich auf ihrem Weg an die Weltspitze unterstützen können.”, meint Adami. Die “E-Sports Player Foundation” wurde im Januar 2020 nach dem Vorbild der Deutschen Sporthilfe gegründet. Ihr Ziel ist es, E-Sport-Talente in Deutschland gezielt zu fördern und sie auf dem Weg an die Weltspitze zu begleiten. Bis Ende 2021 will die Initiative über 200 Talente fördern, derzeit sind es rund 50.


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