Vorschau auf die SPIEL’19 in Essen: Das ist neu auf der Spielemesse – Tipps und Infos für Besucher

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Lesezeit: 12 Minuten

Seit Jahrzehnte pilgern Brettspieler aus der ganzen Welt in das Herz des Ruhrgebiets – so auch in diesem Jahr. In Essen finden vom 24. bis 27. Oktober die Internationalen Spieltage statt. Der veranstaltende Friedhelm Merz Verlag erwartet rund 190.000 Besucher. 1.200 Aussteller aus 53 Nationen präsentieren über 1.500 Spiele-Neuheiten. Die SPIEL’19 bricht Rekorde weit vor ihrer Eröffnung. Auch abseits der Statistiken gibt es Neuerungen auf der SPIEL. Wir haben die wichtigsten Informationen für Besucher zusammengefasst. 


Trends, Panels, Innovationen und ganz viele Spiele: Dafür stehen die Internationalen Spieltage in Essen. Auch in diesem Jahr ist das nicht anders. Verlage und Autoren locken Fans mit bewährten oder völlig neuartigen Konzepten an die Spieltisch. Clever ist, sich gründlich auf die SPIEL’19 vorzubereiten. 

Das ist neu auf der SPIEL’19 in Essen

Die wohl größte Neuerung auf der SPIEL’19 ist die sogenannte „Preview-Night“, die am Mittwoch, 23. Oktober, ab 18 Uhr im Congress-Center CC Süd der Esserner Messehallen stattfindet. Bis 1 Uhr in die Nacht hinein dürfen jene Fans, die eine Karte für die Spiele-Nacht ergattert haben, ausgewählte Neuheiten exklusiv vor Öffnung der Tore spielen. 65 Verlage machen mit bei der Aktion, darunter viele namhafte, aber auch kleinere Spieleanbieter.

Die „SPIEL Preview Night“ ist ein gänzlich neues Konzept, das sich der Friedhelm Merz Verlag für dieses Jahr ausgedacht hat. Die Idee kommt an: längst sind alle Tickets für die „Preview Night“ vergriffen, wenige Restkarten gibt es über Gewinnspiele oder Sonderaktionen. 

Ebenfalls eine Premiere feiert der Educator’s Day am Freitag, 25. Oktober. Ursprünglich eher als Publikumsmesse ausgerichtet, wagen die Internationalen Spieltage einen großen Schritt weiter Richtung Fachmesse. Weil Spiele mittlerweile überall zum Einsatz kommen, vermehrt auch zu pädagogischen Zwecken, wollen die Organisatoren dabei helfen, das Fachpublikum entsprechend weiterzubilden. Diskussionen und Vorträge bringen Experten aus Lehre und Wissenschaft mit Praktiker zusammen.

Angeboten werden ab 10.20 Uhr insgesamt acht, teils englischsprachige, Veranstaltungen:

    • 10:20 Uhr: Games as motive forces of change: education & society [englisch]
    • 13:15 Uhr: Do board games make people smarter? Two initial exploratory studies [englisch]
    • 14:00 Uhr: Games in primary school [englisch]
    • 14:35 Uhr: It’s your turn! – Psychological reasons for you to unlock the potentials of game based learning [englisch]
    • 15:10 Uhr: Spielstarke Schulen! [deutsch/englisch]
    • 16:00 Uhr: Spielen macht Schule [deutsch]
    • 16:35 Uhr: Spiele zur Förderung narrativer Kompetenzen im (Geschichts-)Unterricht anhand des Beispiels Textura [deutsch]
    • 17:10 Uhr: Wir müssen sie kriegen, solange sie jung sind! [deutsch]


Zusätzlich erhalten pädagogische Fachkräfte Zugang zur Neuheitenschau, die sich traditionsgemäß an die Pressekonferenz der Internationalen Spieltage anschließt. Dort können Pädagogen dann die brettspiel-Neuheiten selbst in den Blick nehmen. 

Allround-Angebot: Auch Comics gibt es auf der SPIEL'19. Foto: André Volkmann

Allround-Angebot: Auch Comics gibt es auf der SPIEL’19. Foto: André Volkmann

Ganz neu, weil neu gebaut, ist Halle 6. Dort finden Besucherinnen und Besucher alles, was irgendwie mit Rollenspiel und Comics zu tun hat. In den Hallen 1, 2 und 3 liegt der Fokus auf Brett- und Kartenspielen. In der neuen Halle 6 kommen dann alle auf ihre Kosten, die die SPIEL’19 wegen Role-Playing, Fantasy und Cosplay besuchen. Dort befindet sich dann auch die „Artists Alley“. Verlage wie Panini präsentieren hingegen ihre Neuheiten aus dem Comic-Segment.


Auf der offiziellen Webseite zur SPIEL ist auch das Programm mit allen Events und Angeboten der Aussteller zu finden: www.spiel-messe.com/de/besucher/programm/.

Die internationale Halle ist in diesem Jahr Halle 4. Dort gibt es fremdsprachige Gemeinschaftsstände und den beliebten Versand-Service. In Halle 5 finden kleine, unabhängige Autoren und Verlage Platz, um ihre Ideen zu präsentieren. In der Galeria bleibt alles wie in den Vorjahren: Dort gibt es Futterbuden und viele Spielmöglichkeiten für Kinder.

Mehr Komfort für die Besucher der SPIEL’19

Das ehrgeizige Ziel der Organisatoren lautet auch in jedem Jahr wieder: Mehr Komfort für Besucherinnen und Besucher. Um das zu erreichen, gibt es ein neues Zugangskonzept, im Rahmen dessen die Eingangsmöglichkeiten erweitert worden sind: Statt wie bisher an allen Eingängen vor Ort Tickets kaufen zu können, ist der Eingang West für Besitzer von Vorverkaufskarten reserviert.

Besucher, die ihre Eintrittskarten für die SPIEL’19 also im Vorfeld erworben haben, gelangen über den exklusiven Eingang West in die Messehallen. Wichtig für alle anderen Besucher: Am Eingang West gibt es keine Tageskassen. 

Über Halle 6 der Messe Essen gibt es einen weiteren Zugang. Bild: Messe Essen

Über Halle 6 der Messe Essen gibt es einen weiteren Zugang. Bild: Messe Essen

Wer Tickets vor Ort kaufen möchte, muss stattdessen den Ost-Eingang der Messe Essen nutzen. Dort gibt es auch rund 3.000 zusätzliche Garderobenplätze, an denen Jacken abgegeben werden können. Einen weiteren Zugang zur Messe gibt es in diesem Jahr über Halle 6. 

Anreise zur SPIEL’19 und Parkplätze

Man kann es gebetsmühlenartig predigen, aber es ist wichtig: Bei der Anreise zur SPIEL sollten Besucherinnen und Besucher die öffentlichen Verkehrsmittel bevorzugen. Auch wenn die Deutsche Bahn, der VRR und die Essener Verkehrsgesellschaft noch lange nicht fehlerfrei arbeiten: die Fahrt zu den Messehallen wird auch in diesem Jahr mit Bus und Bahn angenehmer als mit dem Auto.

Wer mit dem ÖPNV anreist, steigt am Essener Hauptbahnhof aus. Von dort fährt die U-Bahn der Linie U11 an Messetagen mit geringer Taktung direkt zu den Messeeingängen West und Süd. Bei der EVAG ist der Fahrplan der Linie U11 online einsehbar. Die Fahrt zur SPIEL’19 dauert rund fünf Minuten, mit Wartezeiten am Abfahrtsgleich der U11 im Untergrund des Essener Hauptbahnhofs ist allerdings zu rechnen. Was übrigens immer aus den Lautsprechern schallt und auch beachtet werden sollte: „Bitte gehen Sie bis zum Ende des Bahnsteigs durch“.

Wer es in die Messehallen geschafft hat, kann spielen, spielen, spielen. Foto: André Volkmann

Wer es in die Messehallen geschafft hat, kann spielen, spielen, spielen. Foto: André Volkmann

Bereits jetzt stehen einige Beeinträchtigungen im Bahnverkehr fest. Die Bahn hat mitgeteilt, dass es zu Weichenerneuerungen auf den Strecken der S1 Dortmund-Solingen sowie der S3 Hattingen-Oberhausen geben wird. Weitere Informationen zu möglicherweise kurzfristigen Baumaßnahmen hat „Max Maulwurf“ von der Deutschen Bahn.

Wer dennoch mit dem Auto anreisen möchte, gelangt über die Autobahnen A52, A3, A40 und A42 direkt zur Messe Essen. In Navigationssysteme können Besucher auch Messeplatz 1 in 45131 Essen eingeben. Die Straßen zur Messe sind ausgeschildert, ebenso wie das Parkleitsystem.

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Insgesamt 7.000 Parkplätze stehen für Besucher zur Verfügung. Zur SPIEL’19 erreichbar sind die Parkplätze P1, P2, P3, P5, P9 und P10, als Behindertenparkplatz dient P6. Die Parkkosten liegen bei sechs Euro pro Tag.
Unterdessen hat die Messe Essen die für Besucher Information herausgegeben, dass es in diesem Jahr keine Kassen für Eintrittskarten am Parkplatz P10 geben wird.

An der Universität Essen gibt es zudem zwei kostenfreie Parkplätze: im Universitäts-Parkhaus an der Universitätsstraße sowie auf dem Universitätsparkplatz am Reckhammerweg. Die Fahrt von der Uni zur Messe Essen dauert mit der U-Bahn Linie U11 nur zehn Minuten.

Tickets und Öffnungszeiten 

Die SPIEL’19 findet vom 24. bis 27. Oktober 2019 statt. Die Messehallen sind dabei an allen Tagen ab 10 Uhr geöffnet, donnerstags, freitags und samstags dann bis 19 Uhr sowie am Sonntag bis 18 Uhr:

  • Donnerstag, 24. Oktober: 10 bis 19 Uhr
  • Freitag, 25. Oktober: 10 bis 19 Uhr
  • Samstag, 26. Oktober: 10 bis 19 Uhr
  • Sonntag, 27. Oktober: 10 bis 18 Uhr


In diesem Jahr wird es keine Kombi-Tickets geben, in denen eine Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr enthalten ist. Der dafür notwendige Vertrag zwischen der Messe Essen und der Ruhrbahn ist nicht verlängert worden. Daran gebunden ist auch der Friedhelm Merz Verlag als Veranstalter. Der Verlag teilt dazu auf seiner Webseite mit: „Der langjährige Vertrag zwischen der Messe Essen und der Ruhrbahn, dem wir leider unterliegen, wurde nicht verlängert, daher wird es bereits in diesem Jahr, aber auch zukünftig, für keine Veranstaltung die in der Messe Essen stattfindet Kombi-Tickets für den VRR geben. Dies bedauern wir sehr.“

Tickets für die SPIEL’19 sind im Vorverkauf erhältlich. Die Tageskarten kosten zwischen 8 und 36 Euro, die Dauerkarten zwischen 21 und 37 Euro:

Tageskarten für die SPIEL:

  • Erwachsene: 15 Euro
  • Kinder von 4 bis 12 Jahre: 8 Euro
  • Schüler, Studenten, Menschen mit Behinderungen (Nachweis erforderlich; eine Begleitperson bei Merkzeichen „B“ ist frei): 12 Euro
  • Familien mit maximal fünf Personen: (max. 2 Erw., Kinder bis 12 Jahre oder Schülerausweis): 36 Euro

Dauerkarten für die SPIEL:

  • Erwachsene: 37 Euro
  • Kinder von 4 bis 12 Jahre: 21 Euro
  • Schüler, Studenten, Menschen mit Behinderungen (Nachweis erforderlich; eine Begleitperson bei Merkzeichen „B“ ist frei): 28 Euro

Eintrittskarten gibt es vor Ort an den Tageskassen sowie im Vorverkauf über die Messen Essen. Der Ticket-Shop ist unter diesem Link erreichbar. Die Vorverkaufsgebühr beträgt zwei Euro pro Ticket. Vorverkaufstickets können ausgedruckt oder in digitaler Form auf dem Smartphone oder Tablet vorgezeigt werden. 

Die Eintrittskarten für die Preview Night kosten 35 Euro, diese Veranstaltung ist allerdings bereits ausverkauft. Eintrittskarten sind nur noch über Gewinnspiele und Sonderaktionen erhältlich. 

Jetzt mitmachen: Ein VIP-Paket für die SPIEL’19 inklusive Dauerkarte und Ticket für die Preview Night kannst du > hier < gewinnen.

Besucherinnen und Besucher, die die SPIEL’19 in vollen Zügen genießen wollen, sollten möglichst früh vor Ort sein. Die Messe Essen ist insgesamt zwar groß und weitläufig, bei rund 200.000 Besuchern kommen die Halle jedoch – auch aufgrund der Standaufbauten und Spieltisch – an ihre Kapazitätsgrenzen. In den Morgenstunden, insbesondere direkt zur Öffnung, ist die Chance groß, einen Spieltisch zu ergattern. Wer später anreist, muss Geduld aufbringen. Übrigens: Der Mut, nach einzelnen freien Plätzen an den Tischen zu fragen, lohnt sich!

Nach freien Plätze fragen lohnt sich: Brettspieler freuen sich meistens über Mitspieler. Foto: André Volkmann

Nach freien Plätze fragen lohnt sich: Brettspieler freuen sich meistens über Mitspieler. Foto: André Volkmann

Bei über 1.500 Neuheiten sind genügend spielerische Alternativen für Besucherinnen und Besucher vorhanden. Das Rahmenprogramm der SPIEL’19 kann noch so innovativ und einladend sein – am Ende geht es dem Großteil der Gäste ausschließlich darum, neue Gesellschaftsspiele auszuprobieren. Im Portfolio enthalten ist auf der SPIEL alles, was die Herzen von Gelegenheits- und Vielspielern berührt: vom Strategiespiel über Kinderspiele und Familienspiele bis hin zu den mit dem „Spiel des Jahres“ prämierten Titel ist alles vorhanden.

Neben namhaften Brettspielen laden auch kleinere Verlage mit tollen Ideen zum Mitspielen ein. Unsere Redakteure haben angefangen ihre Empfehlungen zu sammeln: eine stetig erweiterte Liste gibt es hier.

Panels, Diskussionen und Charity-Aktionen

Auch die Europäische Spielergilde wird wieder ihren Beitrag zu den Internationalen Spieltagen leisten. In diesem Jahr mit einer Ausstellung unter dem Motto „spielART“, die die künstlerischen Aspekte von Gesellschaftsspielen in den Mittelpunkt stellt. Die Kunstwerke werden in Halle 5 an Stand A-118 zu sehen sein.

Spiele Spieleautorenzunft lädt dagegen am Samstag, 26. Oktober, ab 11 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung in den Saal „Rheinland“ ein. Im Rahmen der Podiumsdiskussion geht es dann um Spiele in Ludotheken und Bibliotheken. Derartige Einrichtungen im öffentlichen Raum erweitern ihre Spieleangebote beständig und werden insbesondere für Spieleinsteiger zu Anlaufstellen für gemeinsame spielerische Erfahrungen. Die Podiumsgäste gewähren Einblicke in die alltägliche Arbeit und die Herausforderungen, die mit ihr verbunden sind.

Um digitale Brettspiel-Formate geht es bei dem Panel zum Thema „YouTube, Podcast und Co – Die digitale Welt der analogen Spiele“, das am Samstag, 26. Oktober, ab 14 Uhr im Saal „Berlin“ stattfindet. YouTuber, Podcaster und Blogger sprechen dann über ihre Angebote und Format und geben Tipps für die Publikumsbindung.

Das Treffen "Meet and Play" findet auch in diesem Jahr wieder statt. Auch uns findet ihr dort. Foto: André Volkmann

Das Treffen „Meet and Play“ findet auch in diesem Jahr wieder statt. Ihr trefft uns dort. Foto: André Volkmann

Das bewährte Format „Meet and Play“ findet auf der SPIEL’19 am Freitag, 25. Oktober, von 14 bis 18 Uhr im Saal „Europa“, und damit erstmals in einem großen und zudem internationalen Rahmen, statt. YouTuber, Blogger und Podcaster sind dann in dem über 900 Quadratmeter großen Saal zu Gast und stehen für Duelle und Gespräche bereit.

Neue Wege geht der Friedhelm Merz Verlag auch bei der Präsentation der Messe. Die SPIEL’19 streamt erstmals an vier Tagen aus den Messehallen. Wer möchte, kann in Halle 3 an Stand H-100 vorbeischauen, das dortige Studio besuchen und dem Treiben der Streamer zuschauen.

Autogramme gibt es am Freitag, 25. Oktober, von 16 bis 17 Uhr sowie am Samstag, 26. Oktober, von 14 bis 15 Uhr – an beiden Terminen steht Ian Livingstone in Halle 6 an Stand K-121 bereit, um Spiele, T-Shirts oder Schmierzettel zu signieren. Der Stargast, Autor und Unternehmer ist unter anderem einer der Köpfe hinter dem Games Workshop, den er zusammen mit Steve Jackson und John Peake gründete.

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SPIEL’19: Hilfreich Links und Tipps für Besucher

Die Internationalen Spieltage können insbesondere wenig erfahrene Besucher mit Eindrücken überfluten. Eine gute Vorbereitung auf den Besuch ist daher sinnvoll.

Hilfreiche Links für Besucher:

  • Spiel-Guide des Friedhelm Merz Verlags: Link
  • Neuheiten-Liste bei Boardgamegeek: Link 
  • Spiele-Datenbank-App Event Badger (Android): Link
  • VRR-Fahrplanauskunft für die Anreise: Link
  • Touristikzentrale der Stadt Essen: Link

Im Vorfeld sollten Besucher sich überlegen, welche Spiele sie unbedingt, welche vielleicht und welche eher nicht sehen und spielen wollen. Die Informationen können helfen, um sich einen Zeit- und Ablaufplan für die SPIEL’19 zu erstellen. Das klingt zunächst nach viel Arbeit, macht den Aufenthalt in Essen jedoch spürbar angenehmer und spielintensiver. 

An den Tischen werden die Spiele ausführlich erklärt und können getestet werden. Foto: André Volkmann

An den Tischen werden die Spiele ausführlich erklärt und können getestet werden. Foto: André Volkmann

Wer auf der SPIEL’19 so richtig gut Shoppen möchte, sollte auch neu gekaufte Spiele auf die Vollständigkeit hin überprüfen. Auch bei eingeschweißten Spielen kommt es gelegentlich vor, dass Teile fehlen oder beschädigt sind. Statt langer Service-Telefonate im Nachhinein, können Probleme so direkt mit Verlagsvertretern vor Ort geklärt werden. Übrigens: Preise zu vergleichen lohnt sich. Nicht jeder als Schnäppchen angepriesener Messepreis ist tatsächlich so günstig wie er vorgibt zu sein. Vor Schnellkäufen schützen auf der SPIEL Proberunden, die nahezu jeder Verlag an den Spieltischen anbietet. 

Wer viel kauft, kann den Versand-Service der SPIEL’19 in Halle 4 nutzen. Jedes Kilos zu viel erschwert den Gang durch die Messehallen. Wer sein Budget zu knapp kalkuliert hat und sich monetär neu ausrichten muss, findet auch einen Geldautomat an der Messe Essen: Sparkasse Essen – Geldautomat Messe Essen-Süd
Messehaus Süd. Weitere hilfreiche Informationen stellt der Veranstalter auf der Webseite zur Spielemesse bereit.

Hier gabs Memoarrr in XXL - und mit prominenter Unterstützung. Foto: André Volkmann

Hier gabs Memoarrr in XXL – und mit prominenter Unterstützung. Foto: André Volkmann

Es lohnt sich, an den Tischen der Verlage nach der Brettspiel-Prominenz Ausschau zu halten. Nicht selten laden Verlage an mehreren Tagen Autoren ein, die ihre Spiele dann selbst vorstellen und Exemplare signieren. So können Fans auch die Chance nutzen, direkt mit ihren Lieblingsautoren ins Gespräch zu kommen.

Auch im Gedränge gilt für alle Besucherinnen und Besucher: Seid aufmerksam, höflich und rücksichtsvoll – es sind auch Kinder in den Hallen unterwegs. Habt Geduld und drängelt nicht. Jeder kommt hin wohin er möchte, manchmal dauert es aber länger. 

SPIEL’19: Trendthemen und Spiele-Highlights 

Brettspiele finden längst nicht mehr nur auf dem Spieltisch statt. Namhafte Verlage erobern mitunter auch digitale Welten, einige zögerlich, andere mit wahrem Pioniergeist. Die strikte Trennung zwischen analog und digital schwindet, regelmäßig setzen Autoren und Verlage heutzutage auf App-Unterstützungen, um Brettspiele um neue Erlebnisse zu erweitern. 

Nicht nur das: ganze Marken finden sich plötzlich in Welten wieder, in denen man sie nicht vermutet hätte. Der schwedische Publisher Paradox Interactive hat Umsetzungen zu mehreren Brettspiel angekündigt, Crusader Kings: The Board Game ist bereits erschienen, zudem bringt der deutsche Verlag KOSMOS die Adaption zur Städtebausimulation Cities: Skylines mit auf die SPIEL’19. Immer seltener geht es in Gesprächen um Brettspiele oder Videospiele, sondern um das Spielen an sich – egal in welcher Form.

Neue Ideen und Innovationen gibt es auf der SPIEl an jeder Ecke. Foto: André Volkmann

Neue Ideen und Innovationen gibt es auf der SPIEl an jeder Ecke. Foto: André Volkmann

Auch umgekehrt gibt es immer häufiger grenzüberschreitende Produkte: Asmodee-Tochter Asmodee Digital bringt Adaptionen zu großen Titeln wie Gloomhaven, Munchkin, Pandemie oder Herr der Ringe – und nicht selten greifen Spieler zu. Gesellschaftsspiele und Videogames sind längst eine Art Symbiose eingegangen, sie profitieren voneinander. Experten und Hardcore-Fans greifen dennoch lieber zum „guten alten Tischspiel“ und das können sie auf der weltgrößten Messe für Gesellschaftsspiele auch in diesem Jahr wieder tun – trotz der verfügbaren digitalen Ausreißer.

Miniaturen in allen Farben, Größen und Formen bleiben eines der zentralen Themen im Segment hochpreisiger Brettspiele. Aber nicht nur das, auch andere Trendthemen aus den vergangenen Jahren, erleben auf der SPIEL’19 ein Revival: Immer noch angesagt sind Escape-Spiele, Kosmos hat dazu die EXIT-Reihe erweitert, mit „Escape Tales – The Awakening“ eine völlig Marke aufgemacht und den Schritt in die analog-digitale Zwischenwelt mit der Veröffentlichung der „Adventure Games“ gewagt, bei denen Fans die Story hinter dem Spiel schrittweise entdecken müssen.

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Es gibt Themen, die Tauchen mit nahezu penetranter Regelmäßigkeit bei Brettspielen auf. Das ist nicht innovativ, aber clever. Vor allem Gesellschaftsspiele mit den folgenden Settings verkaufen sich gut und liegen weiterhin im Trend:

  • Krimi / Detektive
  • Mars-Kolonisierung
  • Unterwasserwelt
  • Piraten- und Inselabenteuer

Brettspiele wie Detective von Portal Games (Pegasus Spiele) oder Chronicles of Crime von Lucky Duck Games (Corax) zeigen, dass der „gespielte Tatort“ kein Service für alte Männer ist, sondern generationenübergreifende Abendunterhaltung bedeutet.  

Chronicles of Crimes holt den Tatort an den Tisch. Foto: André Volkmann

Chronicles of Crimes holt den Tatort an den Tisch. Foto: André Volkmann

Auch in diesem Jahr wird es wieder verschiedenste Krimi-Spiele und Erweiterungen zu bereits veröffentlichten Kriminalspielen geben – einige davon sogar mit App-Unterstützung. Insbesondere Crime-Games scheinen wie gemacht zu sein, um Spieler mithilfe ihrer Smartphones und Tablets mitten in die Geschichte hinein zu katapultieren. In virtuellen Umgebungen dürfen Schnüffler dann Umgebungen erkunden, Beweise suchen und ihre Ergebnisse in die analoge Welt – und damit auf das Spielbrett – übertragen. Das funktioniert meistens ausgesprochen gut. So gut sogar, dass Verlage mit ihren interaktiven Krimi-Spielen ein eigenes Genre erfunden haben. 

Auch Piraten gehen als Thema immer, ebenso wie Inselabenteuer oder Survival-Geschichten. Auch auf der SPIEL’19 werden einige Vertreter dieser Genre ihren Weg an die Verlagsstände finden. Die bekanntesten Titel sind wahrscheinlich „Cooper Island“ von Frosted Games (Pegasus Spiele), „Maracaibo“ von dlp Games oder „Palm Island“ von KOSMOS. 

Weil auch unsere Spiele-Redakteure nicht nur über Brett- und Kartenspiele schreiben, sondern auch selbst spielen, hat jeder von ihnen persönliche Highlights auf der SPIEL’19, die wir in einer Liste zusammengefasst haben. 


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André Volkmann ist Journalist mit Schwerpunkten in den Bereichen Lokalnachrichten und Spiele-Journalismus.

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