Blizzard hat mit der zweiten Pre-Patch-Phase die neue Rufer-Klasse der Dracthyr freigeschaltet. Spieler können sich daher ihren persönlichen Drachen erstellen und aus zwei Skillungen wählen: Schaden oder Heilung? Diese Frage stellen sich derzeit viele Spieler, die ihre ersten Flugrunden mit ihrem Evoker gedreht haben.  

Die wohl größte Neuerung bei World of Warcraft: Dragonflight ist zweifellos die neue Klasse. Erstmals seit sechs Jahren haben Spieler überhaupt wieder die Chance, etwas gänzlich neues auszuprobieren. Wie schon bei dem Dämonenjäger – oder zuvor bei Todesritter oder Mönch – bringen die Rufer ziemlich innovative Spielstile mit, die sich deutlich von denen der Standardklassen unterscheiden. Was also tun für einen einfachen Einstieg in die neue Klasse? Einen Rufer-Guide lesen beispielsweise.

Rufer-Guide: Agieren aus der Mitteldistanz

Die Rufer der Dracthyr kombinieren ein neues Volk mit einer neuen Klasse. Die Drachen tragen in beiden Skillungen Kettenrüstungen und legen den Fokus auf den Fernkampf. Hier allerdings bereits mit einer großen Neuerung: sowohl der Heiler als auch der Schadensausteiler agiert aus einer Distanz von 30 Metern. Andere Fernkampfklassen wie Elementarschamanen oder Schattenpriester kämpfen von weiter weg. Spielern wird also vor allem ein wenig Umdenken zum Start mit der neuen Rufer-Klasse abverlangt. Sich richtig zu positionieren ist ein relevanter Baustein, wenn man Verheerung (DPS) oder Bewahrung (Heal) meistern will. 

Klar werden soll in diesem Rufer-Guide zunächst vor allem eines: die Dracthyr sind enorm mobil und müssen diese Beweglichkeit auf den Schlachtfeldern auch zielführend einsetzen. Für Heilung und Schaden sorgen die Rufer mit mehreren Zaubern auch aus der Bewegung. Die Klasse spielt ihre Stärken demnach vor allem dann aus, wenn Spieler gezwungen sind, ihre Position schnell zu verändern. Insbesondere in mythischen Instanzen, in Raids sowie im PvP kann der Evoker somit eine echte Lücke füllen und die Gruppe durch den neuartigen Spielstil bereichern. 

Praktisch sind vor allem Talente wie „Tiefgrüne Umarmung“. Damit kann man schnell zu einem Verbündete fliegen und gleichzeitig eine Heilung auslösen. Noch hilfreicher ist hingegen “Retten” – damit greifen Spieler sich einen Verbündeten und bringen in per Flugeinlage an eine andere Position. Auch dieses Gimmick lässt sich in hektischen Schlachfeldsituationen gewinnbringend einsetzen – richtiges Timing vorausgesetzt, kann man damit sogar die Raid-Heilung oder Raid-DPS positiv beeinflussen. 

Die Zauber der Evoker lassen sich zunächst grob in Farbklassen unterteilen:

  • Bronzefarbe: Heilzauber zur Verhinderung von  Schaden 
  • Rot: Schadenszauber als DoT oder AoE 
  • Blau: Schadenszauber als Magic-Cleave – damit lassen sich ein bis drei Ziele angreifen
  • Grün: Direkte Heilzauber und Heilung über Zeit wie man sie von anderen Klassen kennt
  • Schwarz: Gemischte oder defensive Fähigkeiten

Bevor man überhaupt die ersten Raids angehen kann, muss man seinen Dracthyr auf Stufe 60 – und dann auf Stufe 70 – bringen. Besondere Tricks gibt auch hier im Rufer-Guide zu WoW: Dragonflight nicht – es geht ohnehin schnell. Die Dracthyr starten bereits auf Stufe 58. 

Volksfertigkeiten haben die Dracthyr einige, darunter finden sich sogar mehrere durchaus nützliche Vorteile. Wie der Dämonenjäher auch können die Rufer mit einem Druck auf die Leertaste nach dem Springen gleiten. Interessant sind die Drachen zudem für Crafter: durch “Scharfes” Auge findet man beim Sammeln mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit seltene Ressourcen. Auch der 2,5-Prozent-Bonus auf Meisterschaft ist zudem nicht zu verachten.

Alle Volksfertigkeiten der Dracthyr:

  • Erweckt: Erhöht die Meisterschaft um 2,5 Prozent

  • Scharfes Auge: Erhöht Wahrnehmung um zwei Prozent (seltene Ressourcen wahrscheinlicher)

  • Flügelstoß: Gegner fortstoßen (anderthalb Minuten Abklingzeit)

  • Gleiten: Ähnlich wie bei dem Dämonenjäger

  • Schwanzfeger: Gegner innerhalb von acht Metern in die Luft schleudern (anderthalb Minuten Abklingzeit)

  • Segeln: In die Luft und fliegen (drei/vier Minuten Abklingzeit)

  • Bekannter Himmel: Abklingzeit von Segeln um eine Minute auf Kontinenten, die man vollständig erkundet hat, verringert

  • Erscheinung wechseln: Die Dracthyr können eine menschenähnlich Gestalt annehmen.
Welche Ausrüstung kann ein Rufer tragen?

Rufer tragen Kettenrüstung, teilen sich den Loot damit vorrangig mit Schamanen. Als Waffen kann man als Evoker fast aus dem Vollen wählen: Stäbe, Schwerter, Dolche, Äxte, Streitkolben sowie Faustwaffen kann man nutzen. 

Was macht den Rufer besonders gruppentauglich?

Der Rufer verfügt über gleich vier nützliche Fertigkeiten, mit denen man der Gruppe dienlich sein kann. So erhöht “Zorn der Aspekte” für 40 Sekunden das Tempo aller Gruppen- und Schlachtzugsmitglieder um 30 Prozent – auch hier ist Absprache nötig – etwa mit Schamanen oder Magiern. Mit dem “Segen der Bronzenen” verringern Spieler die Abklingzeit von Bewegungsfähigkeiten von Gruppen- und Schlachtzugsmitglieder für Stunde um 15 Prozent. Praktisch ist auch “Schweben”, womit man das Wirken der meisten Zauber für einen Zeitraum von knappen zehn Sekunden in der Bewegung ausüben kann – zudem gibt es einen Bewegungsschub von 30 Prozent.

“Tiefer Atem” ist letztendlich ein cooler wie praktischer Move. Man fliegt über eine größere Strecke und fügt Gegnern auf diesem Weg Schaden zu. Gleichzeitig gilt das bewegungsbefreiender Effekt. 

Spannend ist zudem für Spieler vor allem die Mechanik der Ermächtigung. Es handelt sich um eine neue Zauberart, die man aufladen kann. Dadurch ändern sich die Effekte oder aber man intensiviert schlicht den Schadensausstoß. 

Rufer: Verheerung oder Bewahrung spielen?

Grundsätzlich ist die Entscheidung zwischen Verheerung oder Bewahrung eine persönliche, die auch der Rufer-Guide nicht einfach beantworten kann. Es geht um die Vorlieben beim Spiel mit den Klassen und natürlich um die Fragen, ob man bei World of Warcraft lieber einen Heilung oder Schadensausteiler spielen will.

Als Rufer-Heiler kann man die Verbündeten mittels grüner Zauber direkt oder über Zeit heilen. Die bronzefarbenen Zauber hingegen sorgen für Schutz und damit Schadensverringerung. Situationsabhängig gibt es Vorteile: in Raids ist vor allem der grüne Heildrache eine große Hilfe. In mythischen Instanzen hingegen profitiert die Gruppe deutlich mehr von den schützenden Eigenschaften des bronzefarbenen Heildrachen. 

Der gute Kompromiss bei Rufer-Bewahrer ist tatsächlich seine Ausgeglichenheit: Auf Einzelziele heilt der Drache ebenso effizient wie auf die Gruppe. Er leistet sich keine großen Schwächen, sticht aber auch nicht durch eine Spezialisierung hervor. Durch die verringerte Reichweite braucht es etwas Übung, um mit dem Rufer gut und in den richtigen Situationen effektiv heilen zu können. Man muss vorausschauend agieren – es ist essenziell, die Bosse und ihre Mechaniken zu kennen. Fast noch mehr als bei anderen Heilklassen.  

Zentrale Talente des Rufer-Heilers: Traumatem – Umkehrung – Traumflug/Stasis – Zurückspulen – Tiefgrüne Umarmung – Kauterisierende Flamme – Zephyr – Zeitdruck  – Tyrannisierendes Brüllen

Der Rufer-Schadensausteiler ist hingegen deutlich mehr Spezialist als seiner Heiler-Gegenstück. Vor allem beim Flächenschaden trumpft der Dracthyr auf, was ihn insbesondere in Mythisch+ zu einem wertvollen Verbündeten macht. Solo-Schaden kann der Verheerer auch, allerdings deutlich weniger effektiv als andere DPS-Klassen. 

Der Clou beim Verheerung-Rufer ist die Mechanik um den DoT-Effekt von Feueratem. Den Schade-über-Zeit-Effekt muss man auf allen Zielen aufrecht erhalten, um sein DPS-Output zu optimieren. Die generierten Essenzen investiert man hingegen in Desintegration (Kämpfe gegen ein bis zwei Ziele) oder in Scheiterhaufen (ab drei Gegnern). Mit Drachenwut, Ewigkeitswoge und Zerschmetterter Stern haut man zudem so richtig rein. 

Zentral ist bei DPS-Rufer auch die Ermächtigung von Zaubern. Diesen speziellen Kniff gilt es zu meistern. Situationsabhängig vergrößert man den Wirkungsbereich oder erhöht den Schaden – das ist stets abhängig vom jeweiligen Zauber. 

Zentrale Talente des Rufer-Schadensausteilers: Natürliche Konvergenz – Drachenrage – Ewigkeitswoge – Schillern – Zerschmetternder Stern – Die Flammen nähren – Tyrannisierendes Brüllen

Grundsätzlich gilt: Sowohl der Heiler als auch der Schadensausteiler der neuen Rufer-Klasse spielen sich grundsätzlich ähnlich. Kann man eines, ist es nicht schwierig die andere Skillung zu erlernen.  Es kristallisieren sich bereits gute Talentverteilungen heraus, wie sich die Punkteverteilung allerdings im Meta-Game machen werden, bleibt abzuwarten. Zumal davon auszugehen ist, dass Blizzard noch an der einen oder anderen Stellschraube drehen wird. 

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