Respawn Entertainment, der Entwickler unter anderem hinter Titeln wie Titanfall oder Apex Legends, hat als erstes Spielestudio überhaupt einen Oscar bei den diesjährigen, 93. Verleihungen ergattern können.


Ausgezeichnet wurde zumindest indirekt ein Videospielprojekt, denn der Dokumentarfilm „Colette“ ist für das VR-Spiel Medal of Honor: Above and Beyond gedreht worden.

Inhalt von Medal of Honor: Above and Beyond

Bei Electronic Arts wird ebenso gefeiert wie bei Repawn Entertainment. Das Studio hat mit dem Oscar-Gewinn einen echten Meilenstein gesetzt: Es ist das erste Spielestudio, das den Goldjungen für ein Werk ergattern konnte. Im Mittelpunkt steht das VR-Videospiel Medal of Honor: Above and Beyond und dessen Ingame-Galerie. Zu den freischaltbaren Inhalten gehört dort nämlich jener Dokumentarstreifen, der nun im Rahmen der 93. Academy Awards ausgezeichnet wurde: Colette.

„Wir könnten nicht stolzer auf Anthony Giacchino und die Arbeit des Teams sein, die Colettes Geschichte als Teil der Medal of Honor, ein Videospiel-Franchise, das in der Geschichte verwurzelt ist und die Geschichten von Veteranen über Jahre hinweg an Generationen nacherzählt“, sagt Peter Hirschmann, Creative Director bei Respawn Entertainment. Bei der Premiere soll es für die Spieleindustrie nicht bleiben, wenn es nach Hirschmann geht. Er hofft, dass dieser Oscar nur der erste von vielen ist, die an Videospielfirmen verliehen werden.

Der Dokumentarfilm folgt Colette Marin-Catherine. Sie ist eines der letzten lebenden Mitglieder der französischen Résistance, als sie zum ersten Mal seit 74 Jahren nach Deutschland zurückkehrt. Colette hatte sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs geweigert, das Land zu betreten. Das änderte sich erst, als die junge Geschichtsstudentin Lucie in ihr Leben trat und sie ermutigte, das Konzentrationslager zu besuchen, in dem die Nazis ihren Bruder töteten.

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Was klingt wie der Umriss eines wachechten Anti-Kriegsdramas ist tatsächlich Bestandteil eines Videospiel. Der Dokumentarfilm Colette ist damit eine Art Symbol für tiefgreifende, vielschichtige Inhalte, die Videospiele in der Lage sind zu erzählen. 24 Minuten lang ist das Werk, das ein emotionaler Höhepunkt der Medal-of-Honor-Galerie ist. Die Oculus-Studios waren ebenfalls an der der Produktion beteiligt – zumindest indirekt erhält damit auch der Konzern Face die Auszeichnung.

Dass Colette überhaupt für die Iscar-Verleihung infrage kommen konnte, ist dem britischen The Guardian zu verdanken: Die Tageszeitung hatte den Film nämlich gekauft und auf Festivals gezeigt. Nur so konnte der Doku-Streifen überhaupt in die Auswahl rücken.


 

Letzte Aktualisierung am 17.10.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API. * = Affiliate Links. Bilder von Amazon PA-API