Halloween steht vor der Tür. Das Brettspiele nichts zum sich davor fürchten sind, wissen alle Leserinnen und Leser dieses Artikels wahrscheinlich schon längst. Thematisch gibt es aber häufig furchteinflößende Settings und realistisches Artwork, das die Spielenden in seinen Bann zieht. Manchmal ist sogar noch ein passender Soundtrack dabei, der für noch mehr Atmosphäre sorgt.

Die Vorbereitungen auf die gruseligste Nacht des Jahres laufen bestimmt bei vielen schon. Gruseldeko, vielleicht ein Kostüm, leckere Snacks mit gruseliger Optik und Brettspiele. Welche Brettspiele sich für ein gelungenes Halloween eignen, haben wir hier einmal gesammelt. Ob kooperativ, kreativ, kindgerecht oder kopfzerbrechend – für alle ist hier etwas dabei. 

Horrified – Kooperativer Monsterspaß

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Horrified ist ein klassischer Horrorvertreter. Schachtelbild: Verlag

Den Anfang macht ein Spiel, das bei Ravensburger erschienen ist. In diesem kooperativen Familienspiel übernehmen die Spielenden die Rollen von Helden, die ein Dorf und dessen Bewohner gegen die einfallenden Monster verteidigen müssen. Von Dracula bis zum unsichtbaren Mann gibt es insgesamt sechs Monster (sieben, wenn man Frankenstein(s Monster) und Frankensteins Braut als zwei Monster zählen will), gegen die man das Dorf verteidigen muss. Je nach gewählter Schwierigkeit hat man es in einer Partie mit zwei, drei oder vier Monstern zu tun. 

Der Ablauf des Spiels ist schnell erklärt. Jeder Zug besteht aus einer Helden- und einer Monsterphase. In der Heldenphase führt eine Person so viele Aktionen aus, wie ihr Charakter gestattet. Man kann sich auf dem Spielfeld bewegen und die Dorfbewohner in Sicherheit bringen, Items sammeln und tauschen und die individuellen Bedingungen der Monster erfüllen, um diese anschließend besiegen zu können. Zudem können jederzeit von allen Vorteilskarten ausgespielt werden.

In der Monsterphase wird immer eine Karte vom Monsterstapel gezogen. Sie gibt an wie viele neue Items platziert werden, ob und welches Event eintritt und welche Monster sich wie weit bewegen und mit wie vielen Würfeln diese angreifen. Die Monster greifen nur an, wenn sie sich ein Feld mit einem Helden oder Dorfbewohner teilen.

Auf diese Weise werden die Züge reihum ausgeführt. Gelingt es den Spielenden alle Monster zu besiegen, bevor der Monsterstapel leer ist oder der Furchtmarker die letzte Position erreicht, haben sie gewonnen. 

Das kooperative Spiel ist mit 1-5 Personen ab 10 Jahren spielbar und gruselt die Gruppe für etwa eine Stunde.

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Abomination – Düsteres Menschenpuzzle

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Die deutsche Version kam über die Spieleschmiede. Schachtelbild: Verlag

Ein ganz anderes Kaliber ist Abomination: The Heir of Frankenstein. Gerade erst wurde die deutsche Ausgabe erfolgreich in der Spieleschmiede finanziert. Hierbei handelt es sich um ein klassisches Worker-Placement Spiel, das im Paris des Jahres 1819 spielt. Frankensteins Monster tritt als mysteriöser Gönner auf und finanziert einen Wettstreit der Wissenschaftler, um das Geheimnis des Lebens zu lüften. 

Die Spielenden setzen ihre Wissenschaftler und Assistenten in Paris ein. An verschiedenen Orten können sie so ihre Reputation erhöhen, ihr Wissen vermehren oder ihre Menschlichkeit unter Beweis stellen. Die wichtigste Aufgabe ist aber das Einsammeln von Ressourcen. Dies bezieht sich in diesem Spiel auf Knochen, Blut, Tierteile, Muskeln und Organe. Man findet dieses in unterschiedlichen Frischegraden auf dem Friedhof, im Krankenhaus, in der Leichenhalle oder nach einer Exekution auf dem Marktplatz. Wer ganz besonders frisches Material möchte kann auch in der dunklen Gasse Personen umbringen.

Haben alle ihre Arbeiter platziert folgt die Laborphase. Hier können mit den gesammelten Materialien Körperteile der Kreatur fertiggestellt werden. Je nach Zustand des Materials gibt es Punkte. Je frischer, desto besser. Gegen Ende des Spiels kann man auch noch versuchen die einzelnen Monsterteile zum Leben zu erwecken. Dies funktioniert über einen Würfelmechanismus.

Wer nach 12 Runden oder nachdem das erste Monster vollständig zum Leben erweckt wurde die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt das Spiel. Die deutsche Ausgabe unterscheidet sich stark von der englischen Originalausgabe. Sie kürzt das Spiel spürbar. Das englische Original spielt sich in 90-180 Minuten. Die deutsche Ausgabe soll nur 60-120 Minuten benötigen. Sie ist eine abgewandelte Version der Prometheus-Variante des Originals. Spielbar sind beide Ausgaben mit 2-4 Personen ab 14 Jahren.

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Greenville 1989/Paris 1889 – Geschichten zum Fürchten

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Seicht: Hier geht es um die Geschichten. Schachtelbild: Verlag

Wir bleiben gleich im 19. Jahrhundert. Zumindest eines der beiden Spiele spielt in dieser Zeit. Beide teilen sich das gleiche Spielprinzip. Greenville 1989 ist auf Deutsch bei Kosmos erschienen. Der Nachfolger Paris 1889 ist nur auf Englisch und Französisch erhältlich, verbessert aber einige Aspekte des Vorgängers.

Das Artwork ist der Schlüssel des Spiels und ist in beiden Titeln herausragend. Auf diesen ist irgendeine Szene abgebildet, die die Spielenden beschreiben und davon ausgehend ihre eigene Geschichte entwickeln. Greenville 1989 ist hier etwas gruseliger gestaltet, während das Artwork in Paris 1889 etwas urbaner geprägt ist aber immer etwas mindestens merkwürdiges aufweist. Es gibt auf allen Karten immer wieder Referenzen zu beliebten Horrorfranchises.

Der Fantasie sind in diesem Spiel keine Grenzen gesetzt. Ob man sich von einem freundlichen Riesenrochen, dem man den Namen Rochi gibt, helfen lässt oder von einer mörderischen Vogelscheuche mit Kürbiskopf verfolgen lässt liegt ganz bei den Spielenden (und den eigenen Karten). 

Haben alle ihre Geschichte erzählt, werden neue Karte aufgedeckt. Eine Person ist jede Runde Spielleiter und muss dann auf Basis der Geschichten geheim die neuen Karten jeweils einem Mitspielenden zuweisen. Die Gruppe muss anschließend ohne den Spielleiter diskutieren, welche der neuen Karten am besten zu wessen Geschichte passt und ebenfalls zuordnen. 

Stimmen beide Zuordnungen überein erhält die Person die neue Karte als Grundlage für die nächsten Schritte in der Geschichte. Bei Differenzen bewegen sich die Spielfiguren in Richtung des Abgrunds beziehungsweise nicht weiter in Richtung des Ziels.

Beide Spiele sind für je 3-6 Person ab 16 Jahren empfohlen. Das hoch angesetzte Alter lässt sich aber eher auf die optische Gestaltung als auf die Komplexität zurückführen. Eine Partie dauert zwischen 30-60 Minuten. 

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Zug um Zug: Gruselfahrt – Gruselspaß für die Kleinen

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Auch die Kleinen dürfen sich gruseln an Halloween. Schachtelbild: Verlag

War Horrified schon recht gut geeignet, um es mit Jüngeren zu spielen, so ist Zug um Zug: Gruselfart der ideale Titel um auch mit Kindern etwas passendes zu Halloween zu spielen. Hier gibt es das beliebte und erfolgreiche Konzept von Zug um Zug mit kompakteren Regeln und schönem Gruselthema.

Die Zahl der eigenen Zielkarten ist auf sechs festgelegt. So fällt eine Option im eigenen Zug weg. Man muss sich nur noch zwischen dem Nutzen einer Strecke und dem Ziehen von zwei Wagenkarten entscheiden. Für diese gibt es hier anders als im Original keine offene Auslage. Gleichfarbige Sets der Wagenkarten sind der Schlüssel, um Strecken zu nutzen.

Erfüllt man eine seiner zwei Zielkarten zieht man einfach eine neue vom Stapel. Sollte es vorkommen, dass von den beiden Zielkarten, die man besitzt keine mehr erfüllbar ist, darf man diese austauschen. Es gibt noch zwei besondere Zielkarten, die man erhält, wenn man bestimmte Orte oder Regionen miteinander verbindet.

Das Spiel endet sobald eine Person sechs Zielkarten erfüllt hat. Dies ist gleichbedeutend mit dem Sieg. Sollten jemand zuerst alle Waggons auf dem Spielplan platziert haben, so gewinnt die Person mit den meisten erfüllten Zielkarten. Siegpunkte gibt es keine.

Das Spiel wird für 2-4 Personen ab 6 Jahren empfohlen. Die Dauer der Gruselfahrt beträgt zwischen 15 und 30 Minuten.

The Faceless – “Anziehendes” Spiel ohne Stranger Things-Thema

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The Faceless ist ein bisschen innovativ. Schachtelbild: Verlag

Die außergewöhnlichste Spielmechanik dieser schaurigen Liste findet man in The Faceless. In diesem kooperativen Spiel enthalten die Miniaturen von Billygoat und seinen Gehilfen, die die Gegner des Teams sind, Magnete. Die “Spielfigur” der Gruppe ist ein Kompass, dessen Ausrichtung vorgibt, wohin sich die Gruppe bewegt.

Ethan wurde von Billygoat in die Schattenwelt gezogen. Dem Elm Street Clan, einer Gruppe von Kindern, ist nur sein Tagebuch und ein alter Kompass geblieben. Sie müssen in die Schattenwelt gehen und acht Erinnerungen von Ethan sammeln, um ihn wieder ins Diesseits bringen zu können.

Jede Person übernimmt die Rolle eines Kindes der Gruppe. Alle haben eine spezielle Fähigkeit, die im Spielverlauf hilfreich sein kann. In jedem Zug kann man sich zwischen drei Aktionen entscheiden. Man kann eine Karte ausspielen, um die Figur der entsprechenden Farbe zu bewegen. Anschließend bewegt sich der Kompass so viele Schritte, wie auf der Karte angegeben ist. Nach jedem Schritt wird eventuell die Bewegungsrichtung je nach Ausrichtung der Kompassnadel angepasst. 

Anstatt eine Karte zu spielen, kann man auch  Karten nachziehen. Diese nimmt man aus der offenen Auslage.
Die letzte Möglichkeit ist das Tauschen von Karten zwischen den Spielenden.

Unabhängig von der gewählten Aktion wird am Ende jedes Zuges eine Karte vom verdeckten Stapel gezogen und ihrer Farbe entsprechend in der offenen Auslage platziert. Je nach Farbe wird so ein Effekt ausgelöst, der die Figuren, Handkarten oder Auslage meist negativ beeinflusst.

Wenn der Stapel leer ist, die Gruppe in ein Hindernis läuft und dies nicht mit einer Erinnerung verhindern kann oder Billygoat die Gruppe findet bevor alle Erinnerungen gesammelt wurden, ist das Spiel verloren. Sind alle Erinnerungen eingesammelt worden, gewinnen alle zusammen. 

The Faceless ist ein Spiel für 2-4 Personen, das sich aber auch alleine spielen lässt. Empfohlen wird der Titel ab 14 Jahren. Die Spielzeit beträgt etwa 30-45 Minuten. In der Box sind diverse Minierweiterungen enthalten, die für einen hohen Wiederspielreiz sorgen. Für noch mehr Atmosphäre gibt es zwei eigens für das Spiel geschriebene Soundtracks.

Eine Standalone-Erweiterung ist aktuell in der Entwicklung. Man kann nur hoffen, das The Faceless: Amusement Park anders als der aktuellste Titel des Verlag (Ashes to Ashes) wieder an die Qualität von The Faceless heranreicht und auch wirklich ein fertiges Spiel ist. 

Aleph Null – Nächtliche Dämonenbeschwörung

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Es gibt da diese besondere Promo-Karte… Schachtelbild: Verlag

Um auch alleine eine gute Portion Grusel zu erzeugen, kann man einfach Baphomet beschwören. Zumindest in diesem “Anti” Deck Builder. Über bis zu sechs Stunden (Eine Stunde=Eine Spielrunde) beschwört man Karten mit dem Ziel, möglichst alle Karten des Decks zu opfern und mit den drei Schlüsseln Baphomet beschwören zu können.

Auf der Holzablage wird das Grimoire Verum platziert. “Blättert” man auf die ersten Seiten, kann man die Schwierigkeit auswählen und legt dieser entsprechend Beeinträchtigungen bereit.

In jeder Stunde spielt man einmal durch das Deck und beschwört dabei Karten, gibt dafür magische Energie aus und opfert Karten, um besondere Effekte nutzen zu können. Ist das Deck aufgebraucht, wird der Ablagestapel gemischt und in der zweiten, dritten und vierten Runde kommt eine Beeinträchtigungskarte ins Deck. Je nach Schwierigkeit kann auch in jeder Runde ein Beeinträchtigung ins Deck gelangen.

Um zu gewinnen, müssen die drei Schlüssel beschwört werden. Liegen diese drei Karten aus, kann man Baphomet beschwören, in dem man die Schlüssel opfert und auch alle anderen ausliegenden Karten ohne Effekt opfert. Befinden sich zu diesem Zeitpunkt noch Karten auf der Hand, dem Ablagestapel oder im Nachziehstapel, verliert man das Spiel trotz der erfolgreichen Beschwörung. 

Ist das nicht der Fall gewinnt man vielleicht. Für jede Karte, die neben den Schlüsseln geopfert wurde verliert man einen Punkt. Für die aktuelle Stunde erhält man einen Punkt und jede weitere verbliebene Stunde bis zur sechsten bringt zwei Punkte. Jeder Schadensmarker, der sich noch im Vorrat befindet, bringt einen weiteren Punkt. 

Ist das Ergebnis negativ hat man auch verloren. Bei einer Punktzahl von Null und mehr Punkten erreicht man einen bestimmten Rang.

Aleph Null ist ein reines Solospiel ab 12 Jahren mit einer Spielzeit von bis zu 20 Minuten. Auch hier gibt es einen extra für das Spiel geschriebenen Soundtrack.

Deep Madness – Epischer Coop Dungeon Crawler

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Kooperativ. Dungeon. Was kann da schiefgehen? Schachtelbild: Verlag

Mit die größte Herausforderung auf dieser Liste gibt es beim Horror Dungeon Crawler Deep Madness. In diesem kooperativen Spiel übernehmen die Spielenden die Rolle von Ermittlern, die eine scheinbar verlassene Unterwassermine erforschen. Dort erwarten sie von Lovecraft und der Alien-Reihe inspirierte Schrecken.

Je nach gewähltem Szenario gilt es unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen. Der gesamte Unterwasserkomplex wird immer stärker von Monster befallen und ohne etwas Würfelglück wird man es nicht schaffen, das Grauen zu überleben.

Zu Beginn jeder Runde gehen Räume unter und sind so gefährlicher zu durchqueren. Außerdem tauchen in diesen und bereits untergegangenen Räumen neue Monster auf, die sich auf die Jagd nach den Ermittlern machen.

In der Aktionsphase wird jeweils nacheinander einer der sechs Ermittler und eine Monsterart aktiviert. Die Ermittlern können sich bewegen, Karten erhalten oder tauschen, Monster angreifen und dabei um einen Erfolg würfeln, Räume verschließen und weitere Aktionen beispielsweise mit Ausrüstungsgegenständen ausführen.
Die Monster bewegen sich immer in Richtung des Ermittlers, der ihnen am nächsten ist. Sind diese in Reichweite, werden sie angegriffen. Zudem werden gegebenenfalls Spezialaktionen und Effekte durch untergegangene Räume ausgelöst.

Ebenso individuell, wie die zum jeweiligen Szenario gehörende Siegbedingung, gibt es auch eine Niederlagebedingung in jedem Szenario. Zusätzlich verliert die Gruppe, wenn ein Ermittler stirbt, die Zeit abläuft oder kein Monster mehr aus dem Vorrat hinzugefügt werden kann.

Das mit viel Material und vielen Miniaturen ausgestattete Horrorspiel ist mit 1-6 Personen ab 14 Jahren spielbar. Ein Szenario spielt sich in 90 bis 120 Minuten. Aktuell befindet sich der dritte Reprint des Spiels bei Kickstarter im Crowdfunding. 

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Patchwork Halloween Edition – Klassiker im Gruselgewand

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Ein Spiel geht um die Welt – hier in gruselig. Schachtelbild: Verlag

Den 2-Personenklassiker von Uwe Rosenberg und Lookout Spiele gibt es in zahlreichen Editionen. Natürlich ist auch eine Halloween Edition dabei. Außer kleinen Anpassungen bei den Kosten einzelner Teile ist sie mit der Standardausgabe identisch. Nur das Artwork wurde natürlich angepasst.

Anstelle von Knöpfen sind Augen die Währung. Die Spielfiguren und Spezialflicken zeigen nun Kürbisse und die neutrale Figur ist ein Grabstein. 
Wie gewohnt gilt es in Patchwork auf dem eigenen Tableau die Plättchen möglichst effizient zu platzieren. 

In jedem Zug kann man von der neutralen Spielfigur aus gesehen eines der drei nächsten Plättchen auswählen. Jedes Plättchen hat Kosten in Augäpfeln und in “Zeit”. So bewegt sich die eigene Spielfigur auf dem neutralen Zeitplan immer näher ans Ziel. Möchte man keines der drei Plättchen haben, zieht man auf dem Zeitplan direkt vor den Mitspielenden und erhält so viele Augäpfel, wie man Felder übersprungen hat.

Sammelt man einen Spezialflicken auf dem Zeitplan ein, darf man diesen sofort auf dem eigenen Tableau platzieren. Wer zuerst einen lückenlosen 7×7 Bereich gefüllt hat, erhält ein Bonusplättchen.

Das Spiel endet, wenn beide das Ziel auf dem Zeitplan erreicht haben. Die Augäpfel sind die Siegpunkte. Jedes frei gebliebene Feld kostet zwei Punkte. Das Bonusplättchen bringt sieben Punkte. 

Das Spiel für zwei Geister wird ab 8 Jahren empfohlen und dauert etwa eine halbe Stunde.

Nemesis: Alien-Alptraum

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Echter Sci-Fi-Horror – wie im Film. Schachtelbild: Verlag

Ihr vertraut euren Freunden nicht so ganz und wollt herausfinden, wen man in der Not wirklich Um Hilfe bitten könnte? Dann ist Nemesis das perfekte Spiel, um die Guten von den Bösen zu unterscheiden. Die Spielenden befinden sich auf einem Raumschiff und wollen dieses gemeinsam zurück auf die Erde bringen. Es gibt nur ein Problem: Fiese Aliens namens Xenos haben das Raumschiff befallen und so wird es ein Kampf um Leben und Tod für jeden einzelnen.

Während des Spiels bewegen sich die Spielenden über das namensgebende Raumschiff Nemesis, decken neue Räume auf und suchen Gegenstände. Zusätzlich stellen sie die Funktionsfähigkeit des Schiffes sicher, indem sie beispielsweise die Triebwerke kontrollieren oder Räume reparieren.

Zusätzlich müssen die Spielenden vorsichtig sein, wenn sie sich durch die Gänge bewegen. Durch jede Bewegung wird Lärm erzeugt, der die Xenos anlockt. Sobald der zweite Lärmmarker in einen Gang gelegt wurde, erscheinen die fiesen Aliens und wollen den Spielenden an den Kragen.

Zum Ende müssen die Spielenden diesen Horror überleben und ihre individuellen Ziele, die die anderen nicht kennen, erfüllen. Diese können gut oder böse sein, weshalb über das ganze Spiel hinweg eine gemischte Stimmung herrscht. Wem kann man vertrauen, wem nicht? Diese Frage können sich 1 – 5 Spielende für etwa 90–180 Minuten stellen. Und das mittlerweile auch auf dem Mars. Denn vor kurzem kam mit Nemesis: Lockdown der zweite Teil des erfolgreichen Dungeon-Crawlers in die Läden.

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Betrayal at House on The Hill: Verräter!

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Ein Brettspiel mit gemeiner Mechanik. Schachtelbild: Verlag

Bevor wir zu Brettspielumsetzungen von Horrorfilmen kommen, stimmt uns Betrayal at House on the Hill schonmal auf klassische Horrorfilmsettings ein. Denn in diesem Horrorspiel-Klassiker schlüpfen 3-6 Spielende ab 12 Jahren in die Rolle furchtloser Entdecker, die ein mysteriöses Haus auf dem Hügel betreten. Und dies mit verheerenden Folgen…

Beginnend im riesigen Flur decken die Spielenden während der ersten Phase nach und nach die Räume und Geheimnisse des Anwesens auf. Dabei werden Gegenstände sowie Omen gesammelt und Ereignisse abgehandelt. Deckt man einen Raum mit Omensymbol auf, muss der aktive Spielende zusätzlich einen Spukwurf ausführen. Dafür würfelt er mit 6 Würfeln. Ist die Augenzahl geringer als die Gesamtzahl aller gezogenen Omenkarten geht es in die zweite Phase des Spiels: Den Spuk.

Je nach Raum, in dem der Spuk ausgelöst worden ist und der Omenkarte, die man gezogen hat, wird eines von 50 Spukszenarien ausgelöst. Je nach Szenario wird ein Spielender zum Verräter, der seinen Mitspielern an den Kragen will. Die anderen müssen dem Verräter aufhalten oder ihm entfliehen. Jedes Szenario bietet dabei völlig unterschiedliche Geschichten und damit Art und Weisen, das Spiel zu beenden. Damit bringt Betrayal at House on the Hill einen großen Wiederspielwert mit. Auch ist das Spiel recht schnell aufgebaut und mit 60 Minuten Spielzeit schön kurz.

Seit 2004 wird Betrayal at House on the Hill fleißig gespielt, daher ist es kein Wunder, dass Avalon Hill und Hasbro vor kurzem die dritte Auflage dieses Klassikers herausgebracht haben. Falls ihr ein kurzes, aber spannendes Spiel für einen gelungenen Halloweenabend sucht, dann solltet ihr auf diesen Titel definitiv ein Auge werfen.

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The Thing – Taktisches Sci-Fi-Horrorspiel

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Das Brettspiel zum Film – klassisch. Schachtelbild: Verlag

John Carpenter hat 1982 mit The Thing einen Horror-Knüller geschaffen, der heute ein Klassiker ist. Der gruselige Sci-Fi-Thriller um Forscher in der Antarktis in Bedrängnis ist dank Pendragon Studios und Asmodee auch als Brettspiel zu erleben- sogar lokalisiert. 

Die gute Nachricht: Das Kennerspiel für einen bis acht Spieler mit ausgeprägten Deduktionselementen ist gelungen. Das Material passt, das Design von Karten und Spielbrett ist hervorragend und der Ablauf gestaltet sich auch in größerer Spielerrunde durchaus flott genug. Spannend: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu gewinnen. So ist der Thrill bis zum Schluss zu spüren. 

Die schlechte Nachricht: Die Anleitung ist ziemlich gruselig. Wenig Struktur und teils krude Übersetzungen machen den Einstieg zäh. Es lohnt sich allerdings, durchzuhalten. Denn: The Thing ist eines der spannendsten Sci-Fi-Horrorbrettspiele am Markt. 

Zudem wird die Atmosphäre aus der Filmvorlage gut eingefangen. Fans denken mit Freude zurück an den alten Streifen mit Kurt Russell, Richard Masur und Keith David. Auf dem heimischen Spieltisch lässt sich der Parasiten-Horror nachspielen. 

Das Brettspiel zum Horrorstreifen ist mit 1 bis 8 Personen ab etwa 14 Jahren spielbar und dauert pro Partie zwischen 60 und 90 Minuten.

The Shining: Seichtes Brettspiel zum Klassiker

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Noch mehr Film, aber weniger Spiel. Schachtelbild: Verlag

Es gibt wohl kaum einen bekannteren Horrorfilm als den um einen verrücktgewordenen Schriftsteller und seine Familie. Ein Bild dürfte Genre-Fans dabei schnell in den Kopf kommen: der wunderbare orangefarbene Teppich des Overlook Hotels, auf dem der kleine Danny  mit dem Dreirad seine Runden dreht. 

Das Ganze kann man dank Prospero Hall auch als Brettspiel erleben. Kooperativ spielt die Runde aus drei bis fünf Personen gegen das Hotel und dessen mächtige Kräfte. Besonders friedlich geht es in dem Titel nicht zu: das Brettspiel fängt den Horror aus der 1980er-Vorlage von Stanley Kubrick ziemlich treffend ein. Der Druck auf die Spielergruppe ist groß, das macht den Ablauf durchaus spannend. Insgesamt ist das Brettspiel The Shining aber seicht – es richtet sich daher auch an Gelegenheitsspieler. Hat man die Regeln des hierzulande in englischer Sprache erhältlichen Spiels erst verstanden, gehen die Partien zügig von der Hand. Es kommt auf Teamwork und die richtigen Entscheidungen an.

Der eigentlich Star des Brettspiels ist das Design. Das ist nämlich an die Filmvorlage angelehnt. Die Orte sind wiedererkennbar, das Material spiegelt die Szenen aus dem Horrorstreifen wider. Auch wenn The Shining spielerisch nicht der ganz große Wurf ist, atmosphärisch ist das Brettspiel in jedem Fall – perfekt für einen gruseligen Spielabend an Halloween. 

Das Brettspiel zum Filmklassiker ist mit 3 bis 5 Personen ab etwa 15 Jahren spielbar und unterhält die Runde für 45 bis 60 Minuten.

Friday the 13th – an jedem verdammten Freitag

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Noch mehr Film, noch mehr Horror, noch weniger Spiel. Schachtelbild: Verlag

Nicht minder klassisch ist die Vorlage zu diesem Horror-Brettspiel von USAopoly: Friday the 13th. Die Slasher-Filmreihe “Freitag, der 13” von Sean S. Cunningham startete im Jahr 1980 – und ist auch heute nicht weniger gruselig als damals. Die Geschichten um Serienmörder Jason Voorhees, der als Kind im Feriencamp Crystal Lake von anderen Kindern ins Wasser gemobbt wurde, sind echte Klassiker. Mehr noch: Die Filmreihe gehört neben Nightmare on Elm Street und Halloween zu den wohl populärsten Horrorfilmreihen aller Zeiten. Dass es hierzu ein Brettspiel gibt, ist also keine große Überraschung.

Das Spiel fristet dennoch ein Nischendabei. Denn: Hierzulande lokalisiert erhältlich ist das Spiel nicht. Man sollte der englischen Sprache mächtig sein, dann gibt es kein Problem. Die Regeln sind simpel, der Spielablauf allerdings auch. 

Gänzlich ausgenutzt wird die Filmlizenz nicht, die Verbindung sind eher lose. Trotzdem ist das Thema wiedererkennbar. Und immerhin taucht auch der Crystal Lake auf. Charaktere aus der Vorlage sucht man allerdings vergebens. Egal, denn Spieler sollen ihre eigene Gruselgeschichte schreiben. Die Jason-Thematik kommt etwas zu kurz beziehungsweise lediglich in Token-Form. Blind zieht man Plättchen auf dem Sack – zweimal Jason bedeutet nichts gutes. Der Serienmörder agiert also passiv. 

Auch dieses Brettspiel ist eher solide, aber einer der wenigen Vertreter des klassischen Lizenz-Horrors. Die Idee: Fünf Nächte muss man überleben. Am Ende gewinnt die Person mit den meisten gesammelten Vorräten. 

Das Brettspiel ist mit 3 bis 6 Personen ab 18 Jahren spielbar und bietet Horror für rund eine Stunde.

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