Poison: Reiner Knizias Ausflug in die Giftküche

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Lesezeit: 2 Minuten

Kartenspiele sind zeitlos und meistens völlig ungiftig. Eine Ausnahme bildet das Kartenspiel Poison von Spieleautor Reiner Knizia. Hier dreht sich alles um Gift, eine Giftküche und jede Menge Gifttränke – zeitlos ist Poison dagegen schon. Wir haben uns das Kartenspiel mal etwas genauer angeschaut, denn bei einem Preis von rund 8 Euro und einer Legende als Autor, kann man kaum etwas falsch machen, oder etwa doch? Unser Test zeigt, wie unterhaltsam Poison ist und ob sich eine Anschaffung für Euch lohnen könnte.


Ziemlich giftige Angelegenheit

Kartenspiele sind normalerweise die idealen Warmmacher und bereiten Spielerunden auf komplexere Titel vor. Und auch Poison reiht sich nahtlos in die Liga der Aufwärmspiele ein. Blöd nur, wenn das Kartenspiel dann soviel Spaß macht, dass alle anderen Titel schnell in Vergessenheit geraten.

Im Fokus von Poison stehen drei Giftkessel, die die Tischmitte bilden. Jeder Mitspieler erhält als vorbereitende Maßnahme dreifarbige Zaubertrankkarten sowie Giftkarten, die dann seine Hand ausmachen. Die erste Karten in jedem der Kessel legt die Kesselfarbe fest. Von nun an dürfen nur noch Zaubertrankkarten der passenden Farbe in den drei Kesseln abgelegt werden. Die grünen Giftkarten passen dagegen in jeden Zauberkessel. Ziel ist nun, so wenig Minuspunkte wie möglich zu sammeln und das ist gar nicht so leicht. Minuspunkte gibt es nämlich immer dann, wenn der Kessel überläuft und das wiederum passiert, wenn der Kartenwert in einem Kessel 13 übersteigt. Da die Zauberkarten Werte von jeweils 1, 2 , 4, 5 oder 7 haben, sollte das Auslegen gut überlegt sein.

Die zuletzt gelegte Karten von dem Spieler, der den Kessel hat überschäumen lassen, bildet die neue Startkarte. Es werden so viele Runden gespielt, wie Mitspieler an der Partie teilnehmen. Der Clou an Poison: Wer genügend Tränke einer Farbe sammelt, kann Minuspunkte neutralisieren. Das bringt zusätzlichen Schwung ins Spiel. Ansonsten fühlt sich Poison wie ein klassisches und gutes Stichspiel an. Das ist nicht verkehrt, denn es hält die Einstiegshürde erfreulich niedrig und macht Poison so zu einem tollen Familienspiel, an dem auch Kinder problemlos teilnehmen können.

Zudem macht Poison auch bezüglich der Illustrationen einen guten Eindruck. Die Karten sind hübsch designt und mit ansprechenden Grafiken versehen, die perfekt zum Thema passen.

Infobox

Spielerzahl: 3 bis 6 Spieler
Alter: ab 8 Jahren
Spieldauer: 30 bis 45 Minuten
Schwierigkeit: mittel
Langzeitmotivation: mittel

Verlag: Amigo Spiele  
Erscheinungsjahr: 2008 
Autor: Reiner Knizia
Sprache: deutsch
Kosten: 15 Euro

Fazit

Poison von Reiner Knizia ist ein unterhaltsames Kartenspiel für die ganze Familie. Ganz im Sinne klassischer Stichspiele versuchen die Spieler Minuspunkte erfolgreich zu vermeiden, um am Ende als Sieger aus der Giftküche zu gehen. Ein wenig Glück braucht es zwar, doch Poison ist eher ein Denkspiel als ein Kartenspiel, bei dem ausschließlich das glückliche Händchen über Siegpunkte entscheidet. Das entspricht durchaus den Spielsystemen, die der Bestsellerspieleautor Reiner Knizia regelmäßig entwirft. Knobelei wird bei Poison großgeschrieben, Spielspaß ebenso. Ob als Snack im Rahmen eines Spieleabends oder als reines Familienkartenspiel, Poison ist immer eine gute Wahl. Ausprobieren völlig ungiftig!

Poison

15,00 Euro
7.6

Spielidee

7.0/10

Spielmaterial

7.0/10

Regelwerk

8.0/10

Spielablauf

8.0/10

Wiederspielwert

8.0/10

Pro

  • Leicht zu erlernen
  • Schadenfreude
  • Familientauglich

Con

  • Nur wenige Taktiken
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About Author

André Volkmann ist Journalist mit Schwerpunkten in den Bereichen Lokalnachrichten und Spiele-Journalismus.

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