Mit Mortal Kombat feiert eines der wegweisendsten und zugleich umstrittensten Beat’em-ups sein Jubiläum zum 30-jährigen Bestehen der Marke. Erstmals im Jahr 1992 erschien das prügelspiel mit den expliziten Gewaltdarstellungen in Spielhallen. Die Fatalities wurde im Laufe der Jahre immer brutaler, aber auch zu einem Kult. 

 Ed Boon und John Tobias entwarfen Anfang der 1990er eines der damals brutalsten Videospiele – diesen Ruf hat die Marke sich bis heute bewahren können. Auch im jüngsten Ableger Mortal Kombat 11 aus dem Jahr 2019 gibt es Gehacktes, Geschnetzeltes und Plattiertes in Spitzenqualität.  

Fatalities: Formfleisch aus Pixelkämpfern

Als Midway 1992 den ersten Teil der Mortal Kombat-Reihe auf den Markt brachte, hätte sich angesichts der streitbaren Brutalität wohl kaum jemand vorstellen können, welchen Erfolg das Prügelspiel haben wird. Als Mortal Kombat dann drei Jahre später zu einer Trilogie wurde, wunderten Spieler sich weitaus weniger. Ungefähr im Zweijahresrhythmus hat man ab dann regelmäßig neue Videospiele auf Basis der Marke herausgebracht – und ein Ende der Popularität ist noch lange nicht erreicht.

Mortal Kombat ist zu einem Bildschirmphänomen geworden, auch Filme sind erschienen. Nicht alle davon waren gelungen; immerhin der jüngste Realfilm aus dem Jahr 2021 konnte überzeugen. 

Ruhm erntete das Kloppspiel auch aufgrund seiner expliziten Gewaltdarstellung, die zunächst in den Vereinigten Staaten für Entrüstung vor allem bei Eltern sorgte. Die Spielereihe hatte dazu beigetragen, das Verständnis von einem Videospiel als Produkt um stets friedfertige Inhalte nachhaltig zu verändern. Eine Überraschung war es also nicht, dass das Debüt in Deutschland aufgrund des Gewaltgrades beschlagnahmt wurde. Erst im Jahr 2020 hatte man hierzulande die Indizierung überhaupt wieder aufgehoben. 

Das bisschen Pixelblut von damals ist ohnehin kaum mehr mit den unzähligen Litern des Lebenssaftes zu vergleichen, den Spieler etwas bei Mortal Kombat 11 aus ihren Kontrahenten herausprügeln. Mortal Kombat ist nun wie kaum ein anderes Videospiel ein Symbol für die tiefgreifenden Veränderungen bei Verständnis von Pixeldarstellungen und deren gesellschaftlicher Akzeptanz. In Kinderhände gehört der Titel allerdings auch heute nicht.

Legendär ist das Spiel wegen seiner teils schrägen Kämpfern, vor allem aber aufgrund der Fatalities, der Finishing Moves, mit denen Spieler ihre Gegner nach einem gewonnen Kampf in ihre Einzelteile zerlegen. Inzwischen haben die Entwickler bei Nether Realms die Kunst Formfleisch aus Pixelkämpfern zu machen, perfektioniert. Virtuelles Blut sprudelt in Fontänen, Körperteil fliegen durch die Arenen, aus den Boxen schmatzt es dazu passend – und dennoch wirken die Brutalo-Manöver auf ihre Art ästhetisch. 

Von Beginn an war Mortal Kombat auf Erfolg getrimmt. Das Spiel überflügelte sogar die ebenfalls bis heute populäre Prügelreihe Street Fighter – damals stand der zweite Teil der Serie in Konkurrenz. 

Um die Marke zu feiern, haben die Nether Realm Studio ein Video zum Geburtstag herausgebracht, das alte und neue Spielszenen sowie Sequenzen aus den Filmen kombiniert. In dem Video tauchen zudem einige der beliebtesten Charaktere auf, darunter Sub-Zero, Kung Lao, Sonya Blade, Johnny Cage, Liu Kang oder Raiden. Für den Mobile-Ableger von Mortal Kombat gibt es einen Klassik-Raiden samt Voice-Over von Christopher Lambert, der den Donnergott im Jahr 1995 portraitierte. 

Wie es mit Mortal Kombat weitergeht, ist hingegen noch unklar. Trotz des runden Jubiläums haben die Entwickler zu einem Mortal Kombat 12 noch keine offiziellen Infos veröffentlicht. 

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