Dragonflight heißt die neue Erweiterung für World of Warcraft. Blizzard in im Rahmen eines Reveal-Events wortwörtlich die Drachen aus dem Sack gelassen und direkt zur Ankündigung jede Menge Informationen über die inzwischen neunte WoW-Erweiterung mit den Fans geteilt. Besonders spannend: Es wird mit dem Rufer der Dracthyr eine neue Klasse geben. 

World of Warcraft hat inzwischen eine ziemlich lange Geschichte. Im Jahr 2004 erschien das damals revolutionäre MMORPG unter anderem in den Vereinigten Staaten, einige Monate später – im Februar 2005 – dürften auch Fans aus Europa sich in ein sperriges, aber geschichtenreiches Abenteuer stürzen. Im Jahr 2009 erhielt World of Warcraft seinen Eintrag in Guinness-Buch der Weltrekorde als beliebtestes Multiplayer-Online-Rollenspiel. Es sollte nicht der einzige Rekord für das Fantasy-MMO bleiben. “WoW” wurde zu einem finanziellen Erfolg, generierte bereits in den ersten acht Jahren am Markt über zehn Milliarden US-Dollar Umsatz für Blizzard Entertainment. Später wurde das MMO teils Free-2-play, um die Spielerbasis noch weiter zu vergrößern. Inzwischen ist World of Warcraft ein innerfamiliäres Phänomen: Nicht selten spielen Partner es zusammen, manche haben sich überhaupt erst über WoW kennengelernt, Eltern erleben Abenteuer mit ihren Kindern, Großeltern mit ihren Enkeln. 

Seit Erscheinen der Grundversion haben die Entwickler für beständigen – mal mehr, mal weniger guten – Nachschub gesorgt. Es folgten The Burning Crusade (2007), Wrath of the Lich King (2008), Cataclysm (2010), Mists of Pandaria (2012), Warlords of Draenor (2014), Legion (2016), Battle for Azeroth (2018) und zuletzt Shadowlands (2020) – und es ist noch nicht Schluss, das war längst klar. Mit World of Warcraft: Dragonflight wird die inzwischen neunte Erweiterung erscheinen. 

World of Warcraft: Dragonflight offiziell enthüllt

Im Rahmen eines Streaming-Events hat Blizzard die neue Erweiterung World of Warcraft: Dragonflight endlich offiziell enthüllt. Bis die Drachen im Reveal-Trailer endlich über den Bildschirm flimmerten, dauerte es einige Minuten. Dann endlich war klar: Spieler kehren zurück nach Azeroth – genauer: zu den Dracheninseln.

Blizzard geizte nicht mit Informationen zu World of Warcraft: Dragonflight, was darauf schließen lässt, dass die Entwicklung bereits fortgeschritten ist. Längst steht mehr als nur ein Grundgerüst, daran ließen die Entwickler keinen Zweifel. Der Cinematic-Trailer macht schon jetzt Lust auf Mehr – vor allem, weil sich auch spielerisch einiges tun wird in der Welt des Kriegshandwerks:

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Rufer der Dracthyr: Neue Klasse

Im Zentrum der neunten Erweiterung stehen nicht nur neue Zonen oder kleinere Überarbeitungen, sondern diesmal auch wieder eine neue Klasse. Das Highlight feiern Fans derzeit besonders ab, denn die Rufer der Dracthyr sind mindestens ungewöhnlich und setzen konzeptionell dort an, wo Blizzard mit den Worgen aufgehört hat: Es gibt eine humanoide und eine drachische Gestalt – jeweils mit kosmetischen Anpassungen. Letztere sind nicht nur rudimentär, sondern ziemlich umfassend. Hautfarben, Kopfschmuck, Gesichter – all das lässt sich anpassen und zwar separat. Auch eine neue Klassenfarbe wird es geben müssen: Offenbar hat Blizzard sich dafür ein dunkles Grün ausgesucht. 

Die große Besonderheit bei den Rufern der Dracthyr ist bei World of Warcraft: Dragonflight, dass die Klasse direkt an das Volk gebunden sein wird. Das bedeutet gleichzeitig, dass Klasse und Volk direkt in die Story eingewoben sind. 

Spezialisierungen haben die Rufer der Dracthyr auch, zwei an der Zahl. Das erinnert an den Dämonenjäger. Auswählen können Spieler mit Release von World of Warcraft: Dragonflight:

  • Bewahrung: Das ist die Heilspezialisierung der Rufer der Dracthyr. Sie unterstützen ihre Verbündeten aus der Ferne im Kampf und sorgen für Buffs.
  • Verheerung: Die Verheerungs-Spezialisierung ist der Damage-Sec bei den Rufern der Dracthyr. Spieler setzen ihre Klauen ein, und lassen Drachenatemangriffe auf die Gegner los. Und zwar vorzugsweise aus der Distanz, denn die Verheerer sind ausdrücklich eine Fernkampfschadensklasse. 

In beiden Spezialisierungen tragen die Rufer der Dracthyr Kettenrüstungen, ähnlich dem Schamanen also. 

Apropos Story: Blizzard nutzt für das Einweben in die Story für die Rufer der Dracthyr quasi den Geburtskniff. Man ist gerade erst erwacht, weiß eigentlich nichts und lässt die Welt und die Geschehnisse auf sich wirken. Man erlebt – mit Start auf Stufe 58 ähnlich dem Todesritter/Dämonenjäger – quasi die Spielwelt aus der Sicht eines Unkundigen. Eine spezielle Questreihe führt Spieler mit ihren Dracthyr in die Welt ein. Am Ende bedient sich Blizzard wieder eines bekannten Konzepts: wie bei den Pandaren entscheidet man sich für sie Seite der Horde oder Allianz.   

Die beiden Fraktionen werden übrigens in World of Warcraft: Dragonflight zusammenarbeiten, wie aus einem IGN-Interview mit Ion Hazzikostas und Steve Danuser hervorgeht.

Talentbäume komplett überarbeitet

Für World of Warcraft: Dragonflight plant Blizzard eine komplette Überarbeitung des Talentsystems. Das ist vor allem deshalb überraschend, weil man sich auf Talentbäume und damit auf ein eigentlich altes System zurückbesinnt. Einfach kopieren wird man dafür das antiquierte Talentbaum-Trio nicht, sondern auf eine umfassende Neukonzeption setzen. Im Grund gibt es dazu erst einige grundlegende Informationen, Details hatten die Entwickler nicht genannt – entsprechend vorsichtig muss man die Idee derzeit auch auffassen. 

Die Entwickler möchten Spielern mehr Freiheiten bei der spielerischen Ausgestaltung ihrer Charaktere bieten. Zwei Talentbäume wird es jeweils geben: einen Klassenbaum und einen Spezialisierungsbaum. Es wird demnach eine Unterteilung geben zwischen Grundfertigkeiten und Utilities sowie speziellen Talenten. Ergeben sollen sich dadurch verschiedene Kombinationen. Änderungen werden demnach möglich sein und zwar in der aktuell möglichen Frequenz. Seine Kombinationen wird man in einem Menü verwalten, also speichern und benennen und später wieder aufrufen können.

Überarbeitung der Berufe

Auch das Berufe-System nimmt Blizzard ins Visier um Crafting zu einem echten Zeitvertreib in World of Warcraft: Dragonflight zu machen. Jedenfalls soll es große Neuerungen geben. Im Fokus könnten dabei Spezialisierungen sein: Spieler können sich in ihrem Beruf somit quasi zu einem Meisterrang aufschwingen und sich einen Ruf als fähiger Handwerker auf einem Server erarbeiten. Unklar ist, wie genau das letztendlich aussehen wird. Die Richtung scheint aber genau richtig zu sein: Crafting soll eine deutlich größere Gameplay-Rolle einnehmen als bisher. 

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Dracheninseln: Neue Zonen

Mit World of Warcraft: Dragonflight werden Spieler ihre Charaktere bis zur Stufe 70 leveln und zwar in den Gebieten der Dracheninseln auf Azeroth. Vier Spielzonen wird es mit der neunten Erweiterung geben, hinzu kommt noch die Verbotene Insel vor der Küste der Dracheninsel. Es handelt sich dabei um das Trainingsgelände für die Dracthyr:

  • Das Azurblaue Gebirge
  • Thaldraszus
  • Die Ebenen von Ohn’ahra
  • Die Küste des Erwachsens

Wie ünlich werden sich die Zonen optisch und thematisch unterscheiden. Im Azurblauen Gebirge spielt beispielsweise mit den Tuskarr ein beliebtes Volk eine tragende Rolle.  

Die Wahl der Spielwelt für World of Warcraft: Dragonflight ist interessant und bietet den Entwicklern die Chance, die Geschichte von World of Warcraft aus einer neuen Perspektive zu erzählen. Mit der Erweiterung erkunden Spieler nämlich eine Ungebung, die zu den ältesten überhaupt in Azeroth gehört. Entsprechend unbedarft können die Devs an die Sache herangehen, um völlig neue Geschichten und Erzählstränge zu entwickeln – mit großen Vorteilen für mögliche kommende Erweiterungen. Legenden und alte Wunder sollen jedenfalls tragende Rollen spielen. Und Geheimnisse bieten die Dracheninsel vermutlich auch genug. 

Natürlich werden Spieler auch neue Dungeons erkunden. So geht es in den Kampf um die Rückeroberung von Neltharus, der Festung des schwarzen Drachenschwarms. Spieler erforschen zudem bisher verborgene Bereiche von Uldaman oder verteidigen die Lebensbecken des roten Drachenschwarms.

Und Raids? Auch da hat Blizzard Neues geplant, denn WoW ohne Raids wäre gar nicht vorstellbar. Bekannt ist derzeit das uralte Gefängnis der Inkarnationen der Urzeit. Spieler müssen darin einen Angriff gegen die Drachenaspekte vereiteln.

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Drachenreiten

Mit dem Drachenreiten bringt Blizzard ein neues Feature direkt zum Start von World of Warcraft: Dragonflight. Der Name des Addons ist damit quasi Programm, was nicht nur clever ist, sondern auch vorteilhaft für Spieler. Statt mühsam zum Release von World of Warcraft: Dragonflight durch die Questgebiete reiten zu müssen, wird man einfach fliegen können.

Mit jedem Charakter erhalten die Spieler also einen eigenen Drachen, der sich im Verlauf des Spiels verstärken und anpassen lassen wird – auch hier sind es insbesondere kosmetische Optionen, auf die Blizzard einen Fokus setzt. Laut Entwicklern sollen hier Millionen von Kombinationen möglich sein, sodass man tatsächlich von einer Individualisierung sprechen kann. Wenn man die Drache auflevelt, sollen auch neue Animationen für sie möglich sein. Ausweichrollen und Burst-Flüge sind unter anderem Bewegungsaktionen. Auch durch die Wolkendecken soll man fliegen und dann Kondensstreifen hinter sich herziehen können.

Anpassen lassen wird sich das Drachenreiten im Verlauf der Erweiterung durch einen eigenen Skill-Tree, in den Runen eingesetzt werden können. Schon jetzt ist klar: die Bewegungsgeschwindigkeit wird deutlich höher sein als mit aktuellen Flugmounts. Entsprechend größer hat Blizzard auch die Zonen gestaltet, damit Spieler von den Vorteilen aus profitieren können. Einziger Wehrmutstropfen: Das Drachenreiten wird den Dracheninsel vorbehalten sein. Mit dem durchgestylten Drachen vor Sturmwind zu posen, ist also keine Möglichkeit.

Weitere Verbesserungen

Nicht nur große Verbesserungen werden mit dem Release von World of Warcraft: Dragonflight Einzug ins Spiel halten, sondern eben auch viele kleine. Eine der offensichtlichsten Anpassungen betrifft das Benutzer-Interface. Weil der Zahn der Zeit deutlich am UI nagte, wollen die Entwickler modernisieren und nachbessern. Die Mini-Map wird größer, gleichzeitig aber entschlackt. Ähnliches trifft auf die Statusleistungen zu sowie auf den Aktionsbereich. Horde und Allianz werden dabei jeweils eigene Einrahmungen haben – man will WoW mit Dragonflight also auch bezüglich der UI-Optik auf die nächste Stufe heben.

Eingefleischte Fans haben ohnehin ihre Benutzer-Interface mit Mods aufgehübscht, entschlackt oder angepasst – diesen Weg schlagen die Entwickler mit der neuen Erweiterung quasi standardmäßig ein.

Ohnehin scheint Blizzard auch bei der Grafikqualität beziehungsweise des Detaillevel einiger Modelle Hand anzulegen. Auf den ersten Screenshots lassen sich teils deutlich Verbesserungen erkennen.

Beta von World of Warcraft: Dragonflight

Eine Beta zu World of Warcraft: Dragonflight wird Blizzard anbieten. Das ist nicht nur eine vage Information, sondern Fakt: Man kann sich für die Beta von World of Warcraft: Dragonflight nämlich bereits auf der offiziellen Webseite zur Erweiterung anmelden. “Mit etwas Glück” ist man dabei, meint Blizzard. Auf der Webseite gibt es dann auch weitere Informationen zu den neue Inhalten, alles interaktiv und hübsch bunt präsentiert.

Release von World of Warcraft: Dragonflight?

Die Entwickler haben viele Fragen bereits im Rahmen des Enthüllungs-Events beantwortet, jedoch längst nicht alle. Die Frage nach dem Release von World of Warcraft: Dragonflight wird Spieler vermutlich mitunter am meisten interessieren. Ausgerechnet an dieser Stelle mauert Blizzard jedoch: Man besinnt sich derzeit auf das “when it’s ready”-Motto. Es gibt daher aktuell kein Release-Datum für World of Warcraft: Dragonflight.

Wer den Reveal-Stream in kompletter Länge schauen möchte:

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Letzte Aktualisierung am 29.05.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. * = Affiliate Links. Bilder von Amazon PA-API