Ein kleiner Hype hat sich auf der Spielemesse in Essen um Matthew Dunstans Next Station: London entwickelt. Der Paper-and-Pencil-Titel im Vertrieb von HCM Kinzel findet auf den Internationalen Spieltagen guten Absatz. 

Im Marketing bestätigt man die guten Verkäufe von Next Station London, einem grundsätzlich unscheinbaren Flip-and-Write-Spiel um das populäre Metro-Netz der englischen Hauptstadt. Kurze Spielrunden von bis zu 30 Minuten und eine niedrige Einstiegshürde sind zwei der Erfolgsfaktoren. 

Gemeinsames Solospiel

Das Ziel für ein bis vier Spieler ist bei Next Station London simple: Es geht darum, den „Underground“ der Megametropole neu zu gestalten. Strategisch clever legt man daher Verkehrslinien an und sammelt Punkte. Das Spiel von Blue Orange im Vertrieb von HCM Kinzel präsentiert sich mit einem ausgeprägten Wettkampfcharakter, nennenswerte Interaktionen gibt es aber nicht. 

Next Station London ist ein Titel, der sich auch mit mehreren Spielenden anfühlt wie ein Solospiel. Ein Makel? Kaum, auch wenn die größte Interaktion zum Ende einer Partie mit dem Vergleich der erreichten Punkte stattfindet. Während des Spiels ist klar, dass es letztendlich nur einen siegreichen Projektmanager geben wird – das spornt an, genügt als Herausforderung im Rahmen einer Solopartie in ausreichendem Maße. Es ist eines der besten Paper-and-Pencil-Spiele des aktuellen Jahrgangs, auch wenn es nicht an die Qualitäten eines Trials of Tucana herankommt oder die Cleverness von Der Kartograph erreicht.

Das Kleinformatige Spiel findet auf der Messe in Essen allerdings offensichtlich viele Fans: wie der Verlag durch seine PR kommuniziert ist Next Station London „stark nachgefragt“. 

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