Lohnt sich World of Warcraft: Dragonflight? Diese Frage treibt so kurz vor dem Release vermutlich mindestens zweifelnde Fans um. Kann man eine Antwort darauf überhaupt schon geben? Ja, man kann – und sie fällt eindeutig aus. Das neunte Add-on lohnt sich nicht nur, es ist für echte Fans ein Muss. 

Schon vor dem offiziellen Release der inzwischen neunten Erweiterung für World of Warcraft steht fest, dass man als echter Fan des MMORPG dabei sein muss. Wer angesichts der Bilder und Informationen immer noch daran zweifelt, dass Dragonflight ein gänzlich neues Zeitalter des inzwischen in die Jahre gekommenen Klassikers einläutet, dem sei gesagt: Nie war World of Warcraft besser als jetzt!

Dragonflight: Eine Pflicht-Erweiterung

Als World of Warcraft im Jahr 2004 erstmals an den Start ging, war nicht vorhersagbar, wie sehr das Online-Rollenspiel die Games-Szene prägen würde. Bis heute sind Millionen Spieler weltweit aktiv, erleben Abenteuer in Azeroth und unzähligen anderen Welten, mit denen Blizzard den virtuellen Abenteuerspielplatz im Laufe der Jahres erweitert hat.

Für Spieler bestand ihre persönliche WoW-Karriere vermutlich aus vielen Höhen und Tiefen. Burning Crusade und Wrath of the Lich King waren Highlights, Legion und Battle for Azeroth das Gegenteil – zumindest sehen das nicht wenige eingefleischte Fans so. Wie gut man die Inhalte einer Erweiterung findet, hängt am Ende trotzdem vom persönlichen Geschmack ab. Mists of Pandaria kam bei der Masse nicht so gut weg, doch ich liebe das Add-on um die knuffigen Pandaren mit ihrer an das Alte China angelehnten Lebenswelt. 

Über die Jahre haben die Entwickler dem Spiel mehrfach eine Überarbeitung spendiert, es trotz aller Kritik schrittweise einsteigerfreundlicher, teils einfacher, gemacht. Und dennoch stürzen sich mit dem Release einer neuen Erweiterung immer wieder aufs Neue Millionen von Fans in neue Abenteuer – auch mit Dragonflight wird das so sein. Müsste man es vorhersagen, so sollte die neunte Erweiterung sich angesichts der Vorschusslorbeeren am ersten Tag noch besser verkaufen als Shadowlands. Mit rund 3,7 Millionen verkauften Exemplaren in den ersten 24 Stunden war es seinerzeit das  am schnellsten verkaufte PC-Game aller Zeiten. 

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Mit Dragonflight krempelt Blizzard das Spiel erneut um, diesmal teils drastisch. Das allerdings kommt gut an: Umarbeitungen des Berufe-Systems, Talentbäume mit situativ sinnvollen Wahlmöglichkeiten, eine neue Klasse, ein neues Volk, eine neue Geschichte mit alten Bekannten, neue Raids und Instanzen, Änderungen beim Ausrüstungssystem – die Liste der Features bei World of Warcraft: Dragonflight ist lang. Allein die unzähligen Anpassungsmöglichkeiten bei den Dracthyr im Charaktererstellungsmenü nötigt den Entwicklern Respekt ab: so viel Spaß hat es zuvor niemals gemacht, sich einen Helden zu basteln. Durch die vielen Optionen wirkt der Charakter sogar schon optisch deutlich einzigartiger als es jemals der Fall war. 

Viele Geschichten

An der grundlegenden Spielerfahrung hat Blizzard ebenso gefeilt. Nebenquests haben – wie schon bei Shadowlands – eine Bedeutung und erzählen gute Geschichten, das Fraktionssystem wurde verschlankt und zugänglicher gemacht. Crafter können ihrem Hobby nun als echte Beschäftigung frönen und sich einen Ruf als guter Handwerker erarbeiten. Und aus den Interviews mit den Entwicklern geht hervor, dass man offenbar auch für die Zeit nach der Kampagne genügend neue Inhalte in der Hinterhand hat. 

Man spricht es Blizzard zwar oft ab, aber diesmal haben die Entwickler aus vielen ihrer zuvor begangenen Fehler gelernt. World of Warcraft: Dragonflight macht nämlich vor allem eines: Spaß!

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Dragonflight bietet Optionen, nervt Spieler nicht mehr mit Zwangsinhalten. Spürbar ist das vor allem am Ruhm-System. Man arbeitet nun Baustellen gleichzeitig ab statt das Farmen aufteilen zu müssen. Vor allem den unterschiedlichen Spielertypen kommen solche Entscheidungen zugute. Man kann World of Warcraft mit Dragonflight auf seine Weise – und damit deutlich entspannter – genießen. Wer nur an Raids teilnehmen oder Instanzen laufen möchte, kann das tun – und zwar ohne den noch bei Shadowlands auferlegten Zwang, zuvor bestimmte Meilensteine abarbeiten zu müssen. 

Bei der Lore greift Blizzard ohnehin in die Trickkiste. Mit World of Warcraft: Dragonflight werden Spieler viel Neues erleben können, aber auch den (Drachen-)Hauch von Nostalgie spüren. Jeder Drachenaspekt wird eine Rolle spielen, gute Geschichten scheinen garantiert zu sein. Durch das schiere Alter der Drachen – und die Rolle der Titanen – hat Blizzard sich selbst auch viele Hintertüren offen gehalten, um bei der Story womöglich korrigierend eingreifen zu können. 

Selten zuvor waren Fans sich so einig wie bei World of Warcraft: Dragonflight: diese Erweiterung wird einfach gut. 

Schon vor dem Release auf auf Basis der Erfahrungen aus der Beta und den Pre-Patches lässt sich die Qualität ableiten. Die übertrifft die vorangegangenen drei Erweiterungen deutlich. World of Warcraft: Dragonflight ist damit auch eine Art Versöhnung mit den Fans.

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Letzte Aktualisierung am 27.01.2023 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. * = Affiliate Links. Bilder von Amazon PA-API