Spielvorstellung: „Dungeon Mayhem“ von Wizards of the Coast

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Lesezeit: 4 Minuten

Auch bei einem Rollenspiel müssen nicht immer Miniaturen auf dem Tisch stehen, manchmal reichen Karten völlig aus. Die aktuelle Spielvorstellung bringt euch ein Kartenspiel zu einem echten Klassikerthema näher. Ein Paladin, ein Zauberer, ein Barbar, ein Zauberer und ein Schurke gehen in einen Dungeon…


…was dann folgt, ist eine kurze, lustige Prügelei um den Sieg. Denn der letzte Abenteurer, der noch steht, gewinnt.

Dungeon Mayhem ist ein kleines und schnelles Kartenspiel von Wizards of the Coast, in der bekannten Welt von Dungeons and Dragons, für 2 bis 4 Spieler. Übrigens: Der Beitrag stellt die englische Sprachversion vor, Dungeon Mayhem ist aber auch auf Deutsch erhältlich.

Das Ziel ist einfach: Gewinner ist derjenige der die anderen überlebt

Also, los geht’s: Jeder Spieler sucht sich einen der D&D typischen Charakter aus, nimmt sich seine Lebenspunkteleiste und seine Referenzkarte, mischt sein eigenes Deck aus 28 Karten und beginnt das Spiel mit drei Karten auf der Hand und 10 Lebenspunkten.

Jeder Spieler hat ein eigenes Deck aus 28 Karten. Foto: Marco Troschka

Die Bilder auf den Karten wurden von dem Zeichner Kyle Ferrin gestaltet, der spätestens seit Root in der Brettspielwelt auf sich aufmerksam gemacht hat. Sehr gut gefällt mir dabei, dass die Bilder genügend Platz haben, um zur Geltung zu kommen. Die Texte auf den Karten sind kurzgehalten, die Symbole sind klein, aber übersichtlich in der Ecke der Karte. Die Bilder sind dabei stets mit einem Augenzwinkern zu verstehen und sind einfach niedlich/lustig.

Das Artwork der Karten stammt von Kyle Ferrin. Foto: Marco Troschka

Dungeon Mayhem: Schnelles und einfaches Spielprinzip

Der eigene Zug läuft dann denkbar einfach ab. Man zieht eine Karte und spielt eine Karte, wobei manche Karten wiederrum das Ausspielen weiterer Karten erlauben. Kann man nichts mehr machen, ist der nächste Spieler am Zug.

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Die Effekte der gespielten Karten können ganz unterschiedlich sein. Schaden verursachen (Schwert), Schaden blocken (Schild), eine weitere Karte ziehen (Plussymbol), Schaden heilen (Herz), oder weitere Karten spielen (Blitz).
Zusätzlich hat jeder Spieler noch charakterspezifische Kräfte, die einzigartige Fähigkeiten verleihen. So können zum Beispiel Schilde (Schaden blockieren) gestohlen werden, die Lebenspunkte getauscht werden, Karten zerstört und noch vieles mehr. Dabei sind die Effekte stets thematisch auf der Karte dargestellt und passen einfach wunderbar. Der Barbar schwingt seine riesige Axt, der Zauberer schmeißt mit Blitzen um sich, der Schurke versteckt sich…

Jeder Charakter hat eigene Spezialfähigkeiten. Foto: Marco Troschka

Obwohl durch die Regeln sehr simpel ist, gibt es durchaus eine taktische Komponente. Einerseits muss ich meine eigenen Lebenspunkte im Auge behalten, gleichzeitig aber auch versuchen meine Widersacher auszuschalten. So kann es durchaus Sinn machen bestimmte Karten nicht sofort auszuspielen, sondern sie für einen besonders vernichtenden Zug aufzusparen.

Dabei bleibt das Spiel die ganze Zeit auf einem lustigen und einsteigerfreundlichen Niveau und eignet sich dabei ausgezeichnet als „Füller“, vor oder nach einem großen Spiel. Bei einer Spielzeit von ca. 10 Minuten bleibt es dann oft aber nicht bei einer Partie.

Das Charakterdeck des Schurken. Foto: Marco Troschka

Das perfekte Spiel für zwischendurch?

Insgesamt lässt sich sagen, dass Dungeon Mayhem ein wirklich gutes schnelles „Prügelspiel“ ist. Als kleiner negativ Punkt muss allerdings das Material genannt werden. Die Karten sind relativ dünn und werden durch das viele Mischen schnell abgenutzt und die Pappmarker sind lediglich auf sehr dünne Pappe gedruckt. Ansonsten kann ich das Spiel nur empfehlen: Es ist nicht komplex, die Regeln sind schnell erklärt, das grafische Gestaltung ist schön und es macht einfach Spaß.

Leider nur auf sehr Dünne Pappe gedruckt: Die Marker. Foto: Marco Troschka

Man muss natürlich dem „Ärger Faktor“ sowie dem Glücksfaktor durch das Ziehen der Karten etwas abgewinnen können. Auch sollte klar sein: Dies ist ein Spiel in dem ich ausgeschaltet werde und somit nicht weiter am Geschehen teilnehmen kann. Da die Spielzeit aber nur kurz ist, fällt das meistens nicht sehr ins Gewicht.  Wem das allerdings keinen Spaß macht, der sollte lieber nach einem anderen Spiel suchen. Wer allerdings nach einem lustigen Absacker Spiel sucht, das sich selbst nicht ganz ernst nimmt und so immer wieder für Lacher sorgt, wird hier bestens bedient.

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Pro

  • kurze Spieldauer
  • lustiges Spielprinzip
  • einfache Regeln
  • tolles Artwork

Con

  • Zufallsfaktor
  • günstiges Material
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