Niko Partnes prognostiziert für den chinesischen Gamesmarkt einen Umsatzrückgang noch in diesem Jahr. Das gab es das letzte Mal vor rund 20 Jahren. Jedoch sind nicht alle Bereiche der Branche gleichermaßen betroffen.

Infografik Niko Partners

Abbildung: Niko Partners, 2022

Chinesische Internet-Giganten wie Tencent prägen seit Jahren den globalen Gamesmarkt, insbesondere im Bereich von Mehrspieler-Onlinespiele, und setzten jährlich Milliarden um.

Laut neuster Marktprognose von Niko Partners wird der Umsatz mit Games in China jedoch in diesem Jahr um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2021 sinken. Dies wäre schätzungsweise ein Umsatz von umgerechnet 45,44 Milliarden US-Dollar. Der Rückgang bezieht sich jedoch hauptsächlich auf  Mobile Games. Ausgeglichen wird dieser durch ein leichtes Wachstum bei Konsolen- und PC-Spielen um 2,1 Prozent im Jahresvergleich. Von 701,8 Millionen Spielenden in China (Stand Ende 2022) nutzen rund 30 Prozent PC-Spiele.

Gründe für den Umsatzrückgang sind strenge Vorschriften der Regierung bezüglich der Zulassung von Spielen, ein Rückgang der Spielenden von rund 39 Millionen sowie ein Mangel an neuen innovativen Games und neuen Lizenzen. „Chinas Wirtschaft, die Null-Covid-Politik, die Auswirkungen der Jugendschutzbestimmungen und der Mangel an neuen ISBN-Lizenzen für Spiele haben zu den negativen Veränderungen auf dem inländischen Spielemarkt beigetragen“, so Lisa Hanson, Präsidentin von Niko Partners. „Während 2022 ein rückläufiges Jahr für den Mobile-Games-Markt ist, prognostizieren wir eine Erholung und eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 2,6 Prozent von 2021 bis 2026, basierend auf der Erwartung neuer Games, die das Portfolio älterer Titel ergänzen, und auf Anpassungen der Branchenakteure an die Jugendschutzbestimmungen. Wir beobachten eine dynamische Entwicklung in der Wirtschaft, beim E-Sport, beim PC-Gaming und bei der Begeisterung der mehr als 700 Millionen Gamer in China.“

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