In ihrer Sendung Joko & Klaas gegen Pro Sieben können sich das Moderatorenduo 15 Minuten Sendezeit erspielen. Mit diesen können sie dann machen, was sie wollen. Bereits in der Vergangenheit haben die beiden ihre Sendezeit und Reichweite genutzt, um auf gesellschaftlich relevante Themen aufmerksam zu machen. So wurde während den 15 Freiminuten der Moderatoren bereits auf Themen wie sexuelle Belästigung gegenüber Frauen und die Missstände im Flüchtlingslager Moria aufmerksam gemacht. Diesen Mittwoch wurde der aktuelle Pflegenotstand thematisiert. Dabei konnten die beiden auf weit mehr als 15 Minuten zurückgreifen.


Soziale Berufe sind gesellschaftlich hoch anerkannt, jedoch leider oftmals unterbezahlt. Die betrifft unter anderem Angestellte in der Pflege, welche sich immer wieder mit Überlastungen und Doppelschichten konfrontiert sehen. Der Pflegenotstand war schon vor der Corona-Krise ein heiß debattiertes Thema. Diese hat dazu beigetragen, dass die Engpässe in der Pflege sich noch weiter verschärft haben. Einen Umstand, auf welchen Joko Winterscheidt (42) und Klaas Heufer-Umlauf (37) am Mittwochabend zur Primetime aufmerksam gemacht haben. Dabei war in diesem Fall Pro Sieben eingeweiht, denn anstatt nur 15 Minuten konnten die Zuschauer 7 Stunden des Arbeitsalltags mitverfolgen.

7 Stunden Live – der Alltag einer Pflegekraft

Die Pflegekraft heißt Meike Ista, sie arbeitet im Knochenmark- und Transplantationszentrum der Uniklinik Münster. Für eine Frühschicht im März 2021 hat sie sich eine Kamera umgehängt. Der Zuschauer kann also den gesamten Arbeitstag der Pflegerin in Echtzeit mitverfolgen. Die Doku beginnt mit der Fahrt in das Parkhaus der Klinik. Was nun folgt, ist der ganz normale Arbeitswahnsinn einer Pflegekraft. Wie sie Patienten und Patientinnen besucht, Fieber misst, Medikamente verabreicht. Es wird nichts geschnitten und nichts beschönigt. Parallel kommen im Split screen weitere Pflegekräfte zu Wort. Kommentieren das Gesehene oder erzählen aus dem eigenen Alltag. Von Erschöpfung und Frust. Und davon, dass sie Ihren Beruf nicht ändern wollen, aber die Bedingungen.

Resonanz auf Twitter

Auf Twitter trendet der Hashtag #nichtselbstverstaendlich innerhalb kurzer Zeit. Zuschauer, Medienvertreter und weitere Pflegekräfte beteiligen sich an der Diskussion über die Social Media Plattform. Das Feedback zur Livesendung von Joko und Klaas ist durchweg positiv. Auch andere Sender loben das Engagement der Sendung. So twitterte Arte, dass Pro Sieben soeben ein Stück deutsche TV-Geschichte schreibt. Und auch die Konkurrenz von RTL findet lobende Worte.

Twitter
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Viele Zuschauer nutzen #nichtselbstverstaendlich um die ihrer Meinung nach untätige Politik anzukreiden.

Twitter
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Twitter
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Reaktion von Jens Spahn

Der Gesundheitsminister reagierte auf die Live Sendung von Joko und Klaas direkt am Donnerstagmittag. Indem er weitere Gespräche mit Pflegeverbänden angekündigt, um bessere Arbeitsbedingungen in der Branche zu erreichen. Die Auszahlung des Corona-Bonus sei ein Teil. Genauso wichtig seien aber eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen auf Dauer für die 20er-Jahre, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. „Damit nach dieser schweren Phase der Pandemie viele in dem Beruf bleiben und idealerweise zurückkehren wollen, werden wir auch zügig in Gesprächen mit den Pflegeverbänden weiter darüber beraten, wie wir auch dafür die Arbeitsbedingungen noch weiter verbessern können.“

30 Minuten in der Pro Sieben Mediathek verfügbar

Auch wenn die Sendung nach Angaben von Pro Sieben eine Nettoreichweite von 5,84 Millionen Zuschauern hatten. Gibt es mit Sicherheit viele Interessenten, welche die Sendung verpasst haben. Aktuell kann man zumindest die ersten 30 Minuten von #nichtselbstverständlich in der Pro-Sieben-Mediathek abrufen um dies nachzuholen.