Geschicklichkeits-Brettspiele sind vergleichsweise selten, kooperative noch seltener. Nun hat sich der Autor des Brettspiels Spirit Island, R. Eric Reuss, dem Genre angekommen und sich mit For Science! ein kooperatives Spielkonzept in einem Setting ausgedacht, das angesichts der weltweiten Corona-Pandemie kaum aktueller sein könnte: Wissenschaft. Die Crowdfunding-Kampagne zu For Science! läuft auf Kickstarter noch bis zum 2. Mai, ist allerdings bereits erfolgreich am geplanten Finanzierungsziel angekommen.


Exakt eine Viertelstunde dauert eine Partie von For Science! – das ist festgelegt. Damit spricht das kooperative Geschicklichkeits-Brettspiel für ein bis sechs Spieler neben Fans des Genres vor allem Familien- und Gelegenheitsspieler an. Ein üppiges Regelwerk gibt es nicht im dem neuen Spiel von R. Eric Reuss, der vormals mit Spirit Island ein vergleichsweise mechanisches, aber durchaus unterhaltsames Brettspiel geschaffen hat.
Bei verbleibenden 18 Tagen der Crowdfunding.Kampagne auf Kickstarter haben fast 1.000 Backer knapp 50.000 Euro aufgebracht, um das kooperative Geschicklichkeits-Brettspiel zu finanzieren – und darüber hinaus auch der Forschungslandschaft etwas Gutes zu tun. Für jedes verkaufte Exemplar des Brettspiels fließen fünf US-Dollar an die gemeinnützige Organisation Direct Relief,  die Medikamentenlieferungen in Krisengebiete bringt.

For Science: Kooperieren im Namen der Wissenschaft

Jenga, Menara, Catacombs oder Flick’em Up: es gibt einige Genre-Vertreter bei den Geschicklichkeits-Brettspielen. Dennoch ist die Zahl insgesamt eher überschaubar. Mit For Science! kommt nun ein Titel hinzu, der ist Echtzeit gespielt wird und Geschick beim Formenstapeln erfordert.

Ein bis sechs Spieler schlüpfen in die Kittel von Forschern und Wissenschaftsverantwortlichen, um ein Heilmittel gegen ein Krankheit zu erforschen. Dazu müssen zunächst Karten aufeinander abgestimmt ausgespielt werden, um so eine chemische Kette herzustellen.

For Science! kombiniert Kartenelemente, eine Legemechanik und Geschick. Bild: Grey Fox Games
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For Science! kombiniert Kartenelemente, eine Legemechanik und Geschick. Bild: Grey Fox Games

Ist das Heilmittel in der Theorie gefunden, geht es in einem zweiten Schritt an die praktischen Tests – und damit ans Stapeln. Die Spieler müssen dann jene Formen ins Gleichgewicht bringen, die auf den Karten abgebildet sind, um so die Heilmittel tatsächlich zu erforschen. Für Erfolge erhalten die Spieler Wissen, das sie dann für die Anwendung der Heilungen ausgeben. Die vollständige Heilung wird durch das Lösen eines Lege-Puzzles erreicht.

Das mehrstufige Spielprinzip ist einzigartig im Genre der kooperativen Geschicklichkeits-Brettspiele. R- Eric Reuss hat mit For Science! tatsächlich ein neuartiges Konzept geschaffen.

Grey Fox Games nimmt Stellung zum Thema

Weil Grey Fox Games bereits im Vorfeld der Kickstarter-Kampagne davon ausgegangen ist, dass das Thema des Brettspiels in der aktuellen Corona-Situation für so manchen Spieler befremdlich sein könnte, hat der Verlag direkt eine Stellungnahme veröffentlicht.

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So habe man das Brettspiel aus aktuellem Anlass umbenannt, der ursprüngliche Titel lautete „Science or Die“. Gänzlich canceln wollte man die Kampagne jedoch nicht, stattdessen hat Grey Fox Games den Kirckstart des Brettspiels mit einer Wohltätigkeitsaktion verknüpft. For Science! sei ohnehin kein Spiel über realitätsnahe Wissenschaft und Forschung, sondern ein Fun-Spiel, in dessen Mittelpunkt das Puzzlen und Kartenlegen stehe.

Die Kampagne läuft noch bis zum 2. Mai. Erscheinen soll das Geschicklichkeits-Brettspiel For Science! dann im Dezember 2020. Der Minsteinsatz liegt bei rund 45 Euro.


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