Xbox Series X|S, Playstation 5, Steamdeck, Nintendo Switch, leistungsstarke Gaming-PCs – sie alle wurde angehängt von einer Plattform, die noch erfolgreicher ist. Wie aus Erhebungen des GfK Consumer Panels und Data AI hervorgeht, kommt es bei den meisten Spielern nicht auf Größe, Geschwindigkeit oder Grafikpower an, sondern um Verfügbarkeit – zeitlich und örtlich.

Smartphones liegen demnach in Deutschland an der Spitze der meistgenutzten Spieleplattformen. Der Siegeszug hat sich längst abgezeichnet – die Zahl der Mobilspieler stieg stetig, wie auch die jüngste Datenerhebung bestätigt: die Anzahl der Smartphone-Spielenden ist um weitere 900.000 gewachsen. PC und Konsolen sind also mal wieder totgesagt?

Spiele: Smartphones am beliebtesten, dann Konsolen

Ganz so einfach ist es am Ende nicht. Ja, Smartphones sind bei 23,5 Millionen Spielenden die beliebtesten aller Spieleplattformen, das liegt mitunter aber offenbar an der enormen Verbreitung. Um die reine Spielequalität kann es nicht gehen, Tablets – auf denen die Mobiletitel ebenfalls laufen – liegen nämlich auf dem letzten Platz, trotz verzeichneter Steigung von rund 800.000 Spielenden. Über die Ergebnisse informierte der Game – Verband der deutschen Games-Branche auf Basis von Daten der Marktforschungsunternehmen GfK und Data AI.

An Zuspruch gewannen alle Plattformen – Konsolen wie Smartphones und Tablets. Lediglich beim PC zeigt sich ein anderes Bild. Dort sinkt die Zahl erneut auf nun rund 14,3 Spielende. Auf dem Vormarsch sind auch Spielekonsolen, die ihren zweiten Platz aus dem Vorjahr verteidigen konnten: “17,8 Millionen und somit 800.000 mehr Menschen als im Jahr 2020 spielten auf Konsolen”, heißt es vom Bundesverband der deutschen Gamesbranche. Die Zahlen spiegeln sich indes bei den Umsätzen wider – die sind im Bereich der deutschen Mobiles Games allein im vergangenen Jahr um 22 Prozent gestiegen.

Zocken bedeutet heute längst nicht mehr nur Hammergrafik. Wichtig ist eine schnelle Verfügbarkeit und offenbar auch eine örtliche Ungebundenheit. Game-Geschäftsführer Felix Falk resümiert: „Rund die Hälfte der Gamerinnen und Gamer in Deutschland spielt täglich oder fast täglich auf ihrem Smartphone. Die technische Zugänglichkeit, die große Auswahl an Spielen sowie das breite Angebot an kostenlosen, sogenannten Free-to-Play-Titeln machen Mobile-Gaming im Alltag immer beliebter”.

Und: Weil mittlerweile nahezu jede und jeder ein Smartphone besitze, öffne sich die Spielewelt für viele oft ganz nebenbei, so Falk. Die Marktabdeckung mit smarten Endgeräten ist für Publisher und Entwickler demnach ein Skalierungsfaktor mit Wachstumspotenzial.

Dennoch: “Auch bei Konsolen ist die Nachfrage ungebrochen”, weiß Falk. Wie groß deren Beliebtheit ist, zeige auch die ungebrochene Nachfrage. Die sei oft gar nicht zu bedienen. Beste Beispiele dafür sind die Powerkonsolen Xbox Series X sowie die Playstation 5 – über deren Bestände könnte man täglich Protokolle führen. Zeitweise hat es auch die Nintendo Switch getroffen. Die Beliebtheit in Kombination mit dem Chipmangel sorgt für eine Verknappung.

Die Beliebtheit von Spieleplattformen und Spielen allgemein wird sich erneut positiv auf den Games-Markt Deutschland aus. So wurden nach Zusammenfassung des Bundesverbandes im Jahr 2021 mit Games, Games-Hardware und Gebühren für Online-Dienste insgesamt rund 9,8 Milliarden Euro umgesetzt. Das ist ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. App-Käufe und In-Game-Monetarisierung haben dabei einen großen Stellenwert: Unter anderem dank dieser beiden Faktoren wuchs allein der Umsatz mit Computer- und Videospielen um 19 Prozent auf rund 5,4 Milliarden Euro. Bei der Gaming-Hardware waren es vor allem Spielekonsolen und PC-Zubehör, die den Löwenanteil des insgesamt 3,6 Milliarden Euro Umsatz fassenden Marktes ausmachen.

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Letzte Aktualisierung am 17.08.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. * = Affiliate Links. Bilder von Amazon PA-API