Poker ist beliebt, keine Frage. Wie sehr, zeigt sich derzeit bei der Crowdfunding-Kampagne zu dem Brettspiel Antematter, das die Macher „BarkShark“ als eine Art strategisches Pokerspiel entworfen haben. Bereits nach zwei Stunden war das Finanzierungsziel erreicht, inzwischen hat man das die angepeilte Summe mehr als verdoppelt. Dabei ist der Preis für ein „Pokerspiel“ gar nicht mal so gering.


Poker ist keine neue Erfindung, zumindest in der Grundversion nicht. „BardShark“ hat sich nun zur Aufgabe gemacht, den Klassiker zu modernisieren – nicht rein optisch durch hübsche Karten, sondern spielerisch. Poker funktioniert nämlich auch als strategisches Brettspiel. Antematter heißt der Titel, den die Macher derzeit über Kickstarter finanzieren und das äußerst erfolgreich. Ihr Finanzierungsziel von rund 25.000 Euro wurde bereits nach knapp zwei Stunden erreicht, inzwischen steuert das Crowdfunding auf eine Verdreifachung zu.

Antematter ist die neue Art des Poker

„Antematter ist das erste und einzige Poker-Strategiebrettspiel“, meinen zumindest BardShark als kreative Köpfe hinter der Idee. Hinter der Poker-Variante steckt sogar eine Story: Spieler schlüpfen in die Rollen von unter anderem Weltraum-Piraten oder Missionaren, fliegen durch die Galaxis und pokern natürlich. Der Ablauf des Brettspiels ist dabei in Phasen unterteilt, vermutlich auch, um das Poker-Kartenspiel sinnvoll in dem Gesamtkonzept unterbringen zu können.

In der ersten Phase bewegen Spieler ihre Raumschiffe über das Spielbrett, erst in Phase zwei – der Poker-Phase – fliegen dann die Karten. Im Grunde geht es darum im Brettspiel-Part jene Einsätze zu sammeln, die dann im Poker-Part zum Wetten dienen. Die beiden Phasen scheinen insgesamt eher lose miteinander verknüpft zu sein, der Brettspiel-Teil dient eher der Vorbereitung auf eine Partie „Texas Hold’em in Space“. Die Poker-Phase basiert auf dem klassischen Regelwerk von Texas Hold’em. Die Karten selbst sind deutlich aufgehübscht, orientieren sich allerdings an einem originalen Poker-Kartendeck. Einige neue Kniffe kommen dennoch hinzu: So gibt es etwa Eröffnungskarten oder oder Trickbetrüger-Karten, die eingesetzt werden können, um dem Grund-Poker einige Strategien hinzuzufügen.

Antematter ist am Ende mehr als "nur" Poker: Zu den verschiedenen Fraktionen im Spiel gibt es auch unterschiedliche Illustrationen. Bildrechte: BardShark

Antematter ist am Ende mehr als „nur“ Poker: Zu den verschiedenen Fraktionen im Spiel gibt es auch unterschiedliche Illustrationen. Bildrechte: BardShark

Einen weiteren Twist bringen unterschiedliche Fraktionen ins Spiel. Bei Antematter sind sechs verschiedene Crew-Deck enthalten, jeweils mit unterschiedlichen strategischen Ausrichtungen – sowohl im Brettspiel-Part als auch beim Poker. Wer gewinnt, wird am Ende wieder ganz klassisch ermittelt: Der Space-Kartenprofi mit den meisten erspielten Chips trägt den Sieg davon.

Das Poker-Brettspiel kostet im Pledge rund 50 Euro, ist zudem in zwei teureren Variante zu 101 oder gar 168 Euro verfügbar. Derzeit machen bereits über 550 Unterstützer mit. Die Finanzierungssumme hat die Marke von 60.000 Euro überschritten, angepeilt waren rund 25.000 Euro. Es ist davon auszugehen, dass die Summe des Crowdfunding noch weiter steigt, die Kickstarter-Kampagne zu Antematter läuft nämlich noch bis zum 24. September. Erreichbare Stretch-Goals gibt es noch: das nächste wird bei 75.000 Euro freigeschaltet.

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