Wie Microsoft verriet, wird man die Dollarpreise für die Frist-Party-Videospiele ab dem kommenden Jahr erhöhen. Bislang galt sei der Xbox 360-Ära ein Neupreislevel von 60 US-Dollar, in 2023 wird es auf 70 US-Dollar angehoben. 

Hierzulande kosten Spiele wie Forza Horizon 5, Microsoft Flugsimulator und Co längst rund 70 Euro. Wie Microsoft nun allerdings mitteilte, werde man den Preis auf 69.99 US-Dollar für neue Vollpreistitel anheben. Das berichtet zunächst IGN. Das mag angesichts der durch andere Publisher etablierten Verteuerungen keine große Sache zu sein, doch dahinter könnte mehr stecken. Womöglich gelten Preissteigerungen nämlich auch für die Hardware. Dazu ist bislang nicht offiziell bekannt, Xbox-Chef Phil Spencer ließ allerdings vor nicht allzu langer Zeit bereits durchblicken, dass  Microsoft eventuell die Preise seiner Konsolen oder Dienste erhöhen könnte. 

Xbox-Preis: Lange Zeit konstant

Zuletzt hatte Phil Spencer noch darauf hingewiesen, dass man den Preis auch für die neuen Konsolen habe halten können. Eine Anhebung der Preise etwas für die Xbox Series X war allenfalls für die Zukunft ein Thema. Ganz vom Tisch wischen konnte der Xbox-Chef mögliche Verteuerungen nämlich nicht – lediglich vor der Weihnachtszeit würde das nicht geschehen, so seine Ansage. 

Inzwischen ist klar: Ab 2023 werden für Xbox Series X|S entwickelte Spiele, darunter Forza Motorsport, Redfall oder Starfield, ab ihrer Markteinführung 69,99 US-Dollar kosten. Einzelheiten für andere Märkte hatte Xbox aber nicht gegeben, womöglich folgen weitere Preisanpassungen auch für andere Länder. 

Unklar ist, ob die Preiserhöhungen auch den Weg ebnen für Anhebungen bei der Hardware oder den Diensten. 

Andere Publisher sind längst vorgeprescht, so etwas Ubisoft, Take-Two oder Sony. Sie alle haben den Einführungspreis auf 70 US-Dollar angehoben, auch mit Folgen für den deutschen Markt, denn im Zuge der Preisanpassungen ist man hierzulande bei einem UVP von 79.99 Euro gelandet. Ähnlich könnte es somit nach der Preiserhöhung durch Microsoft für die First-Party-Spiele aussehen. 

Während sich das Preisniveau für die Spiele relativ treffsicher vorhersagen lässt, bleiben mögliche neue Preise für etwa den Game Pass oder die Konsolen unklar. Sony hatte jüngst den Preis für die Playstation 5 um zehn Prozent angehoben – analog würde die Xbox Series X dann 549 Euro kosten, sollte Microsoft sich zu einem ähnlichen Schritt entschließen. Zum Zeitpunkt der Preiserhöhung durch Sony war ein solches Vorgehen für Microsoft mutmaßlich kein Thema, zumindest kein für die Öffentlichkeit bestimmtes. Noch im September gab Phil Spencer an, man habe keine Pläne, die Preise für die Xbox zu erhöhen. Rund einen Monat später folgte die Kehrtwende. Spencer erklärte im Oktober, man habe die Preise für Spiele und Abonnements gehalten, könne das aber wahrscheinlich nicht ewig gewährleisten. Preiserhöhungen „für bestimmte Dinge“ wurden wahrscheinlicher. 

Was für die Hardware fast unabdingbar erscheint, ist bei den Diensten völlig unklar. Denn: Auf der Konferenz im Oktober erklärte Phil Spence, der Game Pass sei inzwischen profitabel und mache rund 15 Prozent des Umsatzes aus. Eine Preiserhöhung könnte mehr Geld in die Kassen spülen oder auch den gegenteiligen Effekt haben, sollten Spieler angesichts von Preisanpassungen vermehrt kündigen.  

Zuvor war das Preisniveau über viele Jahre konstant bei den Vollpreisspielen: Seit der 360-Ära hielt man den UVP von 59.99 US-Dollar. 

Gründe für Preiserhöhung im Games-Sektor sind unter anderem die gestiegenen Entwicklungskosten oder die Inflation. Xbox wollte gegenüber IGN keinen Kommentar abgeben.

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